Größter Demeter-Putenbetrieb erhält Förderpreis Ökologischer LandbauVorbildliche Tierhaltung ausgezeichnet

Größter Demeter-Putenbetrieb erhält Förderpreis Ökologischer LandbauVorbildliche Tierhaltung ausgezeichnet

28.07.2008

Auf dem baden-württembergischen Demeter-Betrieb Brunnenhof in Künzelsau-Mäusdorf (Hohenlohekreis) werden die Tiere – vor allem die sensiblen Puten – vorbildlich gehalten. Dieses besondere Engagement wurde heute auf der Grünen Woche in Berlin gewürdigt. Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer überreichte den dritten Preis des “Förderpreises Ökologischer Landbau” an die beiden Betriebsleiter, Caroline von Wistinghausen-Noz und Maik Noz. Der Brunnenhof ist damit der sechste Demeter-Hof, der im Rahmen des bundesweit höchst dotierten Ökolandbaupreises ausgezeichnet wird.
Die beiden Betriebsleiter engagieren sich besonders für eine artgerechte Geflügelhaltung und die deutschlandweit seltene Aufzucht von Demeter-Putenküken. Auch bei der Direktvermarktung entwickeln sie immer wieder innovative Ideen. “Uns war es schon immer wichtig, von der Aufzucht bis zur Vermarktung alles in eigener Hand zu haben. Nur so können wir den Tieren ein Leben mit viel Freiheit und ohne Stress bieten,” beschreibt Maik Noz die Philosophie der Familie. Puten, Landgockel und die für die Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise wichtigen Rinder werden in offenen Ställen, Folienhäusern oder Scheunen mit eingestreutem Stroh gehalten. Die Puten finden unter Obstbäumen in Streuobstwiesen wohltuenden Schatten.
Ein großer Teil des Futters wird direkt auf dem Brunnenhof angebaut, zu dem 24 Hektar Acker- und Grünland gehören. Der Rest wird von der Demeter-zertifizierten Kaisermühle in Gänheim und von Demeter-Betrieben aus der Region geliefert.
Auf dem größten Demeter-Putenbetrieb Deutschlands leben im Jahresdurchschnitt rund 2.000 Puten und bis zu 1.500 Landgockel, dazu neun Mutterkühe mit Kälbern und ein Bulle. Gänse, die auf dem Brunnenhof vermarktet werden, wachsen auf den Wiesen von Demeter-Kollegen aus der Region auf.
Das Bio-Geflügel lebt auf dem Demeterbetrieb durchschnittlich vier Wochen länger als auf einem konventionellen Geflügelbetrieb. Eine stressfreie Schlachtung ohne lange Transportwege ist den Betriebsleitern wichtig. Maik Noz, der Techniker für Agrarwirtschaft mit Fachrichtung Ökolandbau gelernt hat, sprüht immer wieder vor neuen Ideen. So entwickelte er zum Beispiel eine besondere Zerlegemethode, um Spezialitäten wie Putensteaks aus der Oberkeule, Putenschultermedaillons und Landgockelfingerfood im eigenen Hofladen anbieten zu können.
Der Wirtschaftskreislauf schließt sich auf dem Brunnenhof durch die eigene Aufzucht von Landgockelküken und - als Besonderheit - seit zwei Jahren auch von Demeter-Jungputen. Das ist extrem schwierig, da jede noch so kleine Störung verheerende Folgen für die Küken haben kann. So müssen Temperatur, Lichtverhältnisse, Einstreu und sogar die Anordnung der Futter- und Tränkeautomaten immer exakt gleich sein. Als I-Tüpfelchen entwickelte der experimentierfreudige Betriebsleiter zusammen mit der Kaisermühle ein pelletiertes Demeter-Aufzuchtfutter für seine Puten. Auch die normalerweise störenden Geruchsprobleme von Putenmist bekam er in den Griff: unter anderem durch die Anwendung der Biologisch-Dynamischen Heilpflanzenpräparate und dem selbst hergestellten Mäusdorfer Rottelenker. Gründe genug für die Jury, dem jungen Betriebsleiterpaar den Förderpreis Ökologischer Landbau zu verleihen.

28.07.2008
Größter Demeter-Putenbetrieb erhält Förderpreis Ökologischer LandbauVorbildliche Tierhaltung ausgezeichnet

Auf dem baden-württembergischen Demeter-Betrieb Brunnenhof in Künzelsau-Mäusdorf (Hohenlohekreis) werden die Tiere – vor allem die sensiblen Puten – vorbildlich gehalten. Dieses besondere Engagement wurde heute auf der Grünen Woche in Berlin gewürdigt. Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer überreichte den dritten Preis des “Förderpreises Ökologischer Landbau” an die beiden Betriebsleiter, Caroline von Wistinghausen-Noz und Maik Noz. Der Brunnenhof ist damit der sechste Demeter-Hof, der im Rahmen des bundesweit höchst dotierten Ökolandbaupreises ausgezeichnet wird.
Die beiden Betriebsleiter engagieren sich besonders für eine artgerechte Geflügelhaltung und die deutschlandweit seltene Aufzucht von Demeter-Putenküken. Auch bei der Direktvermarktung entwickeln sie immer wieder innovative Ideen. “Uns war es schon immer wichtig, von der Aufzucht bis zur Vermarktung alles in eigener Hand zu haben. Nur so können wir den Tieren ein Leben mit viel Freiheit und ohne Stress bieten,” beschreibt Maik Noz die Philosophie der Familie. Puten, Landgockel und die für die Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise wichtigen Rinder werden in offenen Ställen, Folienhäusern oder Scheunen mit eingestreutem Stroh gehalten. Die Puten finden unter Obstbäumen in Streuobstwiesen wohltuenden Schatten.
Ein großer Teil des Futters wird direkt auf dem Brunnenhof angebaut, zu dem 24 Hektar Acker- und Grünland gehören. Der Rest wird von der Demeter-zertifizierten Kaisermühle in Gänheim und von Demeter-Betrieben aus der Region geliefert.
Auf dem größten Demeter-Putenbetrieb Deutschlands leben im Jahresdurchschnitt rund 2.000 Puten und bis zu 1.500 Landgockel, dazu neun Mutterkühe mit Kälbern und ein Bulle. Gänse, die auf dem Brunnenhof vermarktet werden, wachsen auf den Wiesen von Demeter-Kollegen aus der Region auf.
Das Bio-Geflügel lebt auf dem Demeterbetrieb durchschnittlich vier Wochen länger als auf einem konventionellen Geflügelbetrieb. Eine stressfreie Schlachtung ohne lange Transportwege ist den Betriebsleitern wichtig. Maik Noz, der Techniker für Agrarwirtschaft mit Fachrichtung Ökolandbau gelernt hat, sprüht immer wieder vor neuen Ideen. So entwickelte er zum Beispiel eine besondere Zerlegemethode, um Spezialitäten wie Putensteaks aus der Oberkeule, Putenschultermedaillons und Landgockelfingerfood im eigenen Hofladen anbieten zu können.
Der Wirtschaftskreislauf schließt sich auf dem Brunnenhof durch die eigene Aufzucht von Landgockelküken und - als Besonderheit - seit zwei Jahren auch von Demeter-Jungputen. Das ist extrem schwierig, da jede noch so kleine Störung verheerende Folgen für die Küken haben kann. So müssen Temperatur, Lichtverhältnisse, Einstreu und sogar die Anordnung der Futter- und Tränkeautomaten immer exakt gleich sein. Als I-Tüpfelchen entwickelte der experimentierfreudige Betriebsleiter zusammen mit der Kaisermühle ein pelletiertes Demeter-Aufzuchtfutter für seine Puten. Auch die normalerweise störenden Geruchsprobleme von Putenmist bekam er in den Griff: unter anderem durch die Anwendung der Biologisch-Dynamischen Heilpflanzenpräparate und dem selbst hergestellten Mäusdorfer Rottelenker. Gründe genug für die Jury, dem jungen Betriebsleiterpaar den Förderpreis Ökologischer Landbau zu verleihen.