Erste Demeter-Delegiertenversammlung: Ganzheitliches Qualitätsverständnis wird durch Züchtungsarbeit untermauert

Erste Demeter-Delegiertenversammlung: Ganzheitliches Qualitätsverständnis wird durch Züchtungsarbeit untermauert

19.11.2008

Nach der Strukturreform im Demeter-Bereich von 2007 fand jetzt die erste Delegiertenversammlung des Demeter e. V. statt. Dieser neue Zusammenschluss von Demeter-Bund, Demeter-Marktforum und den Teilen des Forschungsring für Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise, die Verbandaufgaben - zum Beispiel Richtlinienentwicklung abdecken - beschäftigte sich dabei mit grundsätzlichen Fragen wie der Züchtung im Pflanzen- und Tierbereich. Professor Dr. Ton Baars von der Universität Kassel-Witzenhausen und Demeter-Landwirt Siegfried Meyer aus Franken stellten Grundlagen und Initiativen für eine eigenständige Tierzucht vor. Der bio-dynamische Gärtner und Züchter Dietrich Bauer vom Dottenfelderhof in Bad Vilbel präsentierte die bereits über 20jährige Züchtungsarbeit im Gemüsebereich. Demeter übernimmt in der Saatgutfrage eine Pionierrolle und formuliert als Ziel den konsequenten Abschied von Hybridsorten, die im Labor entstehen. „Als Innovationsgemeinschaft setzen wir Maßstäbe für das ganzheitliche Qualitätsverständnis,“ betonten die Geschäftsführenden Demeter-Vorstände Klemens Fischer und Stephan Illi.
Dieser Anspruch gilt auch für den Bereich gerechtes Wirtschaften, so der Sprecher des Demeter-Aufsichtsrates, Christoph Simpfendörfer. Er ging auf die wirtschaftlichen und sozialen Komponenten ein, die mit dem Demeter-Markenzeichen neben den zentralen Aufgaben wie Erzeugung und Verarbeitung verbunden sind. Die Delegierten stimmten einer Sozialcharta zu, aus der heraus konkrete Vorhaben abgeleitet werden sollen. Dabei soll auch über einen Vorschlag für ein Anerkennungsverfahren diskutiert werden. Die Sozialcharta beschäftigt sich mit den gemeinsamen Motiven, der gegenseitigen Verbindlichkeit sowie dem Interessensausgleich zwischen den Wertschöpfungsebenen Erzeugung, Verarbeitung und Handel bis hin zum Konsumenten. „Solidarische Wirtschaftsverhältnisse sind unverzichtbar für die Entwicklung der Bio-Dynamischen Wirtschaftsweise,“ betonte Simpfendörfer. „Statt einer weiteren Normierung auch in diesen Bereichen neben den Richtlinien für Anbau und Verarbeitung sehen wir die Notwendigkeit eines Systemwechsels, der Entwicklungsdynamik begünstigt und nicht nur Grenzen definiert. Deshalb gilt es, jeweils gemeinsame Ziele zu formulieren und die Zielerreichung transparent zu machen.“
In der parallel stattfindenden Mitgliederversammlung des Forschungs-rings für Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise, der jetzt alle Forschungsaufgaben bündelt, wurde ein neuer Aufsichtsrat gewählt. Ihm gehören an Dietrich Bauer, Jan-Uwe Klee, Professor Ton Baars,

Dr. Jürgen Fritz und Dr. Siegwart Schütze.

19.11.2008
Erste Demeter-Delegiertenversammlung: Ganzheitliches Qualitätsverständnis wird durch Züchtungsarbeit untermauert

Nach der Strukturreform im Demeter-Bereich von 2007 fand jetzt die erste Delegiertenversammlung des Demeter e. V. statt. Dieser neue Zusammenschluss von Demeter-Bund, Demeter-Marktforum und den Teilen des Forschungsring für Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise, die Verbandaufgaben - zum Beispiel Richtlinienentwicklung abdecken - beschäftigte sich dabei mit grundsätzlichen Fragen wie der Züchtung im Pflanzen- und Tierbereich. Professor Dr. Ton Baars von der Universität Kassel-Witzenhausen und Demeter-Landwirt Siegfried Meyer aus Franken stellten Grundlagen und Initiativen für eine eigenständige Tierzucht vor. Der bio-dynamische Gärtner und Züchter Dietrich Bauer vom Dottenfelderhof in Bad Vilbel präsentierte die bereits über 20jährige Züchtungsarbeit im Gemüsebereich. Demeter übernimmt in der Saatgutfrage eine Pionierrolle und formuliert als Ziel den konsequenten Abschied von Hybridsorten, die im Labor entstehen. „Als Innovationsgemeinschaft setzen wir Maßstäbe für das ganzheitliche Qualitätsverständnis,“ betonten die Geschäftsführenden Demeter-Vorstände Klemens Fischer und Stephan Illi.
Dieser Anspruch gilt auch für den Bereich gerechtes Wirtschaften, so der Sprecher des Demeter-Aufsichtsrates, Christoph Simpfendörfer. Er ging auf die wirtschaftlichen und sozialen Komponenten ein, die mit dem Demeter-Markenzeichen neben den zentralen Aufgaben wie Erzeugung und Verarbeitung verbunden sind. Die Delegierten stimmten einer Sozialcharta zu, aus der heraus konkrete Vorhaben abgeleitet werden sollen. Dabei soll auch über einen Vorschlag für ein Anerkennungsverfahren diskutiert werden. Die Sozialcharta beschäftigt sich mit den gemeinsamen Motiven, der gegenseitigen Verbindlichkeit sowie dem Interessensausgleich zwischen den Wertschöpfungsebenen Erzeugung, Verarbeitung und Handel bis hin zum Konsumenten. „Solidarische Wirtschaftsverhältnisse sind unverzichtbar für die Entwicklung der Bio-Dynamischen Wirtschaftsweise,“ betonte Simpfendörfer. „Statt einer weiteren Normierung auch in diesen Bereichen neben den Richtlinien für Anbau und Verarbeitung sehen wir die Notwendigkeit eines Systemwechsels, der Entwicklungsdynamik begünstigt und nicht nur Grenzen definiert. Deshalb gilt es, jeweils gemeinsame Ziele zu formulieren und die Zielerreichung transparent zu machen.“
In der parallel stattfindenden Mitgliederversammlung des Forschungs-rings für Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise, der jetzt alle Forschungsaufgaben bündelt, wurde ein neuer Aufsichtsrat gewählt. Ihm gehören an Dietrich Bauer, Jan-Uwe Klee, Professor Ton Baars,

Dr. Jürgen Fritz und Dr. Siegwart Schütze.