Das Wohl der Nutztiere

Lebendige Erde

Das Wohl der Nutztiere

09.07.2009

Bauern leben mit und von ihren Tieren, Tierschutz hat hier umfassendere Konsequenzen als für andere Menschen. Nutztiere stehen am Ende der Kette von Preisverfall, Produktionsdruck und Eile auch in der Agrarwirtschaft. An welchen Verbesserungen Demeter-Bauern arbeiten und welche Ideen zum Tierwohl es noch gibt, in der Haltung, der Züchtung und im Umgang mit Nutztieren, lesen Sie in unserer Ausgabe für Juli-August. Auch im Agrobusiness gilt: Zeit ist Geld, dafür wird das Wohlergehen der Tiere immer weiter beschnitten, wie die Zulassung der neuesten „Technik“, Klonen zeigt. Dass immer billigere Lebensmittel den Rationalisierungsdruck auf dem Rücken der Kühe, Schweine und Hühner abladen, und wie natürliche Zeitmaße verloren gehen, zeigt Autorin Bianca Borowski in ihrem Essay, aus dem folgt: Industrielle Landwirtschaft schadet den Tieren. Dabei geht es auch anders. Familie Holzapfel hat sich auf die Kühe konzentriert. Kuhkomfort, von artgerechtem Futter bis zum lärmarmen Stall oder der Sommerdusche, ist dem Demeter-Milchviehbetrieb wichtig, denn das heißt Lebensmittel- und Lebensqualität, für Mensch und Vieh. Wie der sanfte, stressfreie Umgang mit dem Vieh funktioniert, berichtet Philipp Wenz, Trainer für Low-Stress-Stockmanship. Es geht sogar noch tierfreundlicher: Die Wissenschaftlerinnen Johanna Probst und Anet-Spengler Neff vom FiBL, haben versuchsweise und methodisch Rinder gestreichelt, Ergebnis: Zuwendung macht die Tiere ruhiger, siehe Rubrik Forschung. Und wie der Landwirt entspannter und konzentrierter wird, zeigt Werner F. Wecker in seinem Beitrag: Meditation für Agrarmanager. Gerade die Aufgaben in der Tierzucht sind noch riesig für den Ökolandbau. Alternativen zum Kükentöten erprobt jetzt ein Demeter-Projekt, das der Geflügelfachmann Willy Baumann beschreibt. Und ob Ebermast ein Weg ist, um die Kastration von Ferkeln zu vermeiden, darüber berichtet Christophe Notz vom Schweizer FiBL. Bei den Kühen ist dagegen das meiste klar: langlebiger mit Hörnern, so ein Teilergebnis umfangreicher Betriebsauswertungen, die Dr. Edmund Leisen von der Landwirtschaftskammer NRW schildert. Auch Zucht und Fütterung tragen dazu bei, dass Öko-Kühe im Schnitt gesünder sind. All das hat der Landwirt in der Hand. Fleisch essen? Wie es wirkt, stellt Dr. Petra Kühne vom anthroposophischen Arbeitskreis für Ernährungsforschung dar. Über Für und Wider des Fleischkonsums diskutieren eine Demeter-Bäuerin und ein Demeter-Mitarbeiter. Die Kunstseite präsentiert diesmal das erste Buch zu Flowforms, Skulpturen, die dem Wasser rhythmische Wege ermöglichen. Lebendige Erde bietet außerdem regelmäßig sechs Seiten zum Hausgarten mit Arbeitskalender, berichtet Aktuelles aus dem Demeter-Verband und gibt Tipps zu Veranstaltungen, Büchern sowie Erläuterungen zum Sternenhimmel. Lebendige Erde erscheint zweimonatlich und ist die deutschsprachige Zeitschrift für biologisch-dynamische Landwirtschaft, Ernährung und Kultur. (Abo 40 €, Einzelheft 7 € plus Porto). Vorhergehende Ausgaben: www.LebendigeErde.de Ein Platz für Bienen (3-2009) Kostenloses Probeexemplar Steiners Landwirtekurs (2-2009) 06155-8469-0, Fax: -846911 oder Biodynamische Sorten im Markt (1-2009)

Ein Handout mit Fakten und Demeter Position rund um das Thema Nutztiere finden Sie hier.

 

info[ / at \ ]lebendigeErde [ / dot \ ] de

 

www.LebendigeErde.de  Brandschneise 1, 64295 Darmstadt

09.07.2009
Das Wohl der Nutztiere
Lebendige Erde

Bauern leben mit und von ihren Tieren, Tierschutz hat hier umfassendere Konsequenzen als für andere Menschen. Nutztiere stehen am Ende der Kette von Preisverfall, Produktionsdruck und Eile auch in der Agrarwirtschaft. An welchen Verbesserungen Demeter-Bauern arbeiten und welche Ideen zum Tierwohl es noch gibt, in der Haltung, der Züchtung und im Umgang mit Nutztieren, lesen Sie in unserer Ausgabe für Juli-August. Auch im Agrobusiness gilt: Zeit ist Geld, dafür wird das Wohlergehen der Tiere immer weiter beschnitten, wie die Zulassung der neuesten „Technik“, Klonen zeigt. Dass immer billigere Lebensmittel den Rationalisierungsdruck auf dem Rücken der Kühe, Schweine und Hühner abladen, und wie natürliche Zeitmaße verloren gehen, zeigt Autorin Bianca Borowski in ihrem Essay, aus dem folgt: Industrielle Landwirtschaft schadet den Tieren. Dabei geht es auch anders. Familie Holzapfel hat sich auf die Kühe konzentriert. Kuhkomfort, von artgerechtem Futter bis zum lärmarmen Stall oder der Sommerdusche, ist dem Demeter-Milchviehbetrieb wichtig, denn das heißt Lebensmittel- und Lebensqualität, für Mensch und Vieh. Wie der sanfte, stressfreie Umgang mit dem Vieh funktioniert, berichtet Philipp Wenz, Trainer für Low-Stress-Stockmanship. Es geht sogar noch tierfreundlicher: Die Wissenschaftlerinnen Johanna Probst und Anet-Spengler Neff vom FiBL, haben versuchsweise und methodisch Rinder gestreichelt, Ergebnis: Zuwendung macht die Tiere ruhiger, siehe Rubrik Forschung. Und wie der Landwirt entspannter und konzentrierter wird, zeigt Werner F. Wecker in seinem Beitrag: Meditation für Agrarmanager. Gerade die Aufgaben in der Tierzucht sind noch riesig für den Ökolandbau. Alternativen zum Kükentöten erprobt jetzt ein Demeter-Projekt, das der Geflügelfachmann Willy Baumann beschreibt. Und ob Ebermast ein Weg ist, um die Kastration von Ferkeln zu vermeiden, darüber berichtet Christophe Notz vom Schweizer FiBL. Bei den Kühen ist dagegen das meiste klar: langlebiger mit Hörnern, so ein Teilergebnis umfangreicher Betriebsauswertungen, die Dr. Edmund Leisen von der Landwirtschaftskammer NRW schildert. Auch Zucht und Fütterung tragen dazu bei, dass Öko-Kühe im Schnitt gesünder sind. All das hat der Landwirt in der Hand. Fleisch essen? Wie es wirkt, stellt Dr. Petra Kühne vom anthroposophischen Arbeitskreis für Ernährungsforschung dar. Über Für und Wider des Fleischkonsums diskutieren eine Demeter-Bäuerin und ein Demeter-Mitarbeiter. Die Kunstseite präsentiert diesmal das erste Buch zu Flowforms, Skulpturen, die dem Wasser rhythmische Wege ermöglichen. Lebendige Erde bietet außerdem regelmäßig sechs Seiten zum Hausgarten mit Arbeitskalender, berichtet Aktuelles aus dem Demeter-Verband und gibt Tipps zu Veranstaltungen, Büchern sowie Erläuterungen zum Sternenhimmel. Lebendige Erde erscheint zweimonatlich und ist die deutschsprachige Zeitschrift für biologisch-dynamische Landwirtschaft, Ernährung und Kultur. (Abo 40 €, Einzelheft 7 € plus Porto). Vorhergehende Ausgaben: www.LebendigeErde.de Ein Platz für Bienen (3-2009) Kostenloses Probeexemplar Steiners Landwirtekurs (2-2009) 06155-8469-0, Fax: -846911 oder Biodynamische Sorten im Markt (1-2009)

Ein Handout mit Fakten und Demeter Position rund um das Thema Nutztiere finden Sie hier.

 

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