Ehrenplakette für den Demeter-Betrieb von Karlheinz und Marlis Kasper, Alsfeld-Liederbach

Agrarministerin zeichnet Ökolandbau-Betriebe mit Landesehrenplaketten aus

Ehrenplakette für den Demeter-Betrieb von Karlheinz und Marlis Kasper, Alsfeld-Liederbach

14.06.2010

Die hessische Agrarministerin Silke Lautenschläger hat Ökolandbaubetriebe aus Hessen ausgezeichnet, die sich unter anderem für die Verbreitung des Ökolandbaus innerhalb der konventionellen Landwirtschaft und für eine bessere Akzeptanz von Bioprodukten bei hessischen Verbrauchern stark gemacht haben. Auf dem Hessentag in Stadtallendorf (Kreis Marburg-Biedenkopf) überreichte Lautenschläger Ehrenplaketten des Landes Hessen an vier Betriebe.

Mit der Ehrenplakette in Gold wurde die Betriebsgemeinschaft Pappelhof aus Reichelsheim-Beienheim (Wetteraukreis) ausgezeichnet. Die Ehrenplakette in Silber erhielt der Landwirtschaftsbetrieb Marlis und Karl-Heinrich Kasper aus Alsfeld-Lingelbach (Vogelsberg-Kreis). Die Ehrenplakette in Bronze überreichte die Ministerin an des Landwirtschaftsbetrieb Elke und Georg Kaffenberger aus Reichelsheim (Odenwaldkreis) und die Kelterei Heil aus Weilmünster-Laubuseschbach (Kreis Limburg-Weilburg). Zudem würdigte die Ministerin die „Bio-Imkerei „Honigsüß“ aus Wiesbaden und die Bio-Baumschule „Pflanzlust aus Nothfelden“ (Kreis Kassel) für ihre Leistungen. „Mit den Ehrenplaketten will das Land Hessen das ökologische, ökonomische und soziale Engagement der Betriebe anerkennen“, sagte Lautenschläger. Die Betriebe hätten neue Konzepte im ökologischen Landbau vorangetrieben beziehungsweise bestehende Methoden verbessert, wie die Ministerin im Namen der sechsköpfigen Jury hervorhob. Nur so könne sich der Ökolandbau in Hessen weiter verbreiten.

Dass Hessen beim Ökolandbau bereits gut aufgestellt sei, belege die Spitzenposition im Ländervergleich. Hessen liege mit seiner Ökolandbau-Fläche von 72.731 Hektar (9,5 Prozent) mit Brandenburg an der Spitze der Bundesländer. Der Ökolandbau in Hessen stelle bundesweit 11 Prozent der Fläche und rund 15 Prozent der Betriebe.

„Ökologischer Landbau zeichnet sich durch eine besonders umweltverträgliche, Ressourcen schonende und tiergerechte Wirtschaftsweise aus. Bio-Produkte werden zum Beispiel ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel erzeugt. Das wird beim Verbraucher geschätzt“, betonte Lautenschläger. Deshalb fördere die Hessische Landesregierung den heimischen ökologischen Landbau. Ökolandwirte erhielten im ersten und zweiten Jahr nach Antrag pro Hektar Grünland 210 Euro, im dritten Jahr 170 Euro. Pro Hektar Gemüse gibt es Lautenschläger zufolge sogar 480 Euro im ersten und zweiten Jahr und 360 Euro im dritten Jahr. Für Dauerkulturen wie Spargel und Beeren erhielten Landwirte auf Dauer eine Förderung von 560 Euro. „Wir wollen sicherstellen, dass Bio aus Hessen auch künftig gute Chancen hat.“

Mitglieder der Jury

Britta Hetzel (Naturschutzakademie Hessen), Robert Hermanowski (Forschungsinstitut für biologischen Landbau Frankfurt), Christoph Förster (Ökobauer), Peter Voß-Fels (Hessischer Bauernverband), Klaus Tröger (Phönix-Naturkostgroßhandel) und Stefan Börnecke (Frankfurter Rundschau).

14.06.2010
Ehrenplakette für den Demeter-Betrieb von Karlheinz und Marlis Kasper, Alsfeld-Liederbach
Agrarministerin zeichnet Ökolandbau-Betriebe mit Landesehrenplaketten aus

Die hessische Agrarministerin Silke Lautenschläger hat Ökolandbaubetriebe aus Hessen ausgezeichnet, die sich unter anderem für die Verbreitung des Ökolandbaus innerhalb der konventionellen Landwirtschaft und für eine bessere Akzeptanz von Bioprodukten bei hessischen Verbrauchern stark gemacht haben. Auf dem Hessentag in Stadtallendorf (Kreis Marburg-Biedenkopf) überreichte Lautenschläger Ehrenplaketten des Landes Hessen an vier Betriebe.

Mit der Ehrenplakette in Gold wurde die Betriebsgemeinschaft Pappelhof aus Reichelsheim-Beienheim (Wetteraukreis) ausgezeichnet. Die Ehrenplakette in Silber erhielt der Landwirtschaftsbetrieb Marlis und Karl-Heinrich Kasper aus Alsfeld-Lingelbach (Vogelsberg-Kreis). Die Ehrenplakette in Bronze überreichte die Ministerin an des Landwirtschaftsbetrieb Elke und Georg Kaffenberger aus Reichelsheim (Odenwaldkreis) und die Kelterei Heil aus Weilmünster-Laubuseschbach (Kreis Limburg-Weilburg). Zudem würdigte die Ministerin die „Bio-Imkerei „Honigsüß“ aus Wiesbaden und die Bio-Baumschule „Pflanzlust aus Nothfelden“ (Kreis Kassel) für ihre Leistungen. „Mit den Ehrenplaketten will das Land Hessen das ökologische, ökonomische und soziale Engagement der Betriebe anerkennen“, sagte Lautenschläger. Die Betriebe hätten neue Konzepte im ökologischen Landbau vorangetrieben beziehungsweise bestehende Methoden verbessert, wie die Ministerin im Namen der sechsköpfigen Jury hervorhob. Nur so könne sich der Ökolandbau in Hessen weiter verbreiten.

Dass Hessen beim Ökolandbau bereits gut aufgestellt sei, belege die Spitzenposition im Ländervergleich. Hessen liege mit seiner Ökolandbau-Fläche von 72.731 Hektar (9,5 Prozent) mit Brandenburg an der Spitze der Bundesländer. Der Ökolandbau in Hessen stelle bundesweit 11 Prozent der Fläche und rund 15 Prozent der Betriebe.

„Ökologischer Landbau zeichnet sich durch eine besonders umweltverträgliche, Ressourcen schonende und tiergerechte Wirtschaftsweise aus. Bio-Produkte werden zum Beispiel ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel erzeugt. Das wird beim Verbraucher geschätzt“, betonte Lautenschläger. Deshalb fördere die Hessische Landesregierung den heimischen ökologischen Landbau. Ökolandwirte erhielten im ersten und zweiten Jahr nach Antrag pro Hektar Grünland 210 Euro, im dritten Jahr 170 Euro. Pro Hektar Gemüse gibt es Lautenschläger zufolge sogar 480 Euro im ersten und zweiten Jahr und 360 Euro im dritten Jahr. Für Dauerkulturen wie Spargel und Beeren erhielten Landwirte auf Dauer eine Förderung von 560 Euro. „Wir wollen sicherstellen, dass Bio aus Hessen auch künftig gute Chancen hat.“

Mitglieder der Jury

Britta Hetzel (Naturschutzakademie Hessen), Robert Hermanowski (Forschungsinstitut für biologischen Landbau Frankfurt), Christoph Förster (Ökobauer), Peter Voß-Fels (Hessischer Bauernverband), Klaus Tröger (Phönix-Naturkostgroßhandel) und Stefan Börnecke (Frankfurter Rundschau).