BÖLW kritisiert Tatenlosigkeit der Agrarministerkonferenz

Konferenz der Agrarminister der Bundesländer

BÖLW kritisiert Tatenlosigkeit der Agrarministerkonferenz

16.04.2013

Die Konferenz der Agrarminister der Bundesländer ging ohne Ergebnis zur Reform der europäischen Agrarpolitik zu Ende, „denn weniger hätte die Agrarministerkonferenz  zur Umsetzung der europäischen Agrarpolitik kaum sagen können“, bewertet Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft, die Beschlüsse.

Die Minister und Senatoren beklagen zwar, dass es zu empfindlichen Einschnitten in der zweiten Säule kommen wird, haben aber keinen Mut, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. „Die Agrarministerkonferenz macht es sich zu einfach, wenn sie den Bund auffordert, die fehlenden Mittel aufzubringen, wohlwissend, dass eine nennenswerte Kompensation nur gelingt, wenn Mittel aus der ersten in die zweite Säule verlagert werden“, so Löwenstein. Wissenschaftler, die die Bundesregierung beraten, sind sich einig: Die Gießkannenförderung über die Direktzahlungen bringt den geringsten gesellschaftlichen Nutzen. Regional angepasste, zusätzliche Umweltleistungen der Landwirte können nur über die zweite Säule finanziert werden.

„Ein Bekenntnis zur Modulation von 15 % der Mittel aus der ersten in die Zweite Säule und die Aufforderung an die Bundesregierung diese Umverteilung gemeinsam anzugehen wäre das klare und notwendige Signal gewesen, das von der Agrarministerkonferenz hätte ausgehen müssen“, ist Löwenstein überzeugt. „So aber haben sie nur den Kopf in den Sand gesteckt und die Lösung des Problems auf die nächste Sitzung verschoben“, kommentiert Löwenstein den mangelnden Mut und die verlorene Zeit. www.boelw.de

 

16.04.2013
BÖLW kritisiert Tatenlosigkeit der Agrarministerkonferenz
Konferenz der Agrarminister der Bundesländer

Die Konferenz der Agrarminister der Bundesländer ging ohne Ergebnis zur Reform der europäischen Agrarpolitik zu Ende, „denn weniger hätte die Agrarministerkonferenz  zur Umsetzung der europäischen Agrarpolitik kaum sagen können“, bewertet Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft, die Beschlüsse.

Die Minister und Senatoren beklagen zwar, dass es zu empfindlichen Einschnitten in der zweiten Säule kommen wird, haben aber keinen Mut, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. „Die Agrarministerkonferenz macht es sich zu einfach, wenn sie den Bund auffordert, die fehlenden Mittel aufzubringen, wohlwissend, dass eine nennenswerte Kompensation nur gelingt, wenn Mittel aus der ersten in die zweite Säule verlagert werden“, so Löwenstein. Wissenschaftler, die die Bundesregierung beraten, sind sich einig: Die Gießkannenförderung über die Direktzahlungen bringt den geringsten gesellschaftlichen Nutzen. Regional angepasste, zusätzliche Umweltleistungen der Landwirte können nur über die zweite Säule finanziert werden.

„Ein Bekenntnis zur Modulation von 15 % der Mittel aus der ersten in die Zweite Säule und die Aufforderung an die Bundesregierung diese Umverteilung gemeinsam anzugehen wäre das klare und notwendige Signal gewesen, das von der Agrarministerkonferenz hätte ausgehen müssen“, ist Löwenstein überzeugt. „So aber haben sie nur den Kopf in den Sand gesteckt und die Lösung des Problems auf die nächste Sitzung verschoben“, kommentiert Löwenstein den mangelnden Mut und die verlorene Zeit. www.boelw.de