Lebendige Erde - Neue Biologie und Landwirtschaft

Lebendige Erde - Neue Biologie und Landwirtschaft

16.11.2009

Die Revolution in den Biowissenschaften hat inzwischen sogar die Gentechnik überholt. Was bedeuten die neuen Erkenntnisse der Epigenetik und Kommunikation der Pflanzen für den Ökolandbau? Lebendige Erde lädt ein zu einem Blick auf Forscher und deren erweiterten Blick aufs Leben – in der Ausgabe November- Dezember.

Biologisch-dynamische Landwirtschaft geht von anderen Voraussetzungen aus, als die übliche Landwirtschaft – Lebendiges verhält sich „dynamisch“. Seit 2005 gibt es dazu eine Stiftungsprofessur Biologisch-Dynamische Landwirtschaft. Lebendige Erde portraitiert Prof. Ton Baars, der als Lehrstuhlinhaber an der Universität Kassel-Witzenhausen die Landwirtschaftswissenschaft u.a. um Aktions- und Sozialforschung erweitert, um den Erfolgen der Biodynamiker auf den Grund zu gehen. „ Das wirkliche Leben kann man nicht im Labor fassen“ bringt er seinen Ansatz auf den Punkt.

Doch wie Pflanzen kommunizieren – das untersucht man am genauesten im Labor. Prof. Michel Haring von der Uni Amsterdam berichtet von den Duftstoffsignalen der Pflanzen.
Wer oder was steuert die Gene? – auch das wollten Forscher wissen und stürzten im letzten Jahrzehnt das Bild der Gene als Antrieb aller Lebensprozesse. Dr. Johannes Wirz gibt einen Überblick. Diese sogenannte Epigenetik hat weitreichende Folgen, u.a. auch für die Züchtung: erworbene Eigenschaften spielen eine Rolle. Der Umfang ist noch zu klären, davon berichtet Renatus Derbidge vom Forschungsinstitut am Goetheanum in unserer Rubrik Forschung. Dass sich das konkret bereits über Haltung und Fütterung für die Züchtung nutzen lässt, stellt Anet Spengler Neff vom FIbL dar, und nennt es „Bedingungszucht“. Sie arbeitet seit Jahren mit Demeter-Rinderzüchtern zusammen. Und Dr. Jürgen Momsen weist in seinem Beitrag darauf hin, dass im Tier- und Pflanzenreich Kooperation ebenso wichtig wie Selektion ist.

Schweizer Forscher und Ethiker zogen aus all dem im Vorjahr Konsequenzen und forderten Rechte für Pflanzen in Form der Rheinauer Thesen. Leider vergaßen sie dabei das ihrem Wesen entsprechende Recht auf ökologischen Anbau, meint der Biologie Peer Schilperoord. Und begründet das in seinem Beitrag.

Wie die Tierwelt uns Menschen erzieht lesen wir im Essay von Dr. Andreas Weber, der mit seinem Bestseller „Alles fühlt“ feststellt: Lebendiges kann Bedeutung unterscheiden. Mit der Tierwelt sind wir eng verflochten, sie ist Teil von uns und unserer Geschichte und doch ist sie ein Gegenüber, für das wir heute Verantwortung haben.

Einführendes ins Biodynamische behandelt diesmal der Dr. Manfred Klett zum Thema Sonne und Boden, in der Rubrik Ernährung schreibt Dr. Petra Kühne über Ernährung und Sinne. Lebendige Erde bietet außerdem regelmäßig sechs Seiten zum Hausgarten mit Arbeitskalender, diesmal u.a. zu Pastinaken, berichtet Aktuelles aus dem Demeter-Verband und gibt Tipps zu Veranstaltungen, Büchern sowie Erläuterungen zum Sternenhimmel.

Lebendige Erde erscheint zweimonatlich und ist die deutschsprachige Zeitschrift für biologisch-dynamische Landwirtschaft, Ernährung und Kultur. (Abo 40 €, Einzelheft 7 € plus Porto).

Vorhergehende Ausgaben:
Wein & Biodynamik (5-2009)
Das Wohl der Tiere (4-2009)
Ein Platz für Bienen (3-2009)
Kostenloses Probeexemplar
06155-8469-0, Fax: -846911 oder
info[ / at \ ]lebendigeErde [ / dot \ ] de>info[ / at \ ]lebendigeErde [ / dot \ ] de www.LebendigeErde.de  Brandschneise 1, 64295 Darmstadt

16.11.2009
Lebendige Erde - Neue Biologie und Landwirtschaft

Die Revolution in den Biowissenschaften hat inzwischen sogar die Gentechnik überholt. Was bedeuten die neuen Erkenntnisse der Epigenetik und Kommunikation der Pflanzen für den Ökolandbau? Lebendige Erde lädt ein zu einem Blick auf Forscher und deren erweiterten Blick aufs Leben – in der Ausgabe November- Dezember.

Biologisch-dynamische Landwirtschaft geht von anderen Voraussetzungen aus, als die übliche Landwirtschaft – Lebendiges verhält sich „dynamisch“. Seit 2005 gibt es dazu eine Stiftungsprofessur Biologisch-Dynamische Landwirtschaft. Lebendige Erde portraitiert Prof. Ton Baars, der als Lehrstuhlinhaber an der Universität Kassel-Witzenhausen die Landwirtschaftswissenschaft u.a. um Aktions- und Sozialforschung erweitert, um den Erfolgen der Biodynamiker auf den Grund zu gehen. „ Das wirkliche Leben kann man nicht im Labor fassen“ bringt er seinen Ansatz auf den Punkt.

Doch wie Pflanzen kommunizieren – das untersucht man am genauesten im Labor. Prof. Michel Haring von der Uni Amsterdam berichtet von den Duftstoffsignalen der Pflanzen.
Wer oder was steuert die Gene? – auch das wollten Forscher wissen und stürzten im letzten Jahrzehnt das Bild der Gene als Antrieb aller Lebensprozesse. Dr. Johannes Wirz gibt einen Überblick. Diese sogenannte Epigenetik hat weitreichende Folgen, u.a. auch für die Züchtung: erworbene Eigenschaften spielen eine Rolle. Der Umfang ist noch zu klären, davon berichtet Renatus Derbidge vom Forschungsinstitut am Goetheanum in unserer Rubrik Forschung. Dass sich das konkret bereits über Haltung und Fütterung für die Züchtung nutzen lässt, stellt Anet Spengler Neff vom FIbL dar, und nennt es „Bedingungszucht“. Sie arbeitet seit Jahren mit Demeter-Rinderzüchtern zusammen. Und Dr. Jürgen Momsen weist in seinem Beitrag darauf hin, dass im Tier- und Pflanzenreich Kooperation ebenso wichtig wie Selektion ist.

Schweizer Forscher und Ethiker zogen aus all dem im Vorjahr Konsequenzen und forderten Rechte für Pflanzen in Form der Rheinauer Thesen. Leider vergaßen sie dabei das ihrem Wesen entsprechende Recht auf ökologischen Anbau, meint der Biologie Peer Schilperoord. Und begründet das in seinem Beitrag.

Wie die Tierwelt uns Menschen erzieht lesen wir im Essay von Dr. Andreas Weber, der mit seinem Bestseller „Alles fühlt“ feststellt: Lebendiges kann Bedeutung unterscheiden. Mit der Tierwelt sind wir eng verflochten, sie ist Teil von uns und unserer Geschichte und doch ist sie ein Gegenüber, für das wir heute Verantwortung haben.

Einführendes ins Biodynamische behandelt diesmal der Dr. Manfred Klett zum Thema Sonne und Boden, in der Rubrik Ernährung schreibt Dr. Petra Kühne über Ernährung und Sinne. Lebendige Erde bietet außerdem regelmäßig sechs Seiten zum Hausgarten mit Arbeitskalender, diesmal u.a. zu Pastinaken, berichtet Aktuelles aus dem Demeter-Verband und gibt Tipps zu Veranstaltungen, Büchern sowie Erläuterungen zum Sternenhimmel.

Lebendige Erde erscheint zweimonatlich und ist die deutschsprachige Zeitschrift für biologisch-dynamische Landwirtschaft, Ernährung und Kultur. (Abo 40 €, Einzelheft 7 € plus Porto).

Vorhergehende Ausgaben:
Wein & Biodynamik (5-2009)
Das Wohl der Tiere (4-2009)
Ein Platz für Bienen (3-2009)
Kostenloses Probeexemplar
06155-8469-0, Fax: -846911 oder
info@lebendigeErde [ / dot \ ] de>info@lebendigeErde [ / dot \ ] de www.LebendigeErde.de  Brandschneise 1, 64295 Darmstadt