Zukunft säen – Aktionen für Landwirtschaft ohne Gentechnik auf Demeter-Höfen

Zukunft säen – Aktionen für Landwirtschaft ohne Gentechnik auf Demeter-Höfen

03.09.2010

Widerstand gegen Gentechnik in Landwirtschaft und Nahrung ist überall zu spüren. Sinnlich, kreativ und mit einer zukunftsfähigen Alternative können bewusste Konsumenten jetzt im Herbst bei den bundesweiten Aktionen „Zukunft säen“ auf Demeter-Höfen Flagge zeigen gegen die ungeliebte Agro-Gentechnik. Die Initiative „Zukunft säen!“ entstand 2006 in der Schweiz und findet mittlerweile in zehn Ländern statt. In Deutschland kooperiert sie mit dem Demeter e. V. in Darmstadt.
„Wir nehmen unsere Zukunft in die eigene Hand“, betonen die 1400 biodynamischen Landwirte in Deutschland. Sie laden engagierte Verbraucher dazu ein, biodynamisch gezüchtetes Getreide zu säen. Die Bauern bereiten ihre Äcker dafür vor, stellen das Saatgut und die leuchtend roten Kampagnen-Kappen als Saatgutbehälter. Gemeinsam ziehen die Demonstranten dann friedlich über das Feld und streuen die Körner aus, damit im nächsten Sommer gesundes Getreide geerntet werden kann. Mehr als 40 Demeter-Höfe in ganz Deutschland beteiligen sich an „Zukunft säen“. Auftaktveranstaltung ist am Sonntag, 26. September auf dem Schanzenhof in in Alpen-Veen bei Wesel. Der nordrhein-westfälische Landwirtschaftsminister Johannes Remmel hat seine Teilnahme an dieser Protestveranstaltung gegen Agro-Gentechnik bereits zugesagt. Viele Zukunft-Säen-Veranstaltungen werden vor Ort mitgetragen von Organisationen wie BUND, Greenpeace, Slow Food oder Saatgut-Initiativen oder Bürgerbewegungen für Gentechnikfreie Zonen. Sie sind meist eingebettet in ein politisches und kulturelles Rahmen programm mit Filmvorführung, Diskussionen, Infos und Hofführungen. Natürlich wird auch gefeiert und die Biodynamische Wirtschaftsweise hautnah vorgestellt. Kulinarische Genüsse ergänzen die „geistige Nahrung“.

Für die biodynamische Gemeinschaft ist klar: Landwirtschaft fängt vor der Aussaat an. Deshalb sorgt zum Beispiel die biodynamische Sortenzüchtung bei Getreide und Gemüse für Qualität von Anfang an. Bauern und Verbraucher tragen gemeinsam Verantwortung für die Zukunft ohne Gentechnik auf Feld und Teller. Die eindrucksvollen Sä-Feste unterstreichen das.

„Vermehrungsfähige Sorten und die dauerhafte Möglichkeit, gentechnikfreies Saatgut zu wählen, sind Grundlage für die Sicherung einer gesunden Ernährung“, betont Demeter-Vorstand Stephan Illi. Dafür müsse der Protest gegen Agro-Gentechnik kämpfen. Die Fachleute des Demeter-Verbandes warnen davor, das im Koalitionsvertrag fixierte unsinnige Vorhaben, jedem Bundesland eigene Sicherheitsabstände zu GVO-Äckern zu erlauben, umzusetzen. Außerdem dürfe die bestehende Haftungsregelung auf keinem Fall verwässert werden. Die vorgeschlagene Handhabung der Koexistenz sei ungeeignet, die Ausbreitung von gentechnisch veränderten Organismen einzudämmen und in sich widersprüchlich. Der biodynamische Verband, Öko-Pionier und Qualitätsführer im Bio-Bereich, fordert entschieden Nulltoleranz für GVO-Verunreinigungen, eine Umgestaltung der deutschen Agrarforschung sowie einen Aktionsplan für den Ökolandbau. Verbraucher, die das unterstützen, können bei den Zukunft-Säen-Aktionen auf Demeter-Höfen mit ihrer Unterschrift auf dem weithin sichtbaren, roten Zukunft-Säen-Banner zeigen, dass sie auf lebenswerte Alternativen setzen und grüne Gentechnik ablehnen.

Weitere Informationen
hier: oder am Info-Telefon 06155/846950.

03.09.2010
Zukunft säen – Aktionen für Landwirtschaft ohne Gentechnik auf Demeter-Höfen

Widerstand gegen Gentechnik in Landwirtschaft und Nahrung ist überall zu spüren. Sinnlich, kreativ und mit einer zukunftsfähigen Alternative können bewusste Konsumenten jetzt im Herbst bei den bundesweiten Aktionen „Zukunft säen“ auf Demeter-Höfen Flagge zeigen gegen die ungeliebte Agro-Gentechnik. Die Initiative „Zukunft säen!“ entstand 2006 in der Schweiz und findet mittlerweile in zehn Ländern statt. In Deutschland kooperiert sie mit dem Demeter e. V. in Darmstadt.
„Wir nehmen unsere Zukunft in die eigene Hand“, betonen die 1400 biodynamischen Landwirte in Deutschland. Sie laden engagierte Verbraucher dazu ein, biodynamisch gezüchtetes Getreide zu säen. Die Bauern bereiten ihre Äcker dafür vor, stellen das Saatgut und die leuchtend roten Kampagnen-Kappen als Saatgutbehälter. Gemeinsam ziehen die Demonstranten dann friedlich über das Feld und streuen die Körner aus, damit im nächsten Sommer gesundes Getreide geerntet werden kann. Mehr als 40 Demeter-Höfe in ganz Deutschland beteiligen sich an „Zukunft säen“. Auftaktveranstaltung ist am Sonntag, 26. September auf dem Schanzenhof in in Alpen-Veen bei Wesel. Der nordrhein-westfälische Landwirtschaftsminister Johannes Remmel hat seine Teilnahme an dieser Protestveranstaltung gegen Agro-Gentechnik bereits zugesagt. Viele Zukunft-Säen-Veranstaltungen werden vor Ort mitgetragen von Organisationen wie BUND, Greenpeace, Slow Food oder Saatgut-Initiativen oder Bürgerbewegungen für Gentechnikfreie Zonen. Sie sind meist eingebettet in ein politisches und kulturelles Rahmen programm mit Filmvorführung, Diskussionen, Infos und Hofführungen. Natürlich wird auch gefeiert und die Biodynamische Wirtschaftsweise hautnah vorgestellt. Kulinarische Genüsse ergänzen die „geistige Nahrung“.

Für die biodynamische Gemeinschaft ist klar: Landwirtschaft fängt vor der Aussaat an. Deshalb sorgt zum Beispiel die biodynamische Sortenzüchtung bei Getreide und Gemüse für Qualität von Anfang an. Bauern und Verbraucher tragen gemeinsam Verantwortung für die Zukunft ohne Gentechnik auf Feld und Teller. Die eindrucksvollen Sä-Feste unterstreichen das.

„Vermehrungsfähige Sorten und die dauerhafte Möglichkeit, gentechnikfreies Saatgut zu wählen, sind Grundlage für die Sicherung einer gesunden Ernährung“, betont Demeter-Vorstand Stephan Illi. Dafür müsse der Protest gegen Agro-Gentechnik kämpfen. Die Fachleute des Demeter-Verbandes warnen davor, das im Koalitionsvertrag fixierte unsinnige Vorhaben, jedem Bundesland eigene Sicherheitsabstände zu GVO-Äckern zu erlauben, umzusetzen. Außerdem dürfe die bestehende Haftungsregelung auf keinem Fall verwässert werden. Die vorgeschlagene Handhabung der Koexistenz sei ungeeignet, die Ausbreitung von gentechnisch veränderten Organismen einzudämmen und in sich widersprüchlich. Der biodynamische Verband, Öko-Pionier und Qualitätsführer im Bio-Bereich, fordert entschieden Nulltoleranz für GVO-Verunreinigungen, eine Umgestaltung der deutschen Agrarforschung sowie einen Aktionsplan für den Ökolandbau. Verbraucher, die das unterstützen, können bei den Zukunft-Säen-Aktionen auf Demeter-Höfen mit ihrer Unterschrift auf dem weithin sichtbaren, roten Zukunft-Säen-Banner zeigen, dass sie auf lebenswerte Alternativen setzen und grüne Gentechnik ablehnen.

Weitere Informationen
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