Biodynamische Saatgutzüchtung in der Schweiz feiert Jubiläum

30 Jahre Getreidezüchtung Peter Kunz

Biodynamische Saatgutzüchtung in der Schweiz feiert Jubiläum

26.05.2014
Züchter Peter Kunz
Peter Kunz bringt eigens gezüchtetes biodynamisches Saatgut aus

Die biodynamische Getreidezüchtung Peter Kunz (GZPK) feiert am 28. Juni ihr 30-jähriges Bestehen. Doch die Erfolgsgeschichte ist noch lange nicht zu Ende geschrieben, denn der Verein wächst und ist gerüstet für die Zukunft. Das Jubiläum wird im neu errichteten Arbeitszentrum in Feldbach am Zürichsee gefeiert und der regelmäßig stattfindende Tag der offenen Zuchtgärten wird dieses Jahr im Rahmen eines großen Fests begangen. Freunde des biodynamischen Saatguts sind herzlich eingeladen. Programm und Details finden Sie hier.

Der folgenden Text bezieht sich auf einen Artikel von Ueli Hurter aus dem Sommer Newsletter der Getreidezüchtung Peter Kunz.

Die Getreidezüchtung Peter Kunz

Peter Kunz ist Namensgeber und Gründer des Vereins für Kulturpflanzenentwicklung in der Schweiz. Die Getreidezüchtung ist sein Lebenswerk und beschäftigt sich mittlerweile neben der Züchtung von Weizen, Dinkel und Triticale auch mit Mais, Sonnenblumen und Erbsen.

Das Talent für die biodynamische Pflanzenzüchtung wurde Peter Kunz quasi in die Wiege gelegt. Schon während seiner Kindheit auf dem elterlichen Betrieb waren züchterischen Fragen und pflanzenbaulichen Herausforderungen wichtige Aspekte des Alltags. Die Erfahrung, dass sich konventionelle Sorten im Biolandbau mickrig entwickeln, führte zu der logischen Konsequenz: Der Biolandbau braucht eine eigene Züchtung. Am Goetheanum bei J. Bockenmühl und Georg Maier setzte sich Peter Kunz intensiv mit Evolution und Züchtung auseinander. Dieses Wissen, gepaart mit einem starken Willen, verhalf der Getreidezüchtung Peter Kunz zu ihrem bislang 30-jährigen Erfolg.

Herausforderungen in Zeiten von Gentechnik und Patenten auf Leben

Die Bedingungen für die Saatgutzüchtung haben sich starkgewandelt. War die Züchtung zur Gründungszeit vor 30 Jahren in der Schweiz noch Staatsaufgabe, hat sich dieser mittlerweile aus der Züchtung vieler Kulturpflanzen zurückgezogen. Während Gentechnik immer mehr Einzug in den Saatgutmarkt erhält, der mittlerweile von wenigen globalen Playern beherrscht wird, bietet die GZPK als privates Züchtungsunternehmen in gemeinnütziger Trägerschaft Alternativen. Wie die Züchtung von allen Wertschöpfungspartnern solidarisch und langfristig finanziert und das Saatgut kulturell, rechtlich und wirtschaftlich eingebunden werden kann, sind ebenso wichtige Arbeitsgebiete wie die Züchtung von neuen Sorten

Standortangepasste Sorten für eine nachhaltige Landwirtschaft

Anders als im konventionellen Anbau, wo mit Dünger und Agrochemie dauernd Doping verwendet und Make-up aufgetragen wird, ist es im biodynamischen und im biologischen Anbau essentiell, Pflanzen zu züchten, welche die jeweiligen Standortressourcen bestmöglich nutzen können. Deshalb brauchen verschiedene Standorte tendenziell auch verschiedene Sorten. Andererseits muss die Sorte in sich aber auch eine große Beweglichkeit besitzen, um sich dem Standort und den Jahresschwankungen der Witterung anpassen zu können.

Je nach Anbauregion wachsen heute in Süddeutschland und in der Schweiz 30-60% des Bioweizens aus GZPK-Sorten und deren Beliebtheit bei den Bäckern nimmt stetig zu. Schon längst wird Peter Kunz innerhalb der GZPK bei dieser wichtigen Aufgabe von einem Team unterstützt. Die einen kommen aus der Landwirtschaft und erlernen das Züchtungshandwerk, die anderen sind an der Universität ausgebildete ZüchterInnen und lernen die Anforderungen des real existierenden Biolandbaues neu kennen. Die Arbeitsspitzen sind punktuell enorm, die Teamarbeit anspruchsvoll – eine bewundernswerte Leistung, die Jahr für Jahr erfolgreich vollbracht wird.

Bei der Jubiläumsfeier am 28. Juni können sie sich selbst überzeugen, bei einer Führung durch die Zuchtgärten und der Demonstration ausgewählter Zuchtschritte und Laboruntersuchungen.

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Biodynamische Saatgutzüchtung in der Schweiz feiert Jubiläum
30 Jahre Getreidezüchtung Peter Kunz

Die biodynamische Getreidezüchtung Peter Kunz (GZPK) feiert am 28. Juni ihr 30-jähriges Bestehen. Doch die Erfolgsgeschichte ist noch lange nicht zu Ende geschrieben, denn der Verein wächst und ist gerüstet für die Zukunft. Das Jubiläum wird im neu errichteten Arbeitszentrum in Feldbach am Zürichsee gefeiert und der regelmäßig stattfindende Tag der offenen Zuchtgärten wird dieses Jahr im Rahmen eines großen Fests begangen. Freunde des biodynamischen Saatguts sind herzlich eingeladen. Programm und Details finden Sie hier.

Der folgenden Text bezieht sich auf einen Artikel von Ueli Hurter aus dem Sommer Newsletter der Getreidezüchtung Peter Kunz.

Die Getreidezüchtung Peter Kunz

Peter Kunz ist Namensgeber und Gründer des Vereins für Kulturpflanzenentwicklung in der Schweiz. Die Getreidezüchtung ist sein Lebenswerk und beschäftigt sich mittlerweile neben der Züchtung von Weizen, Dinkel und Triticale auch mit Mais, Sonnenblumen und Erbsen.

Das Talent für die biodynamische Pflanzenzüchtung wurde Peter Kunz quasi in die Wiege gelegt. Schon während seiner Kindheit auf dem elterlichen Betrieb waren züchterischen Fragen und pflanzenbaulichen Herausforderungen wichtige Aspekte des Alltags. Die Erfahrung, dass sich konventionelle Sorten im Biolandbau mickrig entwickeln, führte zu der logischen Konsequenz: Der Biolandbau braucht eine eigene Züchtung. Am Goetheanum bei J. Bockenmühl und Georg Maier setzte sich Peter Kunz intensiv mit Evolution und Züchtung auseinander. Dieses Wissen, gepaart mit einem starken Willen, verhalf der Getreidezüchtung Peter Kunz zu ihrem bislang 30-jährigen Erfolg.

Herausforderungen in Zeiten von Gentechnik und Patenten auf Leben

Die Bedingungen für die Saatgutzüchtung haben sich starkgewandelt. War die Züchtung zur Gründungszeit vor 30 Jahren in der Schweiz noch Staatsaufgabe, hat sich dieser mittlerweile aus der Züchtung vieler Kulturpflanzen zurückgezogen. Während Gentechnik immer mehr Einzug in den Saatgutmarkt erhält, der mittlerweile von wenigen globalen Playern beherrscht wird, bietet die GZPK als privates Züchtungsunternehmen in gemeinnütziger Trägerschaft Alternativen. Wie die Züchtung von allen Wertschöpfungspartnern solidarisch und langfristig finanziert und das Saatgut kulturell, rechtlich und wirtschaftlich eingebunden werden kann, sind ebenso wichtige Arbeitsgebiete wie die Züchtung von neuen Sorten

Standortangepasste Sorten für eine nachhaltige Landwirtschaft

Anders als im konventionellen Anbau, wo mit Dünger und Agrochemie dauernd Doping verwendet und Make-up aufgetragen wird, ist es im biodynamischen und im biologischen Anbau essentiell, Pflanzen zu züchten, welche die jeweiligen Standortressourcen bestmöglich nutzen können. Deshalb brauchen verschiedene Standorte tendenziell auch verschiedene Sorten. Andererseits muss die Sorte in sich aber auch eine große Beweglichkeit besitzen, um sich dem Standort und den Jahresschwankungen der Witterung anpassen zu können.

Je nach Anbauregion wachsen heute in Süddeutschland und in der Schweiz 30-60% des Bioweizens aus GZPK-Sorten und deren Beliebtheit bei den Bäckern nimmt stetig zu. Schon längst wird Peter Kunz innerhalb der GZPK bei dieser wichtigen Aufgabe von einem Team unterstützt. Die einen kommen aus der Landwirtschaft und erlernen das Züchtungshandwerk, die anderen sind an der Universität ausgebildete ZüchterInnen und lernen die Anforderungen des real existierenden Biolandbaues neu kennen. Die Arbeitsspitzen sind punktuell enorm, die Teamarbeit anspruchsvoll – eine bewundernswerte Leistung, die Jahr für Jahr erfolgreich vollbracht wird.

Bei der Jubiläumsfeier am 28. Juni können sie sich selbst überzeugen, bei einer Führung durch die Zuchtgärten und der Demonstration ausgewählter Zuchtschritte und Laboruntersuchungen.