Internationales Jahr der Böden

Engagement von Demeter Bayern

Internationales Jahr der Böden

17.02.2015

Demeter Bayern nimmt das Internationale Jahr der Böden zum Anlass für eine intensive Auseinandersetzung mit der Bedeutung des Bodens. Der Boden ist für Demeter-Landwirte nicht nur ein Produktionsfaktor, sondern Teil des Hoforganismus, in dem alle Aspekte (Boden, Pflanzen, Tiere und Menschen) miteinander in Wechselbeziehung stehen.

Daher startete der Verein, der in Bayern 440 biologisch-dynamisch wirtschaftende Betriebe vertritt, im Januar mit einem Bodenkundeseminar in Halfing (Lkr. Rosenheim).

Der Referent Dietmar Näser ging besonders auf die Möglichkeiten im biologisch-dynamischen Landbau ein, der entscheidende Bausteine zum Bodenaufbau kennt. Durch die Kompost- und Spritzpräparate lässt sich der Boden schrittweise fruchtbarer machen, wobei es insbesondere auf den richtigen Einsatzzeitpunkt ankommt. Nicht nur Ackerböden, sondern auch das Grünland können davon profitieren. Der Vortrag war gut besucht, weshalb eine Fortsetzung in der Region Chiemgau in Planung ist.

Von März bis November bietet Demeter außerdem einen zehntägigen Bodenpraktikerkurs in fünf Modulen in Hemmersheim (Mittelfranken) und Bad Vilbel (Hessen) an. Die Themenpalette reicht dabei von Bodenleben, Bodenaufbau, Bodenfruchtbarkeit über Düngung und Kompostwirtschaft, Präparateeinsatz, Bodenbearbeitung, Fruchtfolge und Zwischenfruchtanbau bis zur Sortenvorstellung der bio-dynamisch gezüchteten Sorten.

Das Jahr 2015 wurde von den Vereinten Nationen zum Internationalen Jahr der Böden erklärt. Damit will die UN die Aufmerksamkeit auf dieses für das natürliche Ökosystem wie die Landwirtschaft bedeutsame Element lenken. Man will die Gefährdungen wie Flächenversiegelung, Desertifikation und Versalzung als Folge von Bewässerung aufzeigen und Lösungsansätze erarbeiten.

Dass auch Mitteleuropa von diesen Gefahren nicht verschont bleibt, zeigten die zunehmenden Extremwetterlagen mit Starkniederschlägen und starken Abschwemmungen der in Jahrtausenden gewachsenen Humusschicht. Die wasserbindende Schwammwirkung lässt immer mehr nach, da die Ackerböden z.B. durch die engen Maisfruchtfolgen zu einseitig genutzt werden. Verstärkt wird dies durch Verdichtungen, die durch schwere Maschinen verursacht werden, und schutzlose Bodenoberflächen bei Winterfurche und Herbizideinsatz. Dagegen ist eine gezielte Humuswirtschaft auch ein wirksamer Beitrag zur CO2-Reduzierung.

Daten und Fakten über Acker, Land und Erde sind auch im aktuellen Bodenatlas zu finden, der von der Henrich-Böll-Stiftung herausgegeben wird. Zum internationalen Jahr des Bodens präsentiert der Bodenatlas Daten und Fakten über die Bedeutung und den Zustand von Land, Böden und Ackerflächen in Deutschland, Europa und weltweit. In bewährter Tradition bietet der Bodenatlas in zahlreichen Grafiken und Textbeiträgen einen aktuellen Einblick in den Zustand und die Gefährdung der Böden, von denen wir leben.

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Internationales Jahr der Böden
Engagement von Demeter Bayern

Demeter Bayern nimmt das Internationale Jahr der Böden zum Anlass für eine intensive Auseinandersetzung mit der Bedeutung des Bodens. Der Boden ist für Demeter-Landwirte nicht nur ein Produktionsfaktor, sondern Teil des Hoforganismus, in dem alle Aspekte (Boden, Pflanzen, Tiere und Menschen) miteinander in Wechselbeziehung stehen.

Daher startete der Verein, der in Bayern 440 biologisch-dynamisch wirtschaftende Betriebe vertritt, im Januar mit einem Bodenkundeseminar in Halfing (Lkr. Rosenheim).

Der Referent Dietmar Näser ging besonders auf die Möglichkeiten im biologisch-dynamischen Landbau ein, der entscheidende Bausteine zum Bodenaufbau kennt. Durch die Kompost- und Spritzpräparate lässt sich der Boden schrittweise fruchtbarer machen, wobei es insbesondere auf den richtigen Einsatzzeitpunkt ankommt. Nicht nur Ackerböden, sondern auch das Grünland können davon profitieren. Der Vortrag war gut besucht, weshalb eine Fortsetzung in der Region Chiemgau in Planung ist.

Von März bis November bietet Demeter außerdem einen zehntägigen Bodenpraktikerkurs in fünf Modulen in Hemmersheim (Mittelfranken) und Bad Vilbel (Hessen) an. Die Themenpalette reicht dabei von Bodenleben, Bodenaufbau, Bodenfruchtbarkeit über Düngung und Kompostwirtschaft, Präparateeinsatz, Bodenbearbeitung, Fruchtfolge und Zwischenfruchtanbau bis zur Sortenvorstellung der bio-dynamisch gezüchteten Sorten.

Das Jahr 2015 wurde von den Vereinten Nationen zum Internationalen Jahr der Böden erklärt. Damit will die UN die Aufmerksamkeit auf dieses für das natürliche Ökosystem wie die Landwirtschaft bedeutsame Element lenken. Man will die Gefährdungen wie Flächenversiegelung, Desertifikation und Versalzung als Folge von Bewässerung aufzeigen und Lösungsansätze erarbeiten.

Dass auch Mitteleuropa von diesen Gefahren nicht verschont bleibt, zeigten die zunehmenden Extremwetterlagen mit Starkniederschlägen und starken Abschwemmungen der in Jahrtausenden gewachsenen Humusschicht. Die wasserbindende Schwammwirkung lässt immer mehr nach, da die Ackerböden z.B. durch die engen Maisfruchtfolgen zu einseitig genutzt werden. Verstärkt wird dies durch Verdichtungen, die durch schwere Maschinen verursacht werden, und schutzlose Bodenoberflächen bei Winterfurche und Herbizideinsatz. Dagegen ist eine gezielte Humuswirtschaft auch ein wirksamer Beitrag zur CO2-Reduzierung.

Daten und Fakten über Acker, Land und Erde sind auch im aktuellen Bodenatlas zu finden, der von der Henrich-Böll-Stiftung herausgegeben wird. Zum internationalen Jahr des Bodens präsentiert der Bodenatlas Daten und Fakten über die Bedeutung und den Zustand von Land, Böden und Ackerflächen in Deutschland, Europa und weltweit. In bewährter Tradition bietet der Bodenatlas in zahlreichen Grafiken und Textbeiträgen einen aktuellen Einblick in den Zustand und die Gefährdung der Böden, von denen wir leben.