Regionalkonzept geht auf

Deutlichen Umsatzzuwächse bei Demeter-Aktiv-Partner Bio Company

Regionalkonzept geht auf

26.03.2015
Das neue Gebäude der Bio Company in Kleinmachnow ist mit Bambus verkleidet
Das Gebäude für die neue Filiale in Kleinmachnow bei Berlin hat die Bio Company in Eigenregie gebaut

Der Demeter-Aktiv-Partner Bio Company ist weiter auf Erfolgskurs. In der Region Berlin-Brandenburg ist sie die erfolgreichste Bio-Supermarktkette, bundesweit zählt die Bio Company mittlerweile zu den Top 3. So konnte sie ihren Umsatz 2014 mit 114 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr erneut um 14 Prozent steigern. Damit liegt sie über dem Branchendurchschnitt, der Naturkostfach­handel verzeichnete in 2014 ein Wachstum von 9,6 Prozent. Der Schlüssel zum Erfolg? Das Regionalkonzept des Bio-Filialisten überzeugt die Kunden. Die Bio Company hat ein breit aufgestelltes Regionalpartnernetz und bezieht bevorzugt aus eigenen und angrenzenden Bundesländern.

Förderung von kleinen, bäuerlichen Strukturen

So stammen beispiels­weise Obst‐ und Gemüsewaren in saisonalen Spitzen­zeiten bis zu 40 Prozent aus der Region. Bei Brot‐ und Backwaren sowie beim Fleisch und der Wurst sind es ganzjährig 75 Prozent. Eier und Milch werden zu fast 100 Prozent aus der Region bezogen. Das Unter­nehmen will vor allem die kleinen, bäuerlichen Strukturen fördern. „Auch im Bereich des EU-Bio gibt es mittlerweile Betriebe, die täglich bis zu 100.000 Eier oder mehr liefern. Eine solche Form der großindustriellen Produktion lehnen wir entschieden ab“, bekräftigt Geschäftsführer Georg Kaiser. „Wir haben langjährige Partner­betriebe mit maximal sieben Herden. Dies ist uns sehr wichtig, vor allem um die Qualität der Eier und insbesondere das Tierwohl zu erhalten. Ebenso möchten wir, dass kleinere und mittlere Produktionsbetriebe in der Region eine Zukunft haben“, unterstreicht Kaiser.

50 Märkte in 2015 – Bedeutender Arbeitgeber

Im Januar eröffnete das Unternehmen seinen 42. Markt, bis Ende des Jahres 2015 sollen es 50 Märkte werden. Die Bio Company ist mittlerweile ein bedeutender Arbeitgeber der Region. Ende Januar beschäftigte sie 1.236 Mitarbeiter, darunter 115 Auszubildende. Im Bereich der Ausbildung setzt man auf umfassende Förderung: Im Januar 2015 durften sechs Auszubildende an einem EU-Austauschprogramm teilnehmen und in London ein vierwöchiges Praktikum bei dort ansässigen Bioläden absolvieren, Sprachkurs inklusive. „Berlin ist eine internationale Stadt mit entsprechendem Publikum. Da freut es die Kunden sehr, wenn sie in einer Bio Company-Filiale einen englischsprachigen Ansprechpartner finden. Diese Qualifikation fördern wir sehr gerne“, so Ausbildungsleiterin Karen Koch. Dabei kann sich das Unternehmen über eine hohe Übernahme­quote bei den Azubis freuen: Sie lag im Prüfungszeitraum 2014/2015 bei 85 Prozent.

Biomanufaktur Havelland mit 5,5 Millionen Umsatz – Investition in neues Kühlhaus

Auch das Tochterunternehmen Biomanufaktur Havelland, als größter Biofleischverarbeiter in der Region Berlin/Brandenburg, bleibt weiterhin auf Wachstums­kurs und schreibt bereits im zweiten Jahr schwarze Zahlen. Gut 5,5 Millionen Euro Umsatz erzielte man im Jahr 2014. 2013 hatte die Bio Company den Fleisch- und Wurstwaren­betrieb mit einem Jahresumsatz von 2,4 Mio Euro Umsatz aus der Insolvenz übernommen. Geschäftsführer Thomas Schubert setzte eine Reihe von Neuerungen durch und optimierte das Sortiment. Bekannt ist die Biomanufaktur Havelland vor allem für sein Havelländer Bio-Apfelschwein, das Müritzlamm sowie das Uckermärcker Rind. Angeboten werden auch diverse Wurst-Spezialitäten, in 2014 kam vorverpackte Wurstwaren für Selbstbedienungstheken dazu. In Velten will man vor allem in die Zukunft investieren. So sollen weitere Rauchkammern dazu kommen, ebenso sind ein neues Kühlhaus und eine Photovoltaikanlage kombiniert mit einer Kraftwärme­kopplungsanlage geplant. Auch die Anzahl der Beschäftigten entwickelt sich positiv: Wurden in 2013 noch 15 Mitarbeiter aus der Insolvenz übernommen, beschäftigt der Betrieb mittlerweile 23 Personen.

Über die Bio Company

Die Bio Company wurde 1999 gegründet. Sie setzt sich nachhaltig für den ökologischen Landbau ein. So ist sie Gründungsmitglied der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL). Geschäftsführer Georg Kaiser ist zudem aktives Vorstandsmitglied im BNN (Bundesverband Naturkost und Naturwaren e.V.). Seit Anfang 2013 ist das Unternehmen Mitglied im Märkischen Wirtschaftsverbund und unterstützt deren Initiative „fair & regional“. Dieser Zusammenschluss von Berliner und Brandenburger Unternehmen engagiert sich vor allem in der Region für die Herstellung, die Verarbeitung und den fairen Handel ökologisch produzierter Lebensmittel. Bei einer bundes­weiten Untersuchung des Vereins „Rank a Brand“ zum Thema ökologische Nachhaltigkeit bei Supermärkten in erreichte die Bio Company nach 2013 auch in 2014 in Deutschland wieder Platz 1.

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Regionalkonzept geht auf
Deutlichen Umsatzzuwächse bei Demeter-Aktiv-Partner Bio Company

Der Demeter-Aktiv-Partner Bio Company ist weiter auf Erfolgskurs. In der Region Berlin-Brandenburg ist sie die erfolgreichste Bio-Supermarktkette, bundesweit zählt die Bio Company mittlerweile zu den Top 3. So konnte sie ihren Umsatz 2014 mit 114 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr erneut um 14 Prozent steigern. Damit liegt sie über dem Branchendurchschnitt, der Naturkostfach­handel verzeichnete in 2014 ein Wachstum von 9,6 Prozent. Der Schlüssel zum Erfolg? Das Regionalkonzept des Bio-Filialisten überzeugt die Kunden. Die Bio Company hat ein breit aufgestelltes Regionalpartnernetz und bezieht bevorzugt aus eigenen und angrenzenden Bundesländern.

Förderung von kleinen, bäuerlichen Strukturen

So stammen beispiels­weise Obst‐ und Gemüsewaren in saisonalen Spitzen­zeiten bis zu 40 Prozent aus der Region. Bei Brot‐ und Backwaren sowie beim Fleisch und der Wurst sind es ganzjährig 75 Prozent. Eier und Milch werden zu fast 100 Prozent aus der Region bezogen. Das Unter­nehmen will vor allem die kleinen, bäuerlichen Strukturen fördern. „Auch im Bereich des EU-Bio gibt es mittlerweile Betriebe, die täglich bis zu 100.000 Eier oder mehr liefern. Eine solche Form der großindustriellen Produktion lehnen wir entschieden ab“, bekräftigt Geschäftsführer Georg Kaiser. „Wir haben langjährige Partner­betriebe mit maximal sieben Herden. Dies ist uns sehr wichtig, vor allem um die Qualität der Eier und insbesondere das Tierwohl zu erhalten. Ebenso möchten wir, dass kleinere und mittlere Produktionsbetriebe in der Region eine Zukunft haben“, unterstreicht Kaiser.

50 Märkte in 2015 – Bedeutender Arbeitgeber

Im Januar eröffnete das Unternehmen seinen 42. Markt, bis Ende des Jahres 2015 sollen es 50 Märkte werden. Die Bio Company ist mittlerweile ein bedeutender Arbeitgeber der Region. Ende Januar beschäftigte sie 1.236 Mitarbeiter, darunter 115 Auszubildende. Im Bereich der Ausbildung setzt man auf umfassende Förderung: Im Januar 2015 durften sechs Auszubildende an einem EU-Austauschprogramm teilnehmen und in London ein vierwöchiges Praktikum bei dort ansässigen Bioläden absolvieren, Sprachkurs inklusive. „Berlin ist eine internationale Stadt mit entsprechendem Publikum. Da freut es die Kunden sehr, wenn sie in einer Bio Company-Filiale einen englischsprachigen Ansprechpartner finden. Diese Qualifikation fördern wir sehr gerne“, so Ausbildungsleiterin Karen Koch. Dabei kann sich das Unternehmen über eine hohe Übernahme­quote bei den Azubis freuen: Sie lag im Prüfungszeitraum 2014/2015 bei 85 Prozent.

Biomanufaktur Havelland mit 5,5 Millionen Umsatz – Investition in neues Kühlhaus

Auch das Tochterunternehmen Biomanufaktur Havelland, als größter Biofleischverarbeiter in der Region Berlin/Brandenburg, bleibt weiterhin auf Wachstums­kurs und schreibt bereits im zweiten Jahr schwarze Zahlen. Gut 5,5 Millionen Euro Umsatz erzielte man im Jahr 2014. 2013 hatte die Bio Company den Fleisch- und Wurstwaren­betrieb mit einem Jahresumsatz von 2,4 Mio Euro Umsatz aus der Insolvenz übernommen. Geschäftsführer Thomas Schubert setzte eine Reihe von Neuerungen durch und optimierte das Sortiment. Bekannt ist die Biomanufaktur Havelland vor allem für sein Havelländer Bio-Apfelschwein, das Müritzlamm sowie das Uckermärcker Rind. Angeboten werden auch diverse Wurst-Spezialitäten, in 2014 kam vorverpackte Wurstwaren für Selbstbedienungstheken dazu. In Velten will man vor allem in die Zukunft investieren. So sollen weitere Rauchkammern dazu kommen, ebenso sind ein neues Kühlhaus und eine Photovoltaikanlage kombiniert mit einer Kraftwärme­kopplungsanlage geplant. Auch die Anzahl der Beschäftigten entwickelt sich positiv: Wurden in 2013 noch 15 Mitarbeiter aus der Insolvenz übernommen, beschäftigt der Betrieb mittlerweile 23 Personen.

Über die Bio Company

Die Bio Company wurde 1999 gegründet. Sie setzt sich nachhaltig für den ökologischen Landbau ein. So ist sie Gründungsmitglied der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL). Geschäftsführer Georg Kaiser ist zudem aktives Vorstandsmitglied im BNN (Bundesverband Naturkost und Naturwaren e.V.). Seit Anfang 2013 ist das Unternehmen Mitglied im Märkischen Wirtschaftsverbund und unterstützt deren Initiative „fair & regional“. Dieser Zusammenschluss von Berliner und Brandenburger Unternehmen engagiert sich vor allem in der Region für die Herstellung, die Verarbeitung und den fairen Handel ökologisch produzierter Lebensmittel. Bei einer bundes­weiten Untersuchung des Vereins „Rank a Brand“ zum Thema ökologische Nachhaltigkeit bei Supermärkten in erreichte die Bio Company nach 2013 auch in 2014 in Deutschland wieder Platz 1.