Pionier und Motor der bio-dynamischen Demeter-Bewegung feiert Geburtstag - Friedrich Sattler wird 80

Pionier und Motor der bio-dynamischen Demeter-Bewegung feiert Geburtstag - Friedrich Sattler wird 80

30.11.2006

Obwohl er reichlich Lebensweisheit und Erfahrung ausstrahlt, hätte wohl kaum jemand Friedrich Sattler die 80 Jahre zugeordnet, die er am 15. Dezember vollendet. Der Pionier der bio-dynamischen Bewegung wirkt sowohl körperlich als auch geistig derart beweglich und leistungsstark, dass sein hoher runde Geburtstag allgemein Erstaunen auslöst. Die Bilanz seines Wirkens ist prall gefüllt und glücklicher Weise längst nicht abgeschlossen, denn immer noch arbeitet Friedrich Sattler wie seit rund vierzig Jahren schon in Demeter-Gremien wie dem Demeter-Bund-Vorstand, der Richtlinienkommission des Forschungsrings oder bei Demeter International engagiert mit.
Seine Absicht, nach dem Krieg Chemie zu studieren, ließ sich nicht umsetzen.
Deshalb kam die früh entdeckte Liebe zur Landwirtschaft zum Tragen. Auf dem biologisch-dynamischen Gut Bomlitz absolvierte der junge Mann eine landwirtschaftliche Lehre und entdeckte seine Begabung, mit den Tieren zu arbeiten, vor allem mit den Rindern. Bereits 1948 kam Sattler auf den Talhof in Heidenheim, dessen Geschicke er dann viele Jahrzehnte lenkte und wo er auch seine Frau Hannerose Haupt kennen lernte. Die Verhältnisse auf dem Talhof, einem der ältesten Demeter-Höfe der Welt, waren alles andere als einfach, doch verstand es Friedrich Sattler, die Bodenfruchtbarkeit dank der Bio-Dynamischen Präparate und der achtsamen, individuellen Entwicklung des Hoforganismus optimal zu fördern und eine anerkannte Rinderzucht aufzubauen.
Die Ausbildung von Lehrlingen und die Förderung der Biologisch-Dynamischen Wirtschaftsweise durch Vorträge, Mitarbeit im Forschungsring und im Demeter-Bund sowie durch Vorlesungen an der Fachhochschule Nürtingen lagen dem Landwirt stets sehr am Herzen. 1983 bereits wurde Sattler mit der Staatsmedaille in Gold des Landes Baden-Württemberg für besondere, hervorragende Verdienste um die Aus- und Weiterbildung von Landwirten geehrt. Vom 1975 bis 1996 nahm er in der damaligen Kommission die Meisterprüfungen von Bauern ab, was 1984 auch vom Bundespräsidenten mit einer Urkunde gewürdigt wurde. 1989 wurde FriedrichSattler für sein bio-dynamisches Wirken das Bundesverdienstkreuz am Bande überreicht.
Auch als Autor machte sich Friedrich Sattler einen guten Namen – etwa in der Zeitschrift „Lebendige Erde“ oder gemeinsam mit Eckhard von Wistinghausen mit dem Grundlagenwerk „Der landwirtschaftliche Betrieb – Biologisch-Dynamisch“ oder als konkrete Hilfe für interessierte Bauern mit dem Buch „Umstellung auf den Ökolandbau“.
Zahlreiche Reisen in Deutschland und der Welt, vor allem nach Osteuropa, Israel und Spanien, wo Sattler Vorträge hielt, bei der Umstellung auf bio-dynamische unterstützte oder Demeter-Kontrollen durchführte, bauten seinen guten Ruf als kompetenten Bio-Dynamiker aus. Im In- und Ausland wird sein fachlicher Rat für die verschiedensten Arbeitsbereiche immer wieder gesucht.
Geprägt durch die Todesnähe als ganz junger Soldat, der einen Durchschuss mit großem Blutverlust erlitten hatte, stellte Friedrich Sattler sein Leben auf der Basis seines anthroposophischen Erkenntnisweges ganz in den Dienst für andere und die gemeinsame Sache. Zentral dabei immer das Ziel, die geistige Welt ein zu beziehen, ein Bemühen, das ganz offenbar Früchte trägt und besondere Kraft verleiht, wie Friedrich Sattlers vielfältige Aktivitäten zeigen. 

30.11.2006
Pionier und Motor der bio-dynamischen Demeter-Bewegung feiert Geburtstag - Friedrich Sattler wird 80

Obwohl er reichlich Lebensweisheit und Erfahrung ausstrahlt, hätte wohl kaum jemand Friedrich Sattler die 80 Jahre zugeordnet, die er am 15. Dezember vollendet. Der Pionier der bio-dynamischen Bewegung wirkt sowohl körperlich als auch geistig derart beweglich und leistungsstark, dass sein hoher runde Geburtstag allgemein Erstaunen auslöst. Die Bilanz seines Wirkens ist prall gefüllt und glücklicher Weise längst nicht abgeschlossen, denn immer noch arbeitet Friedrich Sattler wie seit rund vierzig Jahren schon in Demeter-Gremien wie dem Demeter-Bund-Vorstand, der Richtlinienkommission des Forschungsrings oder bei Demeter International engagiert mit.
Seine Absicht, nach dem Krieg Chemie zu studieren, ließ sich nicht umsetzen.
Deshalb kam die früh entdeckte Liebe zur Landwirtschaft zum Tragen. Auf dem biologisch-dynamischen Gut Bomlitz absolvierte der junge Mann eine landwirtschaftliche Lehre und entdeckte seine Begabung, mit den Tieren zu arbeiten, vor allem mit den Rindern. Bereits 1948 kam Sattler auf den Talhof in Heidenheim, dessen Geschicke er dann viele Jahrzehnte lenkte und wo er auch seine Frau Hannerose Haupt kennen lernte. Die Verhältnisse auf dem Talhof, einem der ältesten Demeter-Höfe der Welt, waren alles andere als einfach, doch verstand es Friedrich Sattler, die Bodenfruchtbarkeit dank der Bio-Dynamischen Präparate und der achtsamen, individuellen Entwicklung des Hoforganismus optimal zu fördern und eine anerkannte Rinderzucht aufzubauen.
Die Ausbildung von Lehrlingen und die Förderung der Biologisch-Dynamischen Wirtschaftsweise durch Vorträge, Mitarbeit im Forschungsring und im Demeter-Bund sowie durch Vorlesungen an der Fachhochschule Nürtingen lagen dem Landwirt stets sehr am Herzen. 1983 bereits wurde Sattler mit der Staatsmedaille in Gold des Landes Baden-Württemberg für besondere, hervorragende Verdienste um die Aus- und Weiterbildung von Landwirten geehrt. Vom 1975 bis 1996 nahm er in der damaligen Kommission die Meisterprüfungen von Bauern ab, was 1984 auch vom Bundespräsidenten mit einer Urkunde gewürdigt wurde. 1989 wurde FriedrichSattler für sein bio-dynamisches Wirken das Bundesverdienstkreuz am Bande überreicht.
Auch als Autor machte sich Friedrich Sattler einen guten Namen – etwa in der Zeitschrift „Lebendige Erde“ oder gemeinsam mit Eckhard von Wistinghausen mit dem Grundlagenwerk „Der landwirtschaftliche Betrieb – Biologisch-Dynamisch“ oder als konkrete Hilfe für interessierte Bauern mit dem Buch „Umstellung auf den Ökolandbau“.
Zahlreiche Reisen in Deutschland und der Welt, vor allem nach Osteuropa, Israel und Spanien, wo Sattler Vorträge hielt, bei der Umstellung auf bio-dynamische unterstützte oder Demeter-Kontrollen durchführte, bauten seinen guten Ruf als kompetenten Bio-Dynamiker aus. Im In- und Ausland wird sein fachlicher Rat für die verschiedensten Arbeitsbereiche immer wieder gesucht.
Geprägt durch die Todesnähe als ganz junger Soldat, der einen Durchschuss mit großem Blutverlust erlitten hatte, stellte Friedrich Sattler sein Leben auf der Basis seines anthroposophischen Erkenntnisweges ganz in den Dienst für andere und die gemeinsame Sache. Zentral dabei immer das Ziel, die geistige Welt ein zu beziehen, ein Bemühen, das ganz offenbar Früchte trägt und besondere Kraft verleiht, wie Friedrich Sattlers vielfältige Aktivitäten zeigen.