Demeter zu Seehofers Agrar-Gen-Wende „Schöne Bescherung, Herr Minister“

Demeter zu Seehofers Agrar-Gen-Wende „Schöne Bescherung, Herr Minister“

16.12.2005

Die Ankündigung von Landwirtschaftsminister Seehofer, den Anbau von genveränderten Pflanzen in Deutschland vorantreiben zu wollen, stößt bei Demeter, dem ältesten Bio-Anbauverband, auf scharfe Ablehnung. Demeter-Vorstand Joachim Bauck, biodynamischer Bauer in der Lüneburger Heide, kommentiert:  „Schöne Bescherung, Herr Minister!“ und fragt, wie Seehofer den versprochenen Schutz von Mensch und Umwelt denn gewähr-leisten wolle. Wer das derzeitige Gentechnikgesetz aufweiche, mache die Koexistenz unmöglich und entziehe dem Bio-Anbau damit die Gundlage.
„Und das, wo Verbraucher immer klarer gegen Lebensmittel mit gentechnisch veränderten Bestandteilen  Position beziehen,“ kritisiert Demeter.
Die biologisch-dynamische Bewegung schielt gerade zu sehnsüchtig ins Nachbarland Schweiz, wo die umstrittene Frage zur Grünen Gentechnik durch einen Volksentscheid eindeutig geklärt werden konnte. „Wenn Seehofer die Menschen in unserem Land fragen würde, müsste er seine ganze Kraft als Verbraucherschutzminister dafür einsetzen, Gentechnik auf deutschen Feldern zu verhindern,“ so Bauck. Da erscheine die Forderung der Bio-Bauern nach Schutz ihrer Anbauweise, die konsequent gentechnische Veränderungen für Bio-Lebensmittel ausschließen will, als Minimallösung. „Von einem profiliertem Gesundheitsexperten hätten wir mehr Sensibilität erwartet und hoffen nun auf Gesprächsbereitschaft beim neuen Minister, um ihm die Existenzsorgen der Bio-Bauern persönlich darstellen zu können.“

16.12.2005
Demeter zu Seehofers Agrar-Gen-Wende „Schöne Bescherung, Herr Minister“

Die Ankündigung von Landwirtschaftsminister Seehofer, den Anbau von genveränderten Pflanzen in Deutschland vorantreiben zu wollen, stößt bei Demeter, dem ältesten Bio-Anbauverband, auf scharfe Ablehnung. Demeter-Vorstand Joachim Bauck, biodynamischer Bauer in der Lüneburger Heide, kommentiert:  „Schöne Bescherung, Herr Minister!“ und fragt, wie Seehofer den versprochenen Schutz von Mensch und Umwelt denn gewähr-leisten wolle. Wer das derzeitige Gentechnikgesetz aufweiche, mache die Koexistenz unmöglich und entziehe dem Bio-Anbau damit die Gundlage.
„Und das, wo Verbraucher immer klarer gegen Lebensmittel mit gentechnisch veränderten Bestandteilen  Position beziehen,“ kritisiert Demeter.
Die biologisch-dynamische Bewegung schielt gerade zu sehnsüchtig ins Nachbarland Schweiz, wo die umstrittene Frage zur Grünen Gentechnik durch einen Volksentscheid eindeutig geklärt werden konnte. „Wenn Seehofer die Menschen in unserem Land fragen würde, müsste er seine ganze Kraft als Verbraucherschutzminister dafür einsetzen, Gentechnik auf deutschen Feldern zu verhindern,“ so Bauck. Da erscheine die Forderung der Bio-Bauern nach Schutz ihrer Anbauweise, die konsequent gentechnische Veränderungen für Bio-Lebensmittel ausschließen will, als Minimallösung. „Von einem profiliertem Gesundheitsexperten hätten wir mehr Sensibilität erwartet und hoffen nun auf Gesprächsbereitschaft beim neuen Minister, um ihm die Existenzsorgen der Bio-Bauern persönlich darstellen zu können.“