Die Sinne ins Bewusstsein holen

Im Gespräch: Matthias Schenk von Schloss Freudenberg und Alexander Gerber

Die Sinne ins Bewusstsein holen

22.02.2016
Die Gesprächspartner am Tisch
v.l.n.r.: Demeter-Vorstandssprecher Alexander Gerbe, Demeter-Pressesprecherin Renée Herrnkind und Matthias Schenk von Schloss Freudenberg

Die vielen Besucher des Tages sind gegangen, der Park kommt zur Ruhe, im Foyer von Schloss Freudenberg in Wiesbaden knistert das Kaminfeuer. Matthias Schenk, Initiator, Motor und Leiter des Erfahrungsfeldes zur Entfaltung der Sinne und des Denkens, inszeniert den Rahmen für das Gespräch mit Demeter-Vorstand Alexander Gerber. Schnell finden die beiden eine sich gegenseitig inspirierende Gesprächsebene und stellen Verbindungen her zwischen dem Projekt in der Landeshauptstadt und dem Demeter-Impuls.

Moderation: Renée Herrnkind

Podcast zum Gespräch

Das Gespräch zum Nachlesen

Idealisten werden ja gern mal abgetan als Träumer oder abwertend als Gutmenschen. Braucht es heute überhaupt noch Ideale?

Matthias Schenk: Keine Frage, die Ideale sind ja immer schon da. Wenn ich keine Ideale hätte, wäre ich hier gar nicht angetreten. Natürlich werde auch ich immer wieder von meinen Idealen abgelenkt. Dann ist es gut, sich daran zu erinnern, damit es in die richtige Richtung weitergehen kann.

Alexander Gerber: Mir ist beim Nachdenken über die evolutive Aufgabe der Landwirtschaft der Satz zugefallen: Auf die Weisheit der Natur lauschen! Das ist für mich ein Beispiel dafür, dass das Ideal schon da ist.

Kollidieren Wirtschaftlichkeit und Ideal?

Alexander Gerber: Früher haben Landwirte Getreide angebaut, die Ernte zur Mühle gefahren, ins Silo geschüttet, Geld dafür bekommen, und dieser Preis war in Ordnung. Die Vermarktung hat die Bauern nicht gekümmert. Sie konnten sich auf Feld und Stall konzentrieren. So ist das nicht mehr. Landwirte sind zu Unternehmern geworden, die wirtschaftlich denken und vor allem auch vermarkten müssen. Das ist eine Herausforderung, denn in erster Linie sollen Bauern Boden-, Pflanzen- und Tierpfleger sein. Das Ideal einer ökologischen, gar biodynamischen Landwirtschaft aufrecht zu erhalten und den Betrieb wirtschaftlich zu führen, ist eine große Herausforderung. Denn Landwirtschaft als Urproduktion aus dem Lebendigen heraus kann eigentlich nicht wie ein Unternehmen wie jedes andere geführt werden.

Matthias Schenk: Exakt das ist der Punkt. Im Feld der Landwirtschaft hat die Wirtschaftlichkeit nichts zu suchen. „Was bringt es?“ – Das darf hier nicht die Frage sein. Landwirtschaft ist kein Profitcenter. Es geht darum, dass Land fruchtbarer zu machen. Wenn man anfängt, das alles effektiver zu machen, läuft es in die falsche Richtung. Wir sehen ja, wohin das führt – jedenfalls nicht zur Qualität. Bauernhöfe müssen ein Ort sein, zu dem Menschen sagen: Toll, dass ihr das so macht. Und dann fragen: Wie können wir das unterstützen, damit ihr das weiter machen könnt? Wir müssen komplett dieses Spielfeld Wirtschaft verlassen, wenn es um Landwirtschaft, Heilwesen, Kunst, Pädagogik geht. Da hat Ökonomie nichts zu suchen.

Alexander Gerber: Und eine Volkswirtschaft muss diese Arbeit ermöglichen.

Zukunft braucht Freiraum

Matthias Schenk: Genau. Zukunft und Entwicklung entstehen gerade dort, wo man geistiger kultureller Arbeit Freiraum ermöglicht. Wir müssen Freiheit schaffen für die Urproduktion, weil da die Grundlagen für alles gelegt werden.

Wie gelingt es?

Matthias Schenk: Das ist doch genau die Fangfrage. Wir dürfen nicht auf diese Macherebene gehen. Die Antwort darauf, die Lösung des Dilemmas, das ist doch eine Qualität, die in der Zukunft schläft. Nur aus dem Nichts kann was Neues entstehen. Wir gehen meist zu schnell auf die vermeintlichen Lösungen – Masterplan, Projektskizze und solche Dinge. Wir müssen es aushalten, in diese Leere zu schauen und das Neue entstehen zu lassen.

Alexander Gerber: Aber was heißt das? Einen Strich ziehen, nichts mehr tun, Leere entstehen lassen und dann kommt der große Wurf? Das ist mir ein bisschen zu einfach. Es ist richtig: Die Antworten kommen aus der Zukunft, Ideen sind ihre Boten und diese entstehen in Momenten der Leere. Aber eben nicht auf einmal, sondern an vielen verschiedenen Stellen. Hier entsteht die solidarische Landwirtschaft, dort bilden sich Initiativen, die Landeigentum zu einem Kulturgut machen. Oder in der Züchtung wird Entwicklung vorangetrieben durch die Züchter biodynamischer Sorten für Gemüse und Getreide oder durch an Ökolandbau besser angepasste Tierrassen: Wir brauchen Denkfreiräume, aber in Vielfalt und an verschiedenen Stellen.

Matthias Schenk: Vielleicht habe ich das mit dem leeren Blatt zu streng gesagt. Ich meine es eher so: Ich übe jeden Morgen, wenn ich neben meiner Frau aufwache, sie zu sehen wie beim ersten Mal, ihre Hand zu halten, als hätte ich es noch nie getan. Nicht mit der Haltung: Das hab‘ ich doch schon tausend Mal gemacht. Also nicht: Ich nähere mich einer bekannten Situation und verbinde alles Wissen, das ich habe, alle Vorurteile, alle Theorien. Sondern ich gehe nur auf die Begegnung und schöpfe aus diesem Nichts, Noch-nie-dagewesenem das Neue. Das müssen wir richtig üben, eine ganze Zeitlang verfolgen, dafür ein Organ ausbilden. Es geht darum, mich vertraut zu machen mit nicht mehr Kalkulierbarem, Unsicherem. Dann kann ich darauf schauen, wie kann Landwirtschaft gestaltet sein, wenn ich die Wirtschaftlichkeit außen vor lasse und die Ideale ins Zentrum stelle?

Hast du für einen solchen Weg bei Demeter-Akteuren schon mal Beispiele erlebt?

Matthias Schenk: Tatsächlich. Ich war eingeladen zur Calendula-Ernte. Und ich bin da aufs Feld marschiert, als würde ich einen Zebrastreifen überqueren. Wo sind die Körbe, wieviel sollen wir ernten, wann müssen wir fertig sein? Der Bauer hat dann einfach mal gesagt: Stopp, Matthias, so kannst du doch nicht ernten gehen. Es war wirklich erschütternd. Ich schule Menschen für die Entfaltung der Sinne, führe sie zur Achtsamkeit und renne dann einfach auf dieses Calendula-Feld. Das war ein großes Erlebnis. Und hier im Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne und des Denkens hat mich unser Demeter-Imker Robert Friedrich gelehrt: Die Bienen sind ein Kosmos. Das ist nicht dieses Kreuzworträtsel-Wissen über Bienen, das ist die Frage, wie nähere ich mich den Bienen, wie lerne ich sie zu begreifen. Jetzt ist es im Schloss zum Beispiel so: Wenn Besucher Bienen kennen lernen wollen, bitten wir sie, sich auf den Boden zu legen und das Summen in sich aufzunehmen. Das macht was ganz anderes mit den Menschen als wenn ich ihnen erzähle, dass da 30 000 Bienen in diesem Kasten sind, die sammeln und brüten und füttern …

Kann man so arbeiten – mit dieser Haltung auf seine Arbeit zugehen?

Alexander Gerber: Ich glaube, es ist sogar unverzichtbar, so auf das eigene Tun zuzugehen. Das Beispiel mit dem Aufwachen hat mir gut gefallen. Es weist darauf hin, dass wir alle gefangen sind, Dinge oder Menschen, die uns begegnen, nach dem uns Bekannten zu bewerten, zu beurteilen. Ich frage mich, wie kommen wir dahin, wieder wie neu, also ganz unbefangen und befreit von unserem eigenen Beurteilungskorsett, auf Dinge zuzugehen?

Alexander GerberDemeter-Vorstandssprecher Alexander Gerber

Immer wieder drei Minuten innehalten

Was tun Demeter-Akteure dafür?

Alexander Gerber: Na, auf der individuellen Ebene sind wir bei Demeter da so vielfältig wie die Welt. Es gibt bei uns Menschen, die meditieren, um da hin zu kommen, und es gibt Genies, die der Blitz der Inspiration trifft, und solche, die von einem zum nächsten arbeiten und vielleicht daraus was entwickeln.

Matthias Schenk: Mein Vorschlag dazu: Wenn du Demeter-zertifiziert sein willst, musst du eine Glocke auf deinem Hof, in deinem Betrieb installieren und alle Stunde muss einer läuten und der Betrieb hält für drei Minuten an. Alle stellen sich der Frage, der Übung: Was mache ich mit drei Minuten Stillstand? Ich wette, wer das ein halbes Jahr macht, erzielt unglaubliche Ergebnisse. Aus solchen Provokationen, weg vom Belehren, also durch das Erfinden von solchen leeren Stellen, die mit der Zeit das Bedrohliche verlieren, daraus entsteht was Neues.

Alexander Gerber: Wir haben ja durchaus so ein Element in der biodynamischen Arbeit: das Präparate rühren. Eine Stunde lang den Kopf frei kriegen und mich auf ganz andere Weise verbinden mit dem Hof, den Tieren, den Pflanzen, den Menschen, dem Kosmos … Die Glocke ist eine weitere gute Anregung. Wir arbeiten gerade an der Frage, wie wir wegkommen von immer mehr zu kontrollierenden Vorgaben und hinkommen zur Stärkung unserer Entwicklungsgemeinschaft, in der die Initiative, die Verantwortung des Einzelnen, gestärkt werden. Dafür entwickeln wir auch einen Kriterienkatalog mit durchaus  spezifischen Aspekten bis hin zur spirituellen Arbeit. Aber Widerspruch entsteht bei mir, weil ich es nicht vorschreiben lassen möchte, dass nun alle Demeter-Betriebe die Glocke läuten. Ich möchte, dass jeder Hof genau das entwickelt, was für ihn passt und diesen Leerraum ermöglicht.

Matthias Schenk: Einverstanden. Es geht darum, wach zu machen. Die Übung soll ermöglichen, unsere Haltung zu ändern.

Landwirtschaft: Mensch gestaltet Evolution

Mit welcher Haltung schauen Demeter-Bäuerinnen und -Bauern auf ihre Arbeit?

Alexander Gerber: Die alles leitende Frage ist: Wofür machen wir Landwirtschaft überhaupt? Da haben wir sozusagen zwei Fraktionen: Die einen sagen, wir machen Landwirtschaft, um die Erde zu heilen, und gute Lebensmittel fallen dabei als Nebenprodukt an. Die anderen sagen, unsere Aufgabe ist es, Lebensmittel für die Entwicklung des Menschen zu erzeugen. Wenn wir das richtig machen, dann heilen wir auch die Erde. Für mich ist das wie die Diskussion über Henne und Ei. Es sind einfach die zwei Seiten einer Medaille. Es ist offensichtlich: Wenn wir Landwirtschaft betreiben, gestaltet der Mensch Evolution wesentlich mit. 90 Prozent der Tiere auf der Erde sind Nutztiere, nur wenige Plätze auf der Erde sind nicht vom Menschen bebaut – im doppelten Sinne. Wenn wir den Urwald nicht abholzen, ist das eine Entscheidung des Menschen. Nicht zuletzt beeinflussen wir selbst das Klima. Also steht im Mittelpunkt die Frage: Wofür, wohin? Welche Aufgabe hat der Mensch auf Erden? Und welche Landwirtschaft braucht er dafür als Grundlage? Das ist dann auch die Frage nach dem Ideal. Zu unserem Ideal gehört ja zum Beispiel gerade auch die Tierhaltung. Wenn wir also gute Gründe dafür aufzählen, weshalb der landwirtschaftliche Betrieb die Kuh braucht, und die Gegenargumente mit der geringen Wirtschaftlichkeit und der hohen Arbeitsbelastung hören, reicht es eben nicht, die Abschaffung der Tierhaltung zu diskutieren. Vielmehr müssen wir überlegen, wie wir die Tierhaltung ermöglichen können. Wir müssen Ideal und Praxis verbinden. Und zwar tagtäglich. Dafür braucht es neue Ideen.

Matthias Schenk: Junge Leute heute sagen: „Meinst du, ich will mal so enden wie das alte Bauernehepaar, völlig abgearbeitet? Hab‘ nie gesehen, dass die sich mal geküsst haben oder in Urlaub gefahren sind. – Nein, danke.“ Da ist eigentlich noch eine Schulung der Alten nötig. Wie gelingt es, dass Lebensreife so leuchtet, dass alle sagen: Was muss ich machen, damit ich auch so werde, wenn ich 60 bin? Das ist eine Demeter-Frage – Wie könnte das gelingen? Ein Stichwort dafür ist sicherlich Kooperation. Zu schauen: Wo konkurriere ich und wo ist kooperieren hilfreich?

Alexander Gerber: Ich zeige das mal auf einer ganz anderen Ebene auf: In der Zusammenarbeit zwischen den ökologischen Verbänden setzen wir genau diese Balance um. Und es gelingt in Ansätzen sehr gut. Wir haben die gemeinsame Tierwohlinitiative und jetzt sogar die gemeinsame gemeinnützige Ökologische Tierzucht GmbH. Die klare Marschrichtung heißt: Als gesellschaftliche Bewegung bündeln wir die Kräfte, aber am Markt sind wir Wettbewerber. Und auch demeter-intern erleben wir natürlich die Herausforderung für eine Wertegemeinschaft, deren Mitglieder am Markt auch Wettbewerber sind. Auch hier brauchen wir neue Impulse.

Wie können wir diese Entwicklungen voranbringen? Liegt ein Schlüssel für solche Entwicklungen vielleicht genau auf der Ebene der Sinne, die hier im Schloß Freudenberg ja so im Mittelpunkt stehen?

Matthias Schenk: Die Komplikation dabei ist, dass wir sagen: „Ach ja, die Sinne braucht es ja auch noch.“ Jetzt ist es aber so, dass von der Befruchtung der Eizelle bis zum letzten Schnauf 100 Prozent alles sinnlich durchtränkt ist. Es gibt keinen sinnenfreien Raum und dann einfach mal schnell das Unterrichtsfach „Sinne“. Sinne sind alles.

Und wie bekomme ich die Sinne in das Bewusstsein hinein?

Matthias Schenk: Da beginnt dann eine härtere Arbeit. Der erste Schritt ist für mich die Verlangsamung.

Alexander Gerber: Und eine Störung der üblichen Abläufe, um die Aufmerksamkeit auf eine andere Ebene zu heben. Also das Ausbrechen aus vorgespurten Gleisen. Wir sind ja durchaus sehr sinnesfixiert – hören, sehen, riechen, schmecken … Aber wir könnten unsere Sinne noch viel umfassender einsetzen. Wenn wir die Sinneswirkungen auf uns selbst stärker beobachten, können wir zu ganz neuen Erkenntnissen oder einer anderen Qualität unserer Bewertungen kommen. Wir sollten uns als Sinneswesen ernster nehmen und entdecken, was wir mit unseren Sinnen sonst noch alles so machen können.

Matthias Schenk: Ja: Staunen und schauen, was neu ist. Das ist ja eure Demeter-Qualität, dass ihr sagt: Wir sind die Gestalter. Und das Demeter-Projekt ist dann gelungen, wenn alle Menschen – wirklich alle Menschen – auf diesem Planeten sagen: Hier bin ich Mensch, hier kann ich´s sein.

Alexander Gerber überreicht Matthias Schenk ein KuhhornEin Kuhhorn samt Zapfen hat Alexander Gerber seinem Gesprächspartner mitgebracht. Matthias Schenk entdeckt es getreu seiner eigenen Maxime wie ein kleines Wunder der Natur und wird dabei ganz ehrfürchtig.

www.schlossfreudenberg.de, www.matthiaschenk.de

Beim Experimentieren verwandeln

Matthias Schenk sprüht nur so vor Ideen. Viele kann er im „Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne und des Denkens“ im Wiesbadener Schloss Freudenberg verwirklichen. 1993 übernahm die Gesellschaft Natur & Kunst gemeinnütziger e.V. –die Initiatoren Beatrice Dastis Schenk und Matthias Schenk sowie eine Gruppe von Künstlern, Handwerkern und Pädagogen – das verfallene Schloss und den verwunschenen Park hoch über der hessischen Landeshauptstadt. Ihr Leitmotiv wurde Sanierung = Heilung durch Kunst. Es zeigt sich noch heute bei den bewusst kontinuierlich parallel zur Nutzung laufenden Sanierungsmaßnahmen: ein sich ständig änderndes Erfahrungsfeld „DenkMal“ welches jeweils neue Möglichkeiten der Wahrnehmung eröffnet.

Längst ist Freudenberg europa- und weltweit Impulsgeber für weitere Erfahrungsfelder geworden. Mit seiner Frau Beatrice und den 70 Mitarbeitern fragt sich Matthias Schenk immer wieder, wie die Besucherinnen und Besucher von Schloß Freudenberg ins Staunen gebracht werden können.

Das Schloß ist Bühne für vielfältige Kunst- und Kulturveranstaltungen, Tagungen und Seminare. Im Park und in den Schlossräumen sind über 150 von Goethe, Rudolf Steiner, Hugo Kükelhaus und Joseph Beuys inspirierte Erfahrungsfeldstationen inszeniert. Das Erfahrungsfeld versteht sich als eine Art „FoschungsLabor“, in dem jeder eingeladen ist zu experimentieren. Wer sich auf diese Entdeckungsreise der eigenen Wahrnehmungsfähigkeiten einlässt, bekommt unmittelbaren Zugang zu seinen Sinnen und verlässt den Ort verwandelt, um immer wieder zurückzukehren – um neue Fragen zu Entdeckungen.

Matthias Schenk

Matthias Schenk leitet mit seiner Frau Beatrice Dastis Schenk das von ihnen gegründete Schloss Freudenberg, Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne und des Denkens.

Neben Götz W. Werner, dm-drogerie markt, und Ranga Yogeshwar, Wissenschaftsjournalist, zählen die beiden zu den Preisträgern des Club 55 Award 2015. Sie erhielten den „2015 Special Award“ für ihren „Pioniergeist“ und ihre „innovative Kraft“.

Das Gespräch ist im Demeter Journal auf Seite 24 veröffentlicht.

Die Sinne ins Bewusstsein holen
Im Gespräch: Matthias Schenk von Schloss Freudenberg und Alexander Gerber

Die vielen Besucher des Tages sind gegangen, der Park kommt zur Ruhe, im Foyer von Schloss Freudenberg in Wiesbaden knistert das Kaminfeuer. Matthias Schenk, Initiator, Motor und Leiter des Erfahrungsfeldes zur Entfaltung der Sinne und des Denkens, inszeniert den Rahmen für das Gespräch mit Demeter-Vorstand Alexander Gerber. Schnell finden die beiden eine sich gegenseitig inspirierende Gesprächsebene und stellen Verbindungen her zwischen dem Projekt in der Landeshauptstadt und dem Demeter-Impuls.

Moderation: Renée Herrnkind

Podcast zum Gespräch

Das Gespräch zum Nachlesen

Idealisten werden ja gern mal abgetan als Träumer oder abwertend als Gutmenschen. Braucht es heute überhaupt noch Ideale?

Matthias Schenk: Keine Frage, die Ideale sind ja immer schon da. Wenn ich keine Ideale hätte, wäre ich hier gar nicht angetreten. Natürlich werde auch ich immer wieder von meinen Idealen abgelenkt. Dann ist es gut, sich daran zu erinnern, damit es in die richtige Richtung weitergehen kann.

Alexander Gerber: Mir ist beim Nachdenken über die evolutive Aufgabe der Landwirtschaft der Satz zugefallen: Auf die Weisheit der Natur lauschen! Das ist für mich ein Beispiel dafür, dass das Ideal schon da ist.

Kollidieren Wirtschaftlichkeit und Ideal?

Alexander Gerber: Früher haben Landwirte Getreide angebaut, die Ernte zur Mühle gefahren, ins Silo geschüttet, Geld dafür bekommen, und dieser Preis war in Ordnung. Die Vermarktung hat die Bauern nicht gekümmert. Sie konnten sich auf Feld und Stall konzentrieren. So ist das nicht mehr. Landwirte sind zu Unternehmern geworden, die wirtschaftlich denken und vor allem auch vermarkten müssen. Das ist eine Herausforderung, denn in erster Linie sollen Bauern Boden-, Pflanzen- und Tierpfleger sein. Das Ideal einer ökologischen, gar biodynamischen Landwirtschaft aufrecht zu erhalten und den Betrieb wirtschaftlich zu führen, ist eine große Herausforderung. Denn Landwirtschaft als Urproduktion aus dem Lebendigen heraus kann eigentlich nicht wie ein Unternehmen wie jedes andere geführt werden.

Matthias Schenk: Exakt das ist der Punkt. Im Feld der Landwirtschaft hat die Wirtschaftlichkeit nichts zu suchen. „Was bringt es?“ – Das darf hier nicht die Frage sein. Landwirtschaft ist kein Profitcenter. Es geht darum, dass Land fruchtbarer zu machen. Wenn man anfängt, das alles effektiver zu machen, läuft es in die falsche Richtung. Wir sehen ja, wohin das führt – jedenfalls nicht zur Qualität. Bauernhöfe müssen ein Ort sein, zu dem Menschen sagen: Toll, dass ihr das so macht. Und dann fragen: Wie können wir das unterstützen, damit ihr das weiter machen könnt? Wir müssen komplett dieses Spielfeld Wirtschaft verlassen, wenn es um Landwirtschaft, Heilwesen, Kunst, Pädagogik geht. Da hat Ökonomie nichts zu suchen.

Alexander Gerber: Und eine Volkswirtschaft muss diese Arbeit ermöglichen.

Zukunft braucht Freiraum

Matthias Schenk: Genau. Zukunft und Entwicklung entstehen gerade dort, wo man geistiger kultureller Arbeit Freiraum ermöglicht. Wir müssen Freiheit schaffen für die Urproduktion, weil da die Grundlagen für alles gelegt werden.

Wie gelingt es?

Matthias Schenk: Das ist doch genau die Fangfrage. Wir dürfen nicht auf diese Macherebene gehen. Die Antwort darauf, die Lösung des Dilemmas, das ist doch eine Qualität, die in der Zukunft schläft. Nur aus dem Nichts kann was Neues entstehen. Wir gehen meist zu schnell auf die vermeintlichen Lösungen – Masterplan, Projektskizze und solche Dinge. Wir müssen es aushalten, in diese Leere zu schauen und das Neue entstehen zu lassen.

Alexander Gerber: Aber was heißt das? Einen Strich ziehen, nichts mehr tun, Leere entstehen lassen und dann kommt der große Wurf? Das ist mir ein bisschen zu einfach. Es ist richtig: Die Antworten kommen aus der Zukunft, Ideen sind ihre Boten und diese entstehen in Momenten der Leere. Aber eben nicht auf einmal, sondern an vielen verschiedenen Stellen. Hier entsteht die solidarische Landwirtschaft, dort bilden sich Initiativen, die Landeigentum zu einem Kulturgut machen. Oder in der Züchtung wird Entwicklung vorangetrieben durch die Züchter biodynamischer Sorten für Gemüse und Getreide oder durch an Ökolandbau besser angepasste Tierrassen: Wir brauchen Denkfreiräume, aber in Vielfalt und an verschiedenen Stellen.

Matthias Schenk: Vielleicht habe ich das mit dem leeren Blatt zu streng gesagt. Ich meine es eher so: Ich übe jeden Morgen, wenn ich neben meiner Frau aufwache, sie zu sehen wie beim ersten Mal, ihre Hand zu halten, als hätte ich es noch nie getan. Nicht mit der Haltung: Das hab‘ ich doch schon tausend Mal gemacht. Also nicht: Ich nähere mich einer bekannten Situation und verbinde alles Wissen, das ich habe, alle Vorurteile, alle Theorien. Sondern ich gehe nur auf die Begegnung und schöpfe aus diesem Nichts, Noch-nie-dagewesenem das Neue. Das müssen wir richtig üben, eine ganze Zeitlang verfolgen, dafür ein Organ ausbilden. Es geht darum, mich vertraut zu machen mit nicht mehr Kalkulierbarem, Unsicherem. Dann kann ich darauf schauen, wie kann Landwirtschaft gestaltet sein, wenn ich die Wirtschaftlichkeit außen vor lasse und die Ideale ins Zentrum stelle?

Hast du für einen solchen Weg bei Demeter-Akteuren schon mal Beispiele erlebt?

Matthias Schenk: Tatsächlich. Ich war eingeladen zur Calendula-Ernte. Und ich bin da aufs Feld marschiert, als würde ich einen Zebrastreifen überqueren. Wo sind die Körbe, wieviel sollen wir ernten, wann müssen wir fertig sein? Der Bauer hat dann einfach mal gesagt: Stopp, Matthias, so kannst du doch nicht ernten gehen. Es war wirklich erschütternd. Ich schule Menschen für die Entfaltung der Sinne, führe sie zur Achtsamkeit und renne dann einfach auf dieses Calendula-Feld. Das war ein großes Erlebnis. Und hier im Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne und des Denkens hat mich unser Demeter-Imker Robert Friedrich gelehrt: Die Bienen sind ein Kosmos. Das ist nicht dieses Kreuzworträtsel-Wissen über Bienen, das ist die Frage, wie nähere ich mich den Bienen, wie lerne ich sie zu begreifen. Jetzt ist es im Schloss zum Beispiel so: Wenn Besucher Bienen kennen lernen wollen, bitten wir sie, sich auf den Boden zu legen und das Summen in sich aufzunehmen. Das macht was ganz anderes mit den Menschen als wenn ich ihnen erzähle, dass da 30 000 Bienen in diesem Kasten sind, die sammeln und brüten und füttern …

Kann man so arbeiten – mit dieser Haltung auf seine Arbeit zugehen?

Alexander Gerber: Ich glaube, es ist sogar unverzichtbar, so auf das eigene Tun zuzugehen. Das Beispiel mit dem Aufwachen hat mir gut gefallen. Es weist darauf hin, dass wir alle gefangen sind, Dinge oder Menschen, die uns begegnen, nach dem uns Bekannten zu bewerten, zu beurteilen. Ich frage mich, wie kommen wir dahin, wieder wie neu, also ganz unbefangen und befreit von unserem eigenen Beurteilungskorsett, auf Dinge zuzugehen?

Alexander GerberDemeter-Vorstandssprecher Alexander Gerber

Immer wieder drei Minuten innehalten

Was tun Demeter-Akteure dafür?

Alexander Gerber: Na, auf der individuellen Ebene sind wir bei Demeter da so vielfältig wie die Welt. Es gibt bei uns Menschen, die meditieren, um da hin zu kommen, und es gibt Genies, die der Blitz der Inspiration trifft, und solche, die von einem zum nächsten arbeiten und vielleicht daraus was entwickeln.

Matthias Schenk: Mein Vorschlag dazu: Wenn du Demeter-zertifiziert sein willst, musst du eine Glocke auf deinem Hof, in deinem Betrieb installieren und alle Stunde muss einer läuten und der Betrieb hält für drei Minuten an. Alle stellen sich der Frage, der Übung: Was mache ich mit drei Minuten Stillstand? Ich wette, wer das ein halbes Jahr macht, erzielt unglaubliche Ergebnisse. Aus solchen Provokationen, weg vom Belehren, also durch das Erfinden von solchen leeren Stellen, die mit der Zeit das Bedrohliche verlieren, daraus entsteht was Neues.

Alexander Gerber: Wir haben ja durchaus so ein Element in der biodynamischen Arbeit: das Präparate rühren. Eine Stunde lang den Kopf frei kriegen und mich auf ganz andere Weise verbinden mit dem Hof, den Tieren, den Pflanzen, den Menschen, dem Kosmos … Die Glocke ist eine weitere gute Anregung. Wir arbeiten gerade an der Frage, wie wir wegkommen von immer mehr zu kontrollierenden Vorgaben und hinkommen zur Stärkung unserer Entwicklungsgemeinschaft, in der die Initiative, die Verantwortung des Einzelnen, gestärkt werden. Dafür entwickeln wir auch einen Kriterienkatalog mit durchaus  spezifischen Aspekten bis hin zur spirituellen Arbeit. Aber Widerspruch entsteht bei mir, weil ich es nicht vorschreiben lassen möchte, dass nun alle Demeter-Betriebe die Glocke läuten. Ich möchte, dass jeder Hof genau das entwickelt, was für ihn passt und diesen Leerraum ermöglicht.

Matthias Schenk: Einverstanden. Es geht darum, wach zu machen. Die Übung soll ermöglichen, unsere Haltung zu ändern.

Landwirtschaft: Mensch gestaltet Evolution

Mit welcher Haltung schauen Demeter-Bäuerinnen und -Bauern auf ihre Arbeit?

Alexander Gerber: Die alles leitende Frage ist: Wofür machen wir Landwirtschaft überhaupt? Da haben wir sozusagen zwei Fraktionen: Die einen sagen, wir machen Landwirtschaft, um die Erde zu heilen, und gute Lebensmittel fallen dabei als Nebenprodukt an. Die anderen sagen, unsere Aufgabe ist es, Lebensmittel für die Entwicklung des Menschen zu erzeugen. Wenn wir das richtig machen, dann heilen wir auch die Erde. Für mich ist das wie die Diskussion über Henne und Ei. Es sind einfach die zwei Seiten einer Medaille. Es ist offensichtlich: Wenn wir Landwirtschaft betreiben, gestaltet der Mensch Evolution wesentlich mit. 90 Prozent der Tiere auf der Erde sind Nutztiere, nur wenige Plätze auf der Erde sind nicht vom Menschen bebaut – im doppelten Sinne. Wenn wir den Urwald nicht abholzen, ist das eine Entscheidung des Menschen. Nicht zuletzt beeinflussen wir selbst das Klima. Also steht im Mittelpunkt die Frage: Wofür, wohin? Welche Aufgabe hat der Mensch auf Erden? Und welche Landwirtschaft braucht er dafür als Grundlage? Das ist dann auch die Frage nach dem Ideal. Zu unserem Ideal gehört ja zum Beispiel gerade auch die Tierhaltung. Wenn wir also gute Gründe dafür aufzählen, weshalb der landwirtschaftliche Betrieb die Kuh braucht, und die Gegenargumente mit der geringen Wirtschaftlichkeit und der hohen Arbeitsbelastung hören, reicht es eben nicht, die Abschaffung der Tierhaltung zu diskutieren. Vielmehr müssen wir überlegen, wie wir die Tierhaltung ermöglichen können. Wir müssen Ideal und Praxis verbinden. Und zwar tagtäglich. Dafür braucht es neue Ideen.

Matthias Schenk: Junge Leute heute sagen: „Meinst du, ich will mal so enden wie das alte Bauernehepaar, völlig abgearbeitet? Hab‘ nie gesehen, dass die sich mal geküsst haben oder in Urlaub gefahren sind. – Nein, danke.“ Da ist eigentlich noch eine Schulung der Alten nötig. Wie gelingt es, dass Lebensreife so leuchtet, dass alle sagen: Was muss ich machen, damit ich auch so werde, wenn ich 60 bin? Das ist eine Demeter-Frage – Wie könnte das gelingen? Ein Stichwort dafür ist sicherlich Kooperation. Zu schauen: Wo konkurriere ich und wo ist kooperieren hilfreich?

Alexander Gerber: Ich zeige das mal auf einer ganz anderen Ebene auf: In der Zusammenarbeit zwischen den ökologischen Verbänden setzen wir genau diese Balance um. Und es gelingt in Ansätzen sehr gut. Wir haben die gemeinsame Tierwohlinitiative und jetzt sogar die gemeinsame gemeinnützige Ökologische Tierzucht GmbH. Die klare Marschrichtung heißt: Als gesellschaftliche Bewegung bündeln wir die Kräfte, aber am Markt sind wir Wettbewerber. Und auch demeter-intern erleben wir natürlich die Herausforderung für eine Wertegemeinschaft, deren Mitglieder am Markt auch Wettbewerber sind. Auch hier brauchen wir neue Impulse.

Wie können wir diese Entwicklungen voranbringen? Liegt ein Schlüssel für solche Entwicklungen vielleicht genau auf der Ebene der Sinne, die hier im Schloß Freudenberg ja so im Mittelpunkt stehen?

Matthias Schenk: Die Komplikation dabei ist, dass wir sagen: „Ach ja, die Sinne braucht es ja auch noch.“ Jetzt ist es aber so, dass von der Befruchtung der Eizelle bis zum letzten Schnauf 100 Prozent alles sinnlich durchtränkt ist. Es gibt keinen sinnenfreien Raum und dann einfach mal schnell das Unterrichtsfach „Sinne“. Sinne sind alles.

Und wie bekomme ich die Sinne in das Bewusstsein hinein?

Matthias Schenk: Da beginnt dann eine härtere Arbeit. Der erste Schritt ist für mich die Verlangsamung.

Alexander Gerber: Und eine Störung der üblichen Abläufe, um die Aufmerksamkeit auf eine andere Ebene zu heben. Also das Ausbrechen aus vorgespurten Gleisen. Wir sind ja durchaus sehr sinnesfixiert – hören, sehen, riechen, schmecken … Aber wir könnten unsere Sinne noch viel umfassender einsetzen. Wenn wir die Sinneswirkungen auf uns selbst stärker beobachten, können wir zu ganz neuen Erkenntnissen oder einer anderen Qualität unserer Bewertungen kommen. Wir sollten uns als Sinneswesen ernster nehmen und entdecken, was wir mit unseren Sinnen sonst noch alles so machen können.

Matthias Schenk: Ja: Staunen und schauen, was neu ist. Das ist ja eure Demeter-Qualität, dass ihr sagt: Wir sind die Gestalter. Und das Demeter-Projekt ist dann gelungen, wenn alle Menschen – wirklich alle Menschen – auf diesem Planeten sagen: Hier bin ich Mensch, hier kann ich´s sein.

Alexander Gerber überreicht Matthias Schenk ein KuhhornEin Kuhhorn samt Zapfen hat Alexander Gerber seinem Gesprächspartner mitgebracht. Matthias Schenk entdeckt es getreu seiner eigenen Maxime wie ein kleines Wunder der Natur und wird dabei ganz ehrfürchtig.

www.schlossfreudenberg.de, www.matthiaschenk.de

Beim Experimentieren verwandeln

Matthias Schenk sprüht nur so vor Ideen. Viele kann er im „Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne und des Denkens“ im Wiesbadener Schloss Freudenberg verwirklichen. 1993 übernahm die Gesellschaft Natur & Kunst gemeinnütziger e.V. –die Initiatoren Beatrice Dastis Schenk und Matthias Schenk sowie eine Gruppe von Künstlern, Handwerkern und Pädagogen – das verfallene Schloss und den verwunschenen Park hoch über der hessischen Landeshauptstadt. Ihr Leitmotiv wurde Sanierung = Heilung durch Kunst. Es zeigt sich noch heute bei den bewusst kontinuierlich parallel zur Nutzung laufenden Sanierungsmaßnahmen: ein sich ständig änderndes Erfahrungsfeld „DenkMal“ welches jeweils neue Möglichkeiten der Wahrnehmung eröffnet.

Längst ist Freudenberg europa- und weltweit Impulsgeber für weitere Erfahrungsfelder geworden. Mit seiner Frau Beatrice und den 70 Mitarbeitern fragt sich Matthias Schenk immer wieder, wie die Besucherinnen und Besucher von Schloß Freudenberg ins Staunen gebracht werden können.

Das Schloß ist Bühne für vielfältige Kunst- und Kulturveranstaltungen, Tagungen und Seminare. Im Park und in den Schlossräumen sind über 150 von Goethe, Rudolf Steiner, Hugo Kükelhaus und Joseph Beuys inspirierte Erfahrungsfeldstationen inszeniert. Das Erfahrungsfeld versteht sich als eine Art „FoschungsLabor“, in dem jeder eingeladen ist zu experimentieren. Wer sich auf diese Entdeckungsreise der eigenen Wahrnehmungsfähigkeiten einlässt, bekommt unmittelbaren Zugang zu seinen Sinnen und verlässt den Ort verwandelt, um immer wieder zurückzukehren – um neue Fragen zu Entdeckungen.

Matthias Schenk

Matthias Schenk leitet mit seiner Frau Beatrice Dastis Schenk das von ihnen gegründete Schloss Freudenberg, Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne und des Denkens.

Neben Götz W. Werner, dm-drogerie markt, und Ranga Yogeshwar, Wissenschaftsjournalist, zählen die beiden zu den Preisträgern des Club 55 Award 2015. Sie erhielten den „2015 Special Award“ für ihren „Pioniergeist“ und ihre „innovative Kraft“.

Das Gespräch ist im Demeter Journal auf Seite 24 veröffentlicht.