Aigners Ökolandbau-Politik entbehrt jeder Logik

Öko-Barometer 2013

Aigners Ökolandbau-Politik entbehrt jeder Logik

20.08.2013
Vorstandsmitglied Jan Plagge und Vorstandsvorsitzender Dr. Felix Prinz zu Löwenstein

Heute veröffentlichte das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz (BMELV) die Ergebnisse des Öko-Barometer 2013. Die Umfrageergebnisse zeigen, dass Bio-Produkte besonders bei jungen Menschen unter 30 Jahren immer beliebter werden.

Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) kritisiert die widersprüchliche Position von Agrarministerin Ilse Aigner, die in ihrer Pressemitteilung zum Öko-Barometer auf die Verdienste ihres Hauses um den Ökolandbau hinweist. Die Ministerin sagt darin, dass sie den Ländern höhere Fördersätze vorgegeben habe, damit mehr Bio-Betriebe gewonnen werden können. "Aigners Politik ist mehr als widersprüchlich. Während sie höhere Fördersätze für mehr Öko-Bauern vorschlägt, nimmt sie eine deutliche Kürzung der dafür benötigten Mittel in Kauf.“ Löwenstein verweist darauf, dass die Mittel für die Förderung des ländlichen Raumes und die Agrarumweltprogramme (Zweite Säule) in den EU-Budgetverhandlungen deutlich verringert wurden. Gleichzeitig hat die Europäische Union den Mitgliedsstaaten die Möglichkeit eröffnet, diesen Verlust durch Umschichtung von bis zu 15 % der Mittel aus der Ersten Säule (die Direktzahlungen) in die Zweite Säule auszugleichen. Nur so könnten die Länder zukünftig höhere und vor allem stabile Fördersätze realisieren, um mehr Bauern den Anreiz für einen dauerhaften Umstieg zum Ökolandbau zu geben.

„Frau Aigner sperrt sich gegen diese Umschichtung“, kritisiert Löwenstein. „Wie aber mit weniger Geld im Fördertopf mehr Geld für die Ausweitung des Ökolandbaus zur Verfügung stehen soll, bleibt ihr Geheimnis. Die Politik ihres Hauses zielt nicht auf die Stärkung des Ökolandbaus. Sie verschlechtert die Situation des Ökolandbaus" Während das Handelsvolumen mit Bio-Produkten die vergangenen vier Jahren um 21 Prozent zulegte, wuchs die Fläche der deutschen Öko-Äcker deutlich langsamer um nur 10 Prozent.

Aigners Ökolandbau-Politik entbehrt jeder Logik
Öko-Barometer 2013

Heute veröffentlichte das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz (BMELV) die Ergebnisse des Öko-Barometer 2013. Die Umfrageergebnisse zeigen, dass Bio-Produkte besonders bei jungen Menschen unter 30 Jahren immer beliebter werden.

Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) kritisiert die widersprüchliche Position von Agrarministerin Ilse Aigner, die in ihrer Pressemitteilung zum Öko-Barometer auf die Verdienste ihres Hauses um den Ökolandbau hinweist. Die Ministerin sagt darin, dass sie den Ländern höhere Fördersätze vorgegeben habe, damit mehr Bio-Betriebe gewonnen werden können. "Aigners Politik ist mehr als widersprüchlich. Während sie höhere Fördersätze für mehr Öko-Bauern vorschlägt, nimmt sie eine deutliche Kürzung der dafür benötigten Mittel in Kauf.“ Löwenstein verweist darauf, dass die Mittel für die Förderung des ländlichen Raumes und die Agrarumweltprogramme (Zweite Säule) in den EU-Budgetverhandlungen deutlich verringert wurden. Gleichzeitig hat die Europäische Union den Mitgliedsstaaten die Möglichkeit eröffnet, diesen Verlust durch Umschichtung von bis zu 15 % der Mittel aus der Ersten Säule (die Direktzahlungen) in die Zweite Säule auszugleichen. Nur so könnten die Länder zukünftig höhere und vor allem stabile Fördersätze realisieren, um mehr Bauern den Anreiz für einen dauerhaften Umstieg zum Ökolandbau zu geben.

„Frau Aigner sperrt sich gegen diese Umschichtung“, kritisiert Löwenstein. „Wie aber mit weniger Geld im Fördertopf mehr Geld für die Ausweitung des Ökolandbaus zur Verfügung stehen soll, bleibt ihr Geheimnis. Die Politik ihres Hauses zielt nicht auf die Stärkung des Ökolandbaus. Sie verschlechtert die Situation des Ökolandbaus" Während das Handelsvolumen mit Bio-Produkten die vergangenen vier Jahren um 21 Prozent zulegte, wuchs die Fläche der deutschen Öko-Äcker deutlich langsamer um nur 10 Prozent.