Vandana Shiva ist erste internationale „Kultursaat-Botschafterin“

Vandana Shiva ist erste internationale „Kultursaat-Botschafterin“

24.09.2010

„Kultursaat-Botschafterin“ – diesen Titel trägt neben Elke RÖDER (Bundesverband Naturkost Naturwaren Herstellung und Handel) jetzt auch Vandana SHIVA. Die Indische Frauenrechtlerin und Umweltaktivistin ist Trägerin des alternativen Nobelpreises sowie mehrerer anderer internationaler Auszeichnungen und den meisten Menschen in Deutschland von Veranstaltungen zum Thema Biodiversität und Gentechnik bekannt. In Indien hat Frau Shiva bereits vor über zwanzig Jahren die Saatgutinitiative „Navdanya” ins Leben gerufen.

Das Rapunzel-Festival in Legau, Allgäu, bot am 18.09. den Rahmen für die feierliche Urkundenübergabe. Die Kultursaat-Züchterin Christine NAGEL freut sich, die „unermüdliche Kämpferin für Lebensmittel-souveränität und nachbaufähiges Saatgut“ als prominente Kultursaat-Botschafterin zu wissen. „Frau SHIVA setzt sich seit mehr als 30 Jahren für eine ökologische Saatgutarbeit ein. In bemerkenswerter Weise verbindet Sie den Kampf gegen die Ausweitung der Agrogentechnik mit dem Aufbau einer unabhängigen Saatgut-Alternative“, begründete NAGEL die Ehrung. „Nachbaufähigkeit und food sovereignity werden meist lediglich als Problem des Südens angesehen“, ergänzt Kultursaat-Geschäftsführer Michael FLECK. „Aber in Anbetracht solcher Auswüchse wie CMS-Hybridsystemen und Patenten wie beim Brokkoli dürfte eine unabhängige, wesensgemäße Pflanzenzüchtung für den Ökolandbau „hier im Norden“ immer mehr zur zentralen Zukunftsfrage werden. Denn hier geht es um Zukunftssicherung, Qualitätsprofil und Glaubwürdigkeit der gesamten Biobranche.“ Die Aufgabe der neuen Kultursaat-Botschafterin wird es sein, künftig die Saatgutfrage noch stärker als eine globale Frage darzustellen, die regionale Lösungen auch in Europa erfordert.

Vor der Überreichung der Urkunde zeigte sich Frau SHIVA auch ganz praktisch als Saatgutexpertin: Gemeinsam mit der Kultursaatzüchterin NAGEL und den Kultursaat-Mitgliedern Peter KIEFER und Petra BOIE sowie Bernward GEIER (COLABORA) drosch sie Rote Bete Saatgut der Kultursaat-Sorte ‘Robuschka‘. „Aber bevor wir mit den Füßen dreschen, müssen wir die Schuhe ausziehen, denn Saatgut ist heilig – und nicht nur bei uns in Indien!“ verlangte SHIVA. Das Saatgut wurde gesiebt, in Tüten verpackt und an das Publikum verteilt. „Werden sie alle Botschafter für die Idee der biologisch-dynamischen Pflanzenzüchtung als eine wichtige Alternative zur Entwicklung genetisch veränderter Pflanzen“ kam die Forderung von der Bühne.

Kultursaat e.V. betreibt auf derzeit 19 Standorten - in Gemüse-gärtnereien und landwirtschaftlichen Betrieben - Züchtung sowie Züchtungsforschung. Kultursaat setzt sich in der Öffentlichkeit für eine unabhängige ökologische Gemüsezüchtung ein.

www.kultursaat.org
24.09.2010
Vandana Shiva ist erste internationale „Kultursaat-Botschafterin“

„Kultursaat-Botschafterin“ – diesen Titel trägt neben Elke RÖDER (Bundesverband Naturkost Naturwaren Herstellung und Handel) jetzt auch Vandana SHIVA. Die Indische Frauenrechtlerin und Umweltaktivistin ist Trägerin des alternativen Nobelpreises sowie mehrerer anderer internationaler Auszeichnungen und den meisten Menschen in Deutschland von Veranstaltungen zum Thema Biodiversität und Gentechnik bekannt. In Indien hat Frau Shiva bereits vor über zwanzig Jahren die Saatgutinitiative „Navdanya” ins Leben gerufen.

Das Rapunzel-Festival in Legau, Allgäu, bot am 18.09. den Rahmen für die feierliche Urkundenübergabe. Die Kultursaat-Züchterin Christine NAGEL freut sich, die „unermüdliche Kämpferin für Lebensmittel-souveränität und nachbaufähiges Saatgut“ als prominente Kultursaat-Botschafterin zu wissen. „Frau SHIVA setzt sich seit mehr als 30 Jahren für eine ökologische Saatgutarbeit ein. In bemerkenswerter Weise verbindet Sie den Kampf gegen die Ausweitung der Agrogentechnik mit dem Aufbau einer unabhängigen Saatgut-Alternative“, begründete NAGEL die Ehrung. „Nachbaufähigkeit und food sovereignity werden meist lediglich als Problem des Südens angesehen“, ergänzt Kultursaat-Geschäftsführer Michael FLECK. „Aber in Anbetracht solcher Auswüchse wie CMS-Hybridsystemen und Patenten wie beim Brokkoli dürfte eine unabhängige, wesensgemäße Pflanzenzüchtung für den Ökolandbau „hier im Norden“ immer mehr zur zentralen Zukunftsfrage werden. Denn hier geht es um Zukunftssicherung, Qualitätsprofil und Glaubwürdigkeit der gesamten Biobranche.“ Die Aufgabe der neuen Kultursaat-Botschafterin wird es sein, künftig die Saatgutfrage noch stärker als eine globale Frage darzustellen, die regionale Lösungen auch in Europa erfordert.

Vor der Überreichung der Urkunde zeigte sich Frau SHIVA auch ganz praktisch als Saatgutexpertin: Gemeinsam mit der Kultursaatzüchterin NAGEL und den Kultursaat-Mitgliedern Peter KIEFER und Petra BOIE sowie Bernward GEIER (COLABORA) drosch sie Rote Bete Saatgut der Kultursaat-Sorte ‘Robuschka‘. „Aber bevor wir mit den Füßen dreschen, müssen wir die Schuhe ausziehen, denn Saatgut ist heilig – und nicht nur bei uns in Indien!“ verlangte SHIVA. Das Saatgut wurde gesiebt, in Tüten verpackt und an das Publikum verteilt. „Werden sie alle Botschafter für die Idee der biologisch-dynamischen Pflanzenzüchtung als eine wichtige Alternative zur Entwicklung genetisch veränderter Pflanzen“ kam die Forderung von der Bühne.

Kultursaat e.V. betreibt auf derzeit 19 Standorten - in Gemüse-gärtnereien und landwirtschaftlichen Betrieben - Züchtung sowie Züchtungsforschung. Kultursaat setzt sich in der Öffentlichkeit für eine unabhängige ökologische Gemüsezüchtung ein.

www.kultursaat.org