Demeter-Weingut „Im Zwölberich“ DLG-prämiert

Demeter-Weingut „Im Zwölberich“ DLG-prämiert

06.04.2006

Als erstes bio-dynamisches Weingut hat Demeter-Winzer Hartmut Heintz mit seinem Betrieb „Im Zwölberich“ die DLG-Prämierung erhalten. Damit ist er nach den Qualitätsrichtlinien der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft zertifiziert und gehört zum exklusiven Kreis der DLG-empfohlenen Weingüter und Winzergenossenschaften. So erfüllt das Weingut „Im Zwölberich“ aus Langenlonsheim nicht nur die biologisch-dynamischen Richtlinien, sondern auch die DLG-Qualitätsstandards für die analytische und sensorische Qualität der Weine, die gute Herstellpraxis im Weinbau sowie die kellerwirtschaftliche Verarbeitung bis zur Kontrolle der betrieblichen Einrichtungen inklusive Abfüllung und Verpackung. „Für uns ist das eine gute Ergänzung zum Demeter-Standard,“ unterstreicht Hartmut Heintz. Er sieht darin eine Anerkennung der bio-dynamischen Arbeit durch eine konventionelle Qualitätsprüfung und wertet dies als Signal für die Winzer.

Biologisch-dynamischer Weinbau stößt ohnehin auf immer größeres Interesse. Nicht nur in Frankreich haben Winzer entdeckt, wie sich die Stärkung des Bodens durch die Biologisch-Dynamischen Präparate positiv auf den charakteristischen Geschmack des Weines auswirkt. Aus Baldrian, Kamille, Eichenrinde, fein zerriebenen Quarzkristallen, Schafgarbe oder einem Kuhhorn, das – mit Kuhdung gefüllt – im Frühherbst vergraben wird, stellen die Winzer diese Präparate selbst her. Das Hornmist-Präparat etwa wird gerade jetzt im Frühjahr aus dem Horn geschabt und in einem bestimmten Verhältnis mit Wasser verrührt.
Dynamisieren nennt Demeter das. Denn auf diese Weise lassen sich die gesammelten kosmischen Kräfte des Präparats unmittelbar auf das Wasser übertragen. Und das bringen die Winzer dann als feinen Sprühregen auf die Reben und den Weinberg aus. Es wirkt wie in der Homöopathie energetisch auf Boden und Pflanzen. „Beim Wein kommt das unmittelbar im Geschmack durch. Schließlich versucht jeder Weingenießer, das so genannte Terroir herauszuschmecken und da haben wir Biodynamiker klar Vorteile,“ weiß auch Heintz.  

Der Forschungsring für Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise hat in einem intensiven Prozess gemeinsam mit Winzern das Leitbild für die bio-dynamische Rebkultur entwickelt. Es formuliert als Ziel, die mitteleuropäische Rebbaukultur auf biologisch-dynamischer Grundlage weiter zu entwickeln. Dabei gelte es, die Gesamtrebe als Grundlage für die menschliche Ernährung neu zugängig zu machen.

06.04.2006
Demeter-Weingut „Im Zwölberich“ DLG-prämiert

Als erstes bio-dynamisches Weingut hat Demeter-Winzer Hartmut Heintz mit seinem Betrieb „Im Zwölberich“ die DLG-Prämierung erhalten. Damit ist er nach den Qualitätsrichtlinien der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft zertifiziert und gehört zum exklusiven Kreis der DLG-empfohlenen Weingüter und Winzergenossenschaften. So erfüllt das Weingut „Im Zwölberich“ aus Langenlonsheim nicht nur die biologisch-dynamischen Richtlinien, sondern auch die DLG-Qualitätsstandards für die analytische und sensorische Qualität der Weine, die gute Herstellpraxis im Weinbau sowie die kellerwirtschaftliche Verarbeitung bis zur Kontrolle der betrieblichen Einrichtungen inklusive Abfüllung und Verpackung. „Für uns ist das eine gute Ergänzung zum Demeter-Standard,“ unterstreicht Hartmut Heintz. Er sieht darin eine Anerkennung der bio-dynamischen Arbeit durch eine konventionelle Qualitätsprüfung und wertet dies als Signal für die Winzer.

Biologisch-dynamischer Weinbau stößt ohnehin auf immer größeres Interesse. Nicht nur in Frankreich haben Winzer entdeckt, wie sich die Stärkung des Bodens durch die Biologisch-Dynamischen Präparate positiv auf den charakteristischen Geschmack des Weines auswirkt. Aus Baldrian, Kamille, Eichenrinde, fein zerriebenen Quarzkristallen, Schafgarbe oder einem Kuhhorn, das – mit Kuhdung gefüllt – im Frühherbst vergraben wird, stellen die Winzer diese Präparate selbst her. Das Hornmist-Präparat etwa wird gerade jetzt im Frühjahr aus dem Horn geschabt und in einem bestimmten Verhältnis mit Wasser verrührt.
Dynamisieren nennt Demeter das. Denn auf diese Weise lassen sich die gesammelten kosmischen Kräfte des Präparats unmittelbar auf das Wasser übertragen. Und das bringen die Winzer dann als feinen Sprühregen auf die Reben und den Weinberg aus. Es wirkt wie in der Homöopathie energetisch auf Boden und Pflanzen. „Beim Wein kommt das unmittelbar im Geschmack durch. Schließlich versucht jeder Weingenießer, das so genannte Terroir herauszuschmecken und da haben wir Biodynamiker klar Vorteile,“ weiß auch Heintz.  

Der Forschungsring für Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise hat in einem intensiven Prozess gemeinsam mit Winzern das Leitbild für die bio-dynamische Rebkultur entwickelt. Es formuliert als Ziel, die mitteleuropäische Rebbaukultur auf biologisch-dynamischer Grundlage weiter zu entwickeln. Dabei gelte es, die Gesamtrebe als Grundlage für die menschliche Ernährung neu zugängig zu machen.