Bäckerei Sommer feiert Geburtstag

150 Jahre Zwieback aus dem Taunus

Bäckerei Sommer feiert Geburtstag

25.02.2014
Dietrich Praum mit der Geburtstagstorte
Geschäftsführer Dietrich Praum neben der selbstgebackenen Geburtstagstorte auf der BIOFACH 2014

Gegründet wurde die Biback Zwiebackfabrik Sommer & Co. KG vom  gelernten Bäcker und Müller Friedrich Wilhelm Praum, dem Ururgroßvater des jetzigen Geschäftsführers Dietrich Praum, Mitte des 19. Jahrhunderts in Friedrichsdorf. Zur Gründungszeit drehte sich alles um Zwieback und Praum wurde der vierte reine Zwiebackbäcker.

„Gerade einmal ein Sack Mehl wurde damals pro Tag zu Zwieback verarbeitet.“, erzählt Dietrich Praum. Das zweifach gebackene Hefegebäck war zu dieser Zeit sehr beliebt. Daher gab es auch viel Konkurrenz in der Zwiebackstadt Friedrichsdorf. In der Blütezeit des Zwiebacks um 1920 existierten in dem Taunus-Städtchen ganze 38 Hersteller. So war der „Friedrichsdorfer Zwieback“ schnell weit über den Taunus hinaus bekannt.

Zwieback: Der Name ist Programm

„Einst war geröstetes Brot als lang haltbarer Schiffszwieback auf den Transatlantik-Routen der Schifffahrt gebräuchlich. Erst als Christoph Stemler Ende des 18. Jahrhunderts den harten Schiffszwieback zu dem heute bekannten knusprig-leichten Hefegebäck veredelte, hatte der Zwieback bahnbrechenden Erfolg.“, erklärt Dietrich Praum.

Beim Zwieback ist der Name ist Programm: das Gebäck kommt nämlich gleich zweimal in den Ofen. Doch zuvor werden Mehl, Hefe und Salz mit Wasser zu einem Teig verknetet. Der Zwiebackteig enthält im Vergleich zum herkömmlichen Brotteig noch eine Spezialzutat: Fett. Dann muss der Teig ruhen und kann das spezielle Aroma entwickeln. Anschließend wird der Teig in langen Kastenformen gebacken. „Das Backergebnis ist der sogenannte Einback. Der heißt so, weil der Teig nur einmal gebacken wurde“, erläutert Dietrich Praum, Ururenkel von Gründer Friedrich Wilhelm Praum. „Nach dem Auskühlen ist der Einback am nächsten Morgen schnittfest. Die dünnen Scheiben werden dann bei 200 Grad für zehn Minuten ein zweites Mal gebacken.“ Das Rösten macht die Zwiebackscheiben knackig, da es ihnen 30 Prozent Wasser entzieht. Sobald die Scheiben abgekühlt sind, werden sie verpackt und gehen weiter an den Handel.

Am Zwieback hält die Bäckerei Sommer bis heute fest. Erst zur Wirtschaftswunderzeit in den 50er Jahren nahm das Unternehmen auch süßes Fein- und salziges Knabbergebäck in ihr Sortiment auf. 1998 stellte Dietrich Praum die Produkt-Reihe „Sommer“ komplett auf Bio-Qualität um. Seit 2003 liegt bei Sommer & Co. zudem biologisch-dynamische Qualität im Focus.

Neben vier Sorten Zwieback in Demeter-Qualität produziert Sommer & Co. in Neu-Anspach verschiedene Knabbereien in Demeter- und Bio-Qualität: Dinkel Oliven-Snacks, Dinkel Ingwer-Cookies, Einkorn Keltenkekse, Dinkel Kastanien Plätzchen, Dinkel Pesetas, knusprige Brotstreifen mit Sesam, Mohn oder Tamari-Soße und weitere 25 Geschmacksvarianten.

Mit regionalen Produkten zum Erfolg

Ein Teil des Dinkels wächst gerade einmal wenige Kilometer Luftlinie entfernt auf den Feldern oberhalb des Weiltals. Bio-Landwirt Timo Moos aus Brombach hat seinen ‚Berghof‘ vor einigen Jahren auf biologisch-dynamische Landwirtschaft umgestellt. Seinen Dinkel liefert er an die Muschhammer Mühle in Weilmünster. Von hier bezieht die Biback Zwiebackfabrik Sommer & Co. wiederum einen Teil ihres Dinkelmehls.

Tags: 
Bäckerei Sommer
Jubiläum
Bäckerei
Bäckerei Sommer feiert Geburtstag
150 Jahre Zwieback aus dem Taunus

Gegründet wurde die Biback Zwiebackfabrik Sommer & Co. KG vom  gelernten Bäcker und Müller Friedrich Wilhelm Praum, dem Ururgroßvater des jetzigen Geschäftsführers Dietrich Praum, Mitte des 19. Jahrhunderts in Friedrichsdorf. Zur Gründungszeit drehte sich alles um Zwieback und Praum wurde der vierte reine Zwiebackbäcker.

„Gerade einmal ein Sack Mehl wurde damals pro Tag zu Zwieback verarbeitet.“, erzählt Dietrich Praum. Das zweifach gebackene Hefegebäck war zu dieser Zeit sehr beliebt. Daher gab es auch viel Konkurrenz in der Zwiebackstadt Friedrichsdorf. In der Blütezeit des Zwiebacks um 1920 existierten in dem Taunus-Städtchen ganze 38 Hersteller. So war der „Friedrichsdorfer Zwieback“ schnell weit über den Taunus hinaus bekannt.

Zwieback: Der Name ist Programm

„Einst war geröstetes Brot als lang haltbarer Schiffszwieback auf den Transatlantik-Routen der Schifffahrt gebräuchlich. Erst als Christoph Stemler Ende des 18. Jahrhunderts den harten Schiffszwieback zu dem heute bekannten knusprig-leichten Hefegebäck veredelte, hatte der Zwieback bahnbrechenden Erfolg.“, erklärt Dietrich Praum.

Beim Zwieback ist der Name ist Programm: das Gebäck kommt nämlich gleich zweimal in den Ofen. Doch zuvor werden Mehl, Hefe und Salz mit Wasser zu einem Teig verknetet. Der Zwiebackteig enthält im Vergleich zum herkömmlichen Brotteig noch eine Spezialzutat: Fett. Dann muss der Teig ruhen und kann das spezielle Aroma entwickeln. Anschließend wird der Teig in langen Kastenformen gebacken. „Das Backergebnis ist der sogenannte Einback. Der heißt so, weil der Teig nur einmal gebacken wurde“, erläutert Dietrich Praum, Ururenkel von Gründer Friedrich Wilhelm Praum. „Nach dem Auskühlen ist der Einback am nächsten Morgen schnittfest. Die dünnen Scheiben werden dann bei 200 Grad für zehn Minuten ein zweites Mal gebacken.“ Das Rösten macht die Zwiebackscheiben knackig, da es ihnen 30 Prozent Wasser entzieht. Sobald die Scheiben abgekühlt sind, werden sie verpackt und gehen weiter an den Handel.

Am Zwieback hält die Bäckerei Sommer bis heute fest. Erst zur Wirtschaftswunderzeit in den 50er Jahren nahm das Unternehmen auch süßes Fein- und salziges Knabbergebäck in ihr Sortiment auf. 1998 stellte Dietrich Praum die Produkt-Reihe „Sommer“ komplett auf Bio-Qualität um. Seit 2003 liegt bei Sommer & Co. zudem biologisch-dynamische Qualität im Focus.

Neben vier Sorten Zwieback in Demeter-Qualität produziert Sommer & Co. in Neu-Anspach verschiedene Knabbereien in Demeter- und Bio-Qualität: Dinkel Oliven-Snacks, Dinkel Ingwer-Cookies, Einkorn Keltenkekse, Dinkel Kastanien Plätzchen, Dinkel Pesetas, knusprige Brotstreifen mit Sesam, Mohn oder Tamari-Soße und weitere 25 Geschmacksvarianten.

Mit regionalen Produkten zum Erfolg

Ein Teil des Dinkels wächst gerade einmal wenige Kilometer Luftlinie entfernt auf den Feldern oberhalb des Weiltals. Bio-Landwirt Timo Moos aus Brombach hat seinen ‚Berghof‘ vor einigen Jahren auf biologisch-dynamische Landwirtschaft umgestellt. Seinen Dinkel liefert er an die Muschhammer Mühle in Weilmünster. Von hier bezieht die Biback Zwiebackfabrik Sommer & Co. wiederum einen Teil ihres Dinkelmehls.