Im Bürgersinn für mehr Öko auf dem Acker stimmen

BÖLW Pressemitteilung

Im Bürgersinn für mehr Öko auf dem Acker stimmen

12.03.2013
Vostandsvorsitzendeer Felix Prinz zu Löwenstein engagiert bei der Demo "Wir haben es satt" in Berlin 2013
Der BÖLW Vorsitzende in engagierter Rede auf der Demo gegen Agrarfabriken in Berlin 2013

„Wenn die Mitglieder des EU-Parlaments am Mittwoch über die EU-Agrarreform abstimmen, stehen sie in der Verantwortung für eine ökologischere Landwirtschaft auf Europas Äckern zu votieren“, mahnt der Vorstandsvorsitzende des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Felix Prinz zu Löwenstein, und fordert: „Die Steuermilliarden für die Landwirtschaft müssen künftig an Leistungen gebunden sein, die die Landwirte für die Gesellschaft erbringen wie eine höhere Artenvielfalt, die Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit, den Schutz des Trinkwassers und eine tiergerechte Nutztierhaltung.“

Erstmals in Geschichte Europas entscheidet das EU-Parlament über die Ausgestaltung des Agrarhaushaltes mit. Es geht dabei um Mittel in Höhe von 373 Mrd. Euro für die Jahre 2014 bis 2020. „Das Europäische Parlament muss die Beschlüsse des EU-Rates vom Februar stützen, nach denen die Mitgliedsstaaten 15 % der Mittel aus der 1. Säule der Direktzahlungen in die 2. Säule übertragen können sollen. Damit würde der überproportionale Einschnitt der 2. Säule kompensiert. Denn nur wenn dieser „Öko-Transfer“ gelingt, kann Deutschland die Ökologisierung der Landwirtschaft weiter vorantreiben – ganz so, wie es die Bürger mit ihrer Nachfrage nach heimischen Bio-Produkten wünschen“, betont Löwenstein. Durch den 100%igen EU-Kofinanzierungsanteil der transferierten Agrargelder entstünde für Deutschland zudem eine solide Basis für die Honorierung des Ökolandbaus durch die Bundesländer.

„Ebenso wichtig ist, dass sich die Europa-Abgeordneten aller Fraktionen und Mitgliedsstaaten für ein effektives Greening einsetzen. Eine ökologische Qualifizierung der 1. Säule muss gelingen, damit auch dieser Teil des Agrarbudgets eine Änderung in der Bewirtschaftung von Europas Äckern bewirkt und damit spürbare Effekte für die Artenvielfalt, die Bremsung des Klimawandels und den Gewässerschutz erzielt werden“, meint Löwenstein. „Sollten die EU-Parlamentarier glauben auf gute Begründungen für den Einsatz der europäischen Steuergelder verzichten zu können, um den einfachen Weg des „Weiter so“ zu gehen, würden sie die Bereitschaft der Bürger Europas verspielen, überhaupt noch Milliarden in die Landwirtschaft zu investieren.“

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„Wenn die Mitglieder des EU-Parlaments am Mittwoch über die EU-Agrarreform abstimmen, stehen sie in der Verantwortung für eine ökologischere Landwirtschaft auf Europas Äckern zu votieren“, mahnt der Vorstandsvorsitzende des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Felix Prinz zu Löwenstein, und fordert: „Die Steuermilliarden für die Landwirtschaft müssen künftig an Leistungen gebunden sein, die die Landwirte für die Gesellschaft erbringen wie eine höhere Artenvielfalt, die Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit, den Schutz des Trinkwassers und eine tiergerechte Nutztierhaltung.“

Erstmals in Geschichte Europas entscheidet das EU-Parlament über die Ausgestaltung des Agrarhaushaltes mit. Es geht dabei um Mittel in Höhe von 373 Mrd. Euro für die Jahre 2014 bis 2020. „Das Europäische Parlament muss die Beschlüsse des EU-Rates vom Februar stützen, nach denen die Mitgliedsstaaten 15 % der Mittel aus der 1. Säule der Direktzahlungen in die 2. Säule übertragen können sollen. Damit würde der überproportionale Einschnitt der 2. Säule kompensiert. Denn nur wenn dieser „Öko-Transfer“ gelingt, kann Deutschland die Ökologisierung der Landwirtschaft weiter vorantreiben – ganz so, wie es die Bürger mit ihrer Nachfrage nach heimischen Bio-Produkten wünschen“, betont Löwenstein. Durch den 100%igen EU-Kofinanzierungsanteil der transferierten Agrargelder entstünde für Deutschland zudem eine solide Basis für die Honorierung des Ökolandbaus durch die Bundesländer.

„Ebenso wichtig ist, dass sich die Europa-Abgeordneten aller Fraktionen und Mitgliedsstaaten für ein effektives Greening einsetzen. Eine ökologische Qualifizierung der 1. Säule muss gelingen, damit auch dieser Teil des Agrarbudgets eine Änderung in der Bewirtschaftung von Europas Äckern bewirkt und damit spürbare Effekte für die Artenvielfalt, die Bremsung des Klimawandels und den Gewässerschutz erzielt werden“, meint Löwenstein. „Sollten die EU-Parlamentarier glauben auf gute Begründungen für den Einsatz der europäischen Steuergelder verzichten zu können, um den einfachen Weg des „Weiter so“ zu gehen, würden sie die Bereitschaft der Bürger Europas verspielen, überhaupt noch Milliarden in die Landwirtschaft zu investieren.“