Förderpreis Ökologischer Landbau an Buschberghof und Dreschflegel

Alle Jahre wieder: Demeter gratuliert seinen Preisträgern

Förderpreis Ökologischer Landbau an Buschberghof und Dreschflegel

23.01.2009

Der Förderpreis Ökologischer Landbau des Bundeslandwirtschafts-ministeriums geht auch 2009 an Demeter-Betriebe. Für das überzeugende gesamtwirtschaftliche Konzept wurde während der Internationalen Grünen Woche in Berlin der bio-dynamische Buschberghof aus Fuhlenhagen in Schleswig-Holstein ausgezeichnet. Der Förderpreis für „Dreschflegel Saatgut“ in Schönhagen ehrt auch sechs beteiligte Demeter-Höfe, auf denen bio-dynamisches Saatgut erzeugt wird. Beim Tag des Ökologischen Landbaus während der Internationalen Grünen Woche in Berlin würdigte die Jury die Arbeit der Preisträger als beispielhaft.

Der Buschberghof feierte letztes Jahr 40jähriges Bestehen in gemeinnütziger Trägerschaft und kann auf 20 Jahre CSA (Community Supported Agriculture) zurückblicken. Diese Wirtschaftsgemeinschaft mit rund 90 Haushalten aus der Region bis hin zum östlichen Stadtrand von Hamburg garantiert dem Hof Unabhängigkeit vom Markt mit seinen eigenen Finanzgesetzen. „Wir erzeugen Lebensmittel genau für die Menschen, die sie haben möchten. Wir reduzieren Verpackungs- und Verteilungsaufwand, konzentrieren uns auf die gewünschte Qualität und vereinbaren uns miteinander,“ beschreibt Karsten Hildebrandt vom Buschberghof das Konzept. Die Betriebskosten der Landwirtschaft werden aus diesem Verbraucherkreis jeweils für ein Wirtschaftsjahr getragen und monatlich vorfinanziert. So kann die landwirtschaftliche Arbeitsgemeinschaft frei vom Vermarktungszwang eine große Vielfalt an Gemüse erzeugen, sich der Züchtung von Angler Rotvieh der alten Richtung widmen, eine wesensgemäße Geflügelhaltung betreiben und mit dem Angler Sattelschwein eine weitere bedrohte Nutztierrasse für Fleisch-, Wurst- und Schinkenbedarf halten.

Die rund 100 Hektar Fläche werden bereits seit 1954 biologisch-dynamisch bewirtschaftet. Die hofeigene Verarbeitung von Milch zu Trinkmilch, Schnittkäse (Gouda, Tilsiter und Bergkäse), Weichkäse, Quark, Joghurt, Frischkäse beziehungsweise Getreide mit bis zu elf Brotsorten kommt zu 95 Prozent der Wirtschaftsgemeinschaft zu Gute. Die Idee wirkt gerade in jüngster Zeit inspirierend für andere und wird nicht zuletzt durch den Förderpreis als beispielhaft anerkannt.
Auf dem Betrieb leben und arbeiten rund 40 Menschen, darunter seit 1973 auch zu Betreuende, Menschen mit Behinderungen. Sozialarbeit, Haushalt, Landwirtschaft, Gärtnerei und Verarbeitung sind die Tätigkeitsfelder. Karsten Hildebrandt vom Buschberghof sieht die Auszeichnung als Ansporn für den ungewöhnlichen und erfolgreichen Weg. Er betont: „Unser Modell ermöglicht uns vor allem auch die kontinuierliche Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit, unseres größten Kapitals.“

Dreschflegel ist eine Gruppe von Menschen, die auf inzwischen elf Gärtnerhöfen biologische Saatgutvermehrung und -züchtung betreiben. Beteiligt sind die nordhessischen Demeter-Betriebe von Maren Uhmann, Stefi Clar (beide Schönhagen), Anke Radtke aus Kaufungen vom Gemüse- und Samenbaukollektiv "Rote Rübe", Ludwig Watschong aus Oberweser-Arenborn, Jens Molter und Margret Giesmann, (Schönhagen) sowie Dr. Bernd Horneburg aus Göttingen und Jens Eichler aus Telgte.

23.01.2009
Förderpreis Ökologischer Landbau an Buschberghof und Dreschflegel
Alle Jahre wieder: Demeter gratuliert seinen Preisträgern

Der Förderpreis Ökologischer Landbau des Bundeslandwirtschafts-ministeriums geht auch 2009 an Demeter-Betriebe. Für das überzeugende gesamtwirtschaftliche Konzept wurde während der Internationalen Grünen Woche in Berlin der bio-dynamische Buschberghof aus Fuhlenhagen in Schleswig-Holstein ausgezeichnet. Der Förderpreis für „Dreschflegel Saatgut“ in Schönhagen ehrt auch sechs beteiligte Demeter-Höfe, auf denen bio-dynamisches Saatgut erzeugt wird. Beim Tag des Ökologischen Landbaus während der Internationalen Grünen Woche in Berlin würdigte die Jury die Arbeit der Preisträger als beispielhaft.

Der Buschberghof feierte letztes Jahr 40jähriges Bestehen in gemeinnütziger Trägerschaft und kann auf 20 Jahre CSA (Community Supported Agriculture) zurückblicken. Diese Wirtschaftsgemeinschaft mit rund 90 Haushalten aus der Region bis hin zum östlichen Stadtrand von Hamburg garantiert dem Hof Unabhängigkeit vom Markt mit seinen eigenen Finanzgesetzen. „Wir erzeugen Lebensmittel genau für die Menschen, die sie haben möchten. Wir reduzieren Verpackungs- und Verteilungsaufwand, konzentrieren uns auf die gewünschte Qualität und vereinbaren uns miteinander,“ beschreibt Karsten Hildebrandt vom Buschberghof das Konzept. Die Betriebskosten der Landwirtschaft werden aus diesem Verbraucherkreis jeweils für ein Wirtschaftsjahr getragen und monatlich vorfinanziert. So kann die landwirtschaftliche Arbeitsgemeinschaft frei vom Vermarktungszwang eine große Vielfalt an Gemüse erzeugen, sich der Züchtung von Angler Rotvieh der alten Richtung widmen, eine wesensgemäße Geflügelhaltung betreiben und mit dem Angler Sattelschwein eine weitere bedrohte Nutztierrasse für Fleisch-, Wurst- und Schinkenbedarf halten.

Die rund 100 Hektar Fläche werden bereits seit 1954 biologisch-dynamisch bewirtschaftet. Die hofeigene Verarbeitung von Milch zu Trinkmilch, Schnittkäse (Gouda, Tilsiter und Bergkäse), Weichkäse, Quark, Joghurt, Frischkäse beziehungsweise Getreide mit bis zu elf Brotsorten kommt zu 95 Prozent der Wirtschaftsgemeinschaft zu Gute. Die Idee wirkt gerade in jüngster Zeit inspirierend für andere und wird nicht zuletzt durch den Förderpreis als beispielhaft anerkannt.
Auf dem Betrieb leben und arbeiten rund 40 Menschen, darunter seit 1973 auch zu Betreuende, Menschen mit Behinderungen. Sozialarbeit, Haushalt, Landwirtschaft, Gärtnerei und Verarbeitung sind die Tätigkeitsfelder. Karsten Hildebrandt vom Buschberghof sieht die Auszeichnung als Ansporn für den ungewöhnlichen und erfolgreichen Weg. Er betont: „Unser Modell ermöglicht uns vor allem auch die kontinuierliche Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit, unseres größten Kapitals.“

Dreschflegel ist eine Gruppe von Menschen, die auf inzwischen elf Gärtnerhöfen biologische Saatgutvermehrung und -züchtung betreiben. Beteiligt sind die nordhessischen Demeter-Betriebe von Maren Uhmann, Stefi Clar (beide Schönhagen), Anke Radtke aus Kaufungen vom Gemüse- und Samenbaukollektiv "Rote Rübe", Ludwig Watschong aus Oberweser-Arenborn, Jens Molter und Margret Giesmann, (Schönhagen) sowie Dr. Bernd Horneburg aus Göttingen und Jens Eichler aus Telgte.