Demeter widerspricht der Biogas-Lobby

Energiepflanzenanbau treibt Pachtpreise in die Höhe

Demeter widerspricht der Biogas-Lobby

01.09.2011

„Biodynamische Landwirte berichten uns: wo im großen Umfang in Biogasanlagen investiert wird, ziehen die Pachtpreise für landwirtschaftliche Flächen deutlich an“, berichtet Demeter-Vorstand Stephan Illi. Der älteste ökologische Anbauverband kommentiert mit diesen eigenen Beobachtungen die aktuelle Studie des so genannten Biogasrates. Dort wird die Behauptung aufgestellt, Biogas habe keinen Einfluss auf Pachtpreise. Dieser Behauptung der gewerblichen Biogasunternehmen widerspricht Demeter entschieden.

 

Preissteigerungen im zeitlichen und örtlichen Zusammenhang mit den jeweiligen Biogasanlagen seien festzustellen, unabhängig von Faktoren wie Grünlandanteil, Ernten oder Witterung. Auch Studien der Universitäten Kiel bzw. Göttingen bestätigen, dass der Biogasboom die Pachtpreise nach oben treibt und ein Problem für Landwirte darstellt, die weiter wichtige Lebensmittel erzeugen wollen. „Das betrifft Betriebe überall in Deutschland und selbst Biobetriebe können bei den gebotenen Preisen nicht mithalten.“ Demeter sieht mit der zu starken Biogasförderung die Bemühungen um die bundesdeutschen Nachhaltigkeitsziele gefährdet. Biogas habe gegenüber Ökolandbau einen Konkurrenzvorteil, der allein durch staatliche Vergütungen bedingt sei. „Dieses Missverhältnis muss mit der im Herbst vorgesehenen Überarbeitung des Energieeinspeisegesetzes korrigiert werden“, fordert Demeter-Vorstand Stephan Illi.

 

Der Demeter-Verband, dessen Mitglieder zu den bäuerlichen und nicht industriellen Biogas-Initiatoren gehören, steht der rasanten Ausbreitung dieser Technologie und Energie vom Acker skeptisch gegenüber: „Für uns hat Lebensmittelerzeugung Vorrang. Wir wollen keine Monokulturen, die die Landschaft verarmen.“ Außerdem verweisen die Öko-Pioniere darauf, dass die Wirkung der Düngung mit Biogas-Gärresten auf den Boden kaum erforscht ist.

01.09.2011
Demeter widerspricht der Biogas-Lobby
Energiepflanzenanbau treibt Pachtpreise in die Höhe

„Biodynamische Landwirte berichten uns: wo im großen Umfang in Biogasanlagen investiert wird, ziehen die Pachtpreise für landwirtschaftliche Flächen deutlich an“, berichtet Demeter-Vorstand Stephan Illi. Der älteste ökologische Anbauverband kommentiert mit diesen eigenen Beobachtungen die aktuelle Studie des so genannten Biogasrates. Dort wird die Behauptung aufgestellt, Biogas habe keinen Einfluss auf Pachtpreise. Dieser Behauptung der gewerblichen Biogasunternehmen widerspricht Demeter entschieden.

 

Preissteigerungen im zeitlichen und örtlichen Zusammenhang mit den jeweiligen Biogasanlagen seien festzustellen, unabhängig von Faktoren wie Grünlandanteil, Ernten oder Witterung. Auch Studien der Universitäten Kiel bzw. Göttingen bestätigen, dass der Biogasboom die Pachtpreise nach oben treibt und ein Problem für Landwirte darstellt, die weiter wichtige Lebensmittel erzeugen wollen. „Das betrifft Betriebe überall in Deutschland und selbst Biobetriebe können bei den gebotenen Preisen nicht mithalten.“ Demeter sieht mit der zu starken Biogasförderung die Bemühungen um die bundesdeutschen Nachhaltigkeitsziele gefährdet. Biogas habe gegenüber Ökolandbau einen Konkurrenzvorteil, der allein durch staatliche Vergütungen bedingt sei. „Dieses Missverhältnis muss mit der im Herbst vorgesehenen Überarbeitung des Energieeinspeisegesetzes korrigiert werden“, fordert Demeter-Vorstand Stephan Illi.

 

Der Demeter-Verband, dessen Mitglieder zu den bäuerlichen und nicht industriellen Biogas-Initiatoren gehören, steht der rasanten Ausbreitung dieser Technologie und Energie vom Acker skeptisch gegenüber: „Für uns hat Lebensmittelerzeugung Vorrang. Wir wollen keine Monokulturen, die die Landschaft verarmen.“ Außerdem verweisen die Öko-Pioniere darauf, dass die Wirkung der Düngung mit Biogas-Gärresten auf den Boden kaum erforscht ist.