Solidarische Landwirtschaft

Ein Konzept auch für bayerische Höfe?

Solidarische Landwirtschaft

23.02.2015
Solidarische Landwirtschaft

Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi oder auch CSA, von community-supported agriculture) ist ein Konzept für gemeinschaftlich getragene Landwirtschaft. Dabei gründen Verbraucher und Landwirte auf lokaler, persönlicher Ebene eine Partnerschaft. Die Verbraucher ermöglichen dem Landwirt oder Gärtner z.B. durch Abnahmegarantien oder zinsgünstige Darlehen eine nachhaltige, von Marktzwängen befreite Bewirtschaftung seiner Flächen, werden vom Konsumenten zum Mit-Produzenten und sichern sich damit auch langfristig hochwertige Lebensmittel.

Offensichtlich interessieren sich jetzt auch in Bayern immer mehr Menschen für dieses seit den 80ern in den USA entwickelte Konzept. Treibende Kraft sind dabei die bewussten Verbraucher, die mehr Einblick in und Einfluss auf die Erzeugung ihrer Lebensmittel haben wollen und gleichzeitig die nicht-industrielle, bio-dynamische oder zumindest ökologische Landwirtschaft vor Ort unterstützen wollen. Während die bayerischen (Familien-)Betriebe dem Konzept bis vor wenigen Jahren noch mit Zurückhaltung begegnet sind, beteiligen sich nun mehr und mehr Höfe an dieser gesellschaftlichen Entwicklung.

In Regensburg und Nürnberg hat Demeter Bayern daher bereits im vergangenen November Infoveranstaltungen mit dem SoLaWi-erfahrenen Demeter-Landwirt Klaus Strüber angeboten. Dort haben jeweils über 30 Personen intensiv daran gearbeitet, wie die Praxis aussehen könnte. In Nürnberg wurden im letzten Jahr bereits vier SoLaWi (davon ein Demeter-Betrieb) gegründet, so dass man das Treffen auch zur Vernetzung der Alternativen nutzen konnte. In Regensburg hat sich noch während der Veranstaltung ein EU-Bio-Landwirt für einen SoLaWi-Probelauf in 2015 entschieden.

Anfang März finden nun in Schwaben und im Chiemgau die nächsten Veranstaltungen unter dem Motto „Make CSA – Grundlagen für den Start einer Wirtschaftsgemeinschaft“ statt. Dort wird es zuerst einen Impulsvortrag geben, warum SoLaWi so wichtig ist und wie das Konzept in der Praxis aussehen kann. Am Nachmittag ist dann Raum für die individuellen Fragen der Teilnehmenden.

Jeweils von 9:30-16:30 Uhr sind am 06.03. in Aichach bei Augsburg und am 07.03. in Prien am Chiemsee alle Interessierten – Verbraucher, Landwirte und Gärtner herzlich eingeladen. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen erhalten Sie unter www.demeter-bayern.de oder telefonisch unter 08167/95758-0.

"Fürsorge entwickeln – Partnerschaft von Verbrauchern mit Demeter-Höfen" 

war das Thema eines Vortrags von Stephan Illi, (studierter Landwirt, freiberuflicher Unternehmensberater und bis 2013 geschäftsführender Vorstand des Demeter e. V.), am 9. März 2015 im Nürnberger Rudolf Steiner-Haus zu einigen Aspekten der solidarischen Landwirtschaft.  Anschließend stellte Uwe Neukamm seine seit Anfang des Jahres in Franken erste sehr gut laufende Kooperation mit Verbrauchern aus dem nahe gelegenen Hersbruck (Slow City) vor. 

26.April, 14:00 Uhr: Tag der offenen Tür beim Solawi-Demeterhof Krämer
Herrnberchtheim 178, 97258 Ippesheim
ca. 80km von Nünberg, Fahrt mit dem Zug bis Uffenheim; dort werden Sie abgeholt.
Kontakt: Dr. Christine Krämer, Projektbüro mareg, kraemer[ / at \ ]markt-region.de,
Tel:   09339-989893

Ergänzende Informationen finden Sie unter den folgenden Links:

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Solidarische Landwirtschaft
Ein Konzept auch für bayerische Höfe?

Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi oder auch CSA, von community-supported agriculture) ist ein Konzept für gemeinschaftlich getragene Landwirtschaft. Dabei gründen Verbraucher und Landwirte auf lokaler, persönlicher Ebene eine Partnerschaft. Die Verbraucher ermöglichen dem Landwirt oder Gärtner z.B. durch Abnahmegarantien oder zinsgünstige Darlehen eine nachhaltige, von Marktzwängen befreite Bewirtschaftung seiner Flächen, werden vom Konsumenten zum Mit-Produzenten und sichern sich damit auch langfristig hochwertige Lebensmittel.

Offensichtlich interessieren sich jetzt auch in Bayern immer mehr Menschen für dieses seit den 80ern in den USA entwickelte Konzept. Treibende Kraft sind dabei die bewussten Verbraucher, die mehr Einblick in und Einfluss auf die Erzeugung ihrer Lebensmittel haben wollen und gleichzeitig die nicht-industrielle, bio-dynamische oder zumindest ökologische Landwirtschaft vor Ort unterstützen wollen. Während die bayerischen (Familien-)Betriebe dem Konzept bis vor wenigen Jahren noch mit Zurückhaltung begegnet sind, beteiligen sich nun mehr und mehr Höfe an dieser gesellschaftlichen Entwicklung.

In Regensburg und Nürnberg hat Demeter Bayern daher bereits im vergangenen November Infoveranstaltungen mit dem SoLaWi-erfahrenen Demeter-Landwirt Klaus Strüber angeboten. Dort haben jeweils über 30 Personen intensiv daran gearbeitet, wie die Praxis aussehen könnte. In Nürnberg wurden im letzten Jahr bereits vier SoLaWi (davon ein Demeter-Betrieb) gegründet, so dass man das Treffen auch zur Vernetzung der Alternativen nutzen konnte. In Regensburg hat sich noch während der Veranstaltung ein EU-Bio-Landwirt für einen SoLaWi-Probelauf in 2015 entschieden.

Anfang März finden nun in Schwaben und im Chiemgau die nächsten Veranstaltungen unter dem Motto „Make CSA – Grundlagen für den Start einer Wirtschaftsgemeinschaft“ statt. Dort wird es zuerst einen Impulsvortrag geben, warum SoLaWi so wichtig ist und wie das Konzept in der Praxis aussehen kann. Am Nachmittag ist dann Raum für die individuellen Fragen der Teilnehmenden.

Jeweils von 9:30-16:30 Uhr sind am 06.03. in Aichach bei Augsburg und am 07.03. in Prien am Chiemsee alle Interessierten – Verbraucher, Landwirte und Gärtner herzlich eingeladen. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen erhalten Sie unter www.demeter-bayern.de oder telefonisch unter 08167/95758-0.

"Fürsorge entwickeln – Partnerschaft von Verbrauchern mit Demeter-Höfen" 

war das Thema eines Vortrags von Stephan Illi, (studierter Landwirt, freiberuflicher Unternehmensberater und bis 2013 geschäftsführender Vorstand des Demeter e. V.), am 9. März 2015 im Nürnberger Rudolf Steiner-Haus zu einigen Aspekten der solidarischen Landwirtschaft.  Anschließend stellte Uwe Neukamm seine seit Anfang des Jahres in Franken erste sehr gut laufende Kooperation mit Verbrauchern aus dem nahe gelegenen Hersbruck (Slow City) vor. 

26.April, 14:00 Uhr: Tag der offenen Tür beim Solawi-Demeterhof Krämer
Herrnberchtheim 178, 97258 Ippesheim
ca. 80km von Nünberg, Fahrt mit dem Zug bis Uffenheim; dort werden Sie abgeholt.
Kontakt: Dr. Christine Krämer, Projektbüro mareg, kraemer@markt-region.de,
Tel:   09339-989893

Ergänzende Informationen finden Sie unter den folgenden Links: