Kuhstall-Dreck und Rohmilch schützen am besten vor Allergien

Kuhstall-Dreck und Rohmilch schützen am besten vor Allergien

29.07.2009

Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die zwei Keime identifiziert, die sowohl in Kuhställen als auch in Rohmilch vorhanden sind und das Entstehen von Allergien wie Asthma verhindern können sollen: Lactococcus lactis und Acinetobacter Iwoffi. Nun soll aus diesen Erregern ein Impfstoff entwickelt werden. Dabei kann es doch viel einfacher, direkter, kostengünstiger, nebenwirkungsfreier gehen: Demeter-Höfe besuchen, Kinder im Kuhstall spielen lassen, Milch und Milchprodukte essen, die so Natur belassen wie möglich sind.
Was Wissenschaftler dazu sagen, lesen Sie hier:
Professor Dr. Gerhard Jahreis forscht an der Uni Jena zum Asthma-Risiko. Der Ernährungswisssenschaftler hat entdeckt: Täglicher Konsum von Milchprodukten reduziert das Asthma-Risiko bei Vorschulkindern. Entscheidend ist dabei die Qualität der Milch. Milchfett mit erhöhten Anteilen langkettiger Fettsäuren, mit einem engen Verhältnis von Omega 3- zu Omega 6-Fettsäuren, mit erhöhtem Gehalt an konjugierten Linolsäuren (CLA) wirkt als Schutz vor Asthma und Heuschnupfen. „Weidehaltung der Milchkühe, Grasen unter lichtreichen und kalten Umweltbedingungen, Verzicht auf Mais- oder Silagefütterung erhöhen den CLA-Gehalt in der Milch und bewirken eine optimale Omega-Fettsäuren-Relation“, betont Jahreis. Für stillende Mütter besonders wichtig: Trinken sie diese gute Milch, steigt der CLA-Gehalt in der Muttermilch. Auch die richtige Butter kann die CLA in der Muttermilch um fast 50 Prozent erhöhen.
Der Hautarzt und Allergologe Dr. Thomas Roos konnte bereits mehrfach nachweisen, dass Patienten, die eine Kuhmilchallergie haben, dennoch Demeter-Milch vertragen. Es handelte sich dabei um an Neurodermitis erkrankte Kinder. „Bei diesen Kindern habe ich im Rahmen von doppelblind durchgeführten Nahrungsmittel-Provokationstestungen nachweisen können, dass sie bei deutlichen Reaktionen der Haut nach Verzehr konventioneller Milch keine Ekzemverschlechterung nach Verzehr von Demeter-Milch zeigten.“ Diese Erkenntnisse sollen nun im Rahmen einer systematischen klinischen Studie weiter erforscht werden. Warum die Demeter-Milch ganz offenbar besser vertragen wird als konventionelle Milch ist bisher nicht geklärt. Auch an der Universität Kassel/Witzenhausen wird dazu geforscht.

29.07.2009
Kuhstall-Dreck und Rohmilch schützen am besten vor Allergien

Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die zwei Keime identifiziert, die sowohl in Kuhställen als auch in Rohmilch vorhanden sind und das Entstehen von Allergien wie Asthma verhindern können sollen: Lactococcus lactis und Acinetobacter Iwoffi. Nun soll aus diesen Erregern ein Impfstoff entwickelt werden. Dabei kann es doch viel einfacher, direkter, kostengünstiger, nebenwirkungsfreier gehen: Demeter-Höfe besuchen, Kinder im Kuhstall spielen lassen, Milch und Milchprodukte essen, die so Natur belassen wie möglich sind.
Was Wissenschaftler dazu sagen, lesen Sie hier:
Professor Dr. Gerhard Jahreis forscht an der Uni Jena zum Asthma-Risiko. Der Ernährungswisssenschaftler hat entdeckt: Täglicher Konsum von Milchprodukten reduziert das Asthma-Risiko bei Vorschulkindern. Entscheidend ist dabei die Qualität der Milch. Milchfett mit erhöhten Anteilen langkettiger Fettsäuren, mit einem engen Verhältnis von Omega 3- zu Omega 6-Fettsäuren, mit erhöhtem Gehalt an konjugierten Linolsäuren (CLA) wirkt als Schutz vor Asthma und Heuschnupfen. „Weidehaltung der Milchkühe, Grasen unter lichtreichen und kalten Umweltbedingungen, Verzicht auf Mais- oder Silagefütterung erhöhen den CLA-Gehalt in der Milch und bewirken eine optimale Omega-Fettsäuren-Relation“, betont Jahreis. Für stillende Mütter besonders wichtig: Trinken sie diese gute Milch, steigt der CLA-Gehalt in der Muttermilch. Auch die richtige Butter kann die CLA in der Muttermilch um fast 50 Prozent erhöhen.
Der Hautarzt und Allergologe Dr. Thomas Roos konnte bereits mehrfach nachweisen, dass Patienten, die eine Kuhmilchallergie haben, dennoch Demeter-Milch vertragen. Es handelte sich dabei um an Neurodermitis erkrankte Kinder. „Bei diesen Kindern habe ich im Rahmen von doppelblind durchgeführten Nahrungsmittel-Provokationstestungen nachweisen können, dass sie bei deutlichen Reaktionen der Haut nach Verzehr konventioneller Milch keine Ekzemverschlechterung nach Verzehr von Demeter-Milch zeigten.“ Diese Erkenntnisse sollen nun im Rahmen einer systematischen klinischen Studie weiter erforscht werden. Warum die Demeter-Milch ganz offenbar besser vertragen wird als konventionelle Milch ist bisher nicht geklärt. Auch an der Universität Kassel/Witzenhausen wird dazu geforscht.