Ursache der EHEC-Erkrankungen rasch aufklären

Ursache der EHEC-Erkrankungen rasch aufklären

06.06.2011

In der aktuellen Situation der EHEC-Erkrankungen sind weder Spekulationen, noch Schuldzuweisungen oder frühzeitige Entwarnungen hilfreich“, erklärte Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), „denn die durch EHEC verursachte Krankheitswelle hält an. Zwar kennt man jetzt den Erreger, aber die Quelle und der Kontaminationsweg sind weiterhin unbekannt.“ Laut Holger Rohde, Mikrobiologe des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, sei noch nicht einmal klar, ob der Erreger in einem Tier, im Menschen, einer Pfütze, einer Kläranlage oder an irgendeiner anderen Stelle entstanden ist.

 

Spanische Gemüseerzeuger und -exporteure haben am Freitag in Hamburg auf die enormen wirtschaftlichen Verluste hingewiesen, die ihnen durch die Verzehrswarnungen der deutschen Behörden entstanden seien. Ihre deutschen Kollegen im BÖLW erklären sich solidarisch mit ihnen, weil auch viele von ihnen ebenso wie die konventionellen Gemüsebauern hart von den Verkaufseinbrüchen bei Gemüse betroffen sind. Ihre größte Sorge gilt jedoch weiterhin den Menschen, deren Gesundheit von den Infektionen mit dem EHEC Erreger bedroht ist. 

 

Löwenstein verwies auf die durchweg objektive und sachgerechte Berichterstattung sowohl der Medien als auch der Behörden. „Umso ärgerlicher ist es, wenn einzelne Stimmen das Produktionssystem des ökologischen Landbaus und das aktuelle Infektionsgeschehen in Zusammenhang zu bringen versuchen“ sagte Löwenstein, „denn was derzeit mit Sicherheit gesagt werden kann, ist, dass die Kontamination von Lebensmitteln mit EHEC-Erregern kein spezifisches Bio-Problem ist. In keinem der EHEC Fälle seit Entdeckung des Erregers in den Neunziger Jahren bestand ein Zusammenhang zu einer bestimmten landwirtschaftlichen Produktionsweise. Soweit die Ursachen gefunden wurden, handelte es sich um ungenügende Beachtung von Hygieneregeln bei der Erzeugung oder Verarbeitung von Lebensmitteln – was sowohl im konventionellen wie im biologischen System der Fall sein kann“, so Löwenstein weiter.

 

Löwenstein fordert die Behörden auf, weiterhin mit allem Nachdruck nach der Ursache der Infektionen zu suchen, um so die Gesundheitsgefährdung und die Verunsicherung der Bevölkerung schnellst möglich zu beenden. „Auch die Betriebe der Ökologischen Lebensmittelwirtschaft werden sich mit allen ihren Möglichkeiten daran beteiligen. So lassen bereits viele Gemüsebauern Proben ihrer Erzeugnisse untersuchen.“ Dabei sind noch in keinem Fall Kontaminationen aufgetaucht. 

 

Berlin, 3. Juni 2011

Ansprechpartner: Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Tel. 0171-3035686

 

06.06.2011
Ursache der EHEC-Erkrankungen rasch aufklären

In der aktuellen Situation der EHEC-Erkrankungen sind weder Spekulationen, noch Schuldzuweisungen oder frühzeitige Entwarnungen hilfreich“, erklärte Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), „denn die durch EHEC verursachte Krankheitswelle hält an. Zwar kennt man jetzt den Erreger, aber die Quelle und der Kontaminationsweg sind weiterhin unbekannt.“ Laut Holger Rohde, Mikrobiologe des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, sei noch nicht einmal klar, ob der Erreger in einem Tier, im Menschen, einer Pfütze, einer Kläranlage oder an irgendeiner anderen Stelle entstanden ist.

 

Spanische Gemüseerzeuger und -exporteure haben am Freitag in Hamburg auf die enormen wirtschaftlichen Verluste hingewiesen, die ihnen durch die Verzehrswarnungen der deutschen Behörden entstanden seien. Ihre deutschen Kollegen im BÖLW erklären sich solidarisch mit ihnen, weil auch viele von ihnen ebenso wie die konventionellen Gemüsebauern hart von den Verkaufseinbrüchen bei Gemüse betroffen sind. Ihre größte Sorge gilt jedoch weiterhin den Menschen, deren Gesundheit von den Infektionen mit dem EHEC Erreger bedroht ist. 

 

Löwenstein verwies auf die durchweg objektive und sachgerechte Berichterstattung sowohl der Medien als auch der Behörden. „Umso ärgerlicher ist es, wenn einzelne Stimmen das Produktionssystem des ökologischen Landbaus und das aktuelle Infektionsgeschehen in Zusammenhang zu bringen versuchen“ sagte Löwenstein, „denn was derzeit mit Sicherheit gesagt werden kann, ist, dass die Kontamination von Lebensmitteln mit EHEC-Erregern kein spezifisches Bio-Problem ist. In keinem der EHEC Fälle seit Entdeckung des Erregers in den Neunziger Jahren bestand ein Zusammenhang zu einer bestimmten landwirtschaftlichen Produktionsweise. Soweit die Ursachen gefunden wurden, handelte es sich um ungenügende Beachtung von Hygieneregeln bei der Erzeugung oder Verarbeitung von Lebensmitteln – was sowohl im konventionellen wie im biologischen System der Fall sein kann“, so Löwenstein weiter.

 

Löwenstein fordert die Behörden auf, weiterhin mit allem Nachdruck nach der Ursache der Infektionen zu suchen, um so die Gesundheitsgefährdung und die Verunsicherung der Bevölkerung schnellst möglich zu beenden. „Auch die Betriebe der Ökologischen Lebensmittelwirtschaft werden sich mit allen ihren Möglichkeiten daran beteiligen. So lassen bereits viele Gemüsebauern Proben ihrer Erzeugnisse untersuchen.“ Dabei sind noch in keinem Fall Kontaminationen aufgetaucht. 

 

Berlin, 3. Juni 2011

Ansprechpartner: Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Tel. 0171-3035686