Demeter-Kartoffelernte brauchen keinen Kupfereinsatz

Es geht auch ohne!

Demeter-Kartoffelernte brauchen keinen Kupfereinsatz

11.11.2008
Kartoffeln am laufenden Band. Demeter Bauern schaffen das auch ohne Kupfer.

Die 1400 deutschen Demeter-Bauern sind überaus zufrieden mit der Kartoffelernte 2008. In der bio-dynamischen Demeter-Landwirtschaft ist der Einsatz des jetzt öffentlich kritisierten natürlichen Pflanzenschutz-mittels Kupfer für Kartoffeln nicht zugelassen. Das tat der Ernte keinen Abbruch. Aber auch im schlechten, weil feuchten Kartoffeljahr 2007 verzichteten die Bio-Dynamiker auf die Kupferspritzung. Sie setzen dagegen stets auf ihre eigenen Heilpflanzenpräparate aus Kamille, Löwenzahn, Baldrian, Eichenrinde, Schachtelhalm oder Kiesel. Die machen den Kompost besonders wertvoll oder stärken als feinstofflich wirksame Spritzmittel die Pflanzen. „So werden unsere Kartoffeln nicht nur besonders schmackhaft, sondern sind auch voller vitaler Nährstoffe,“ betont Demeter-Vorstand Stephan Illi, ein studierter Landwirt. Dafür muss der Demeter-Bauer ganzen Einsatz bringen. Schon das Bett der Kartoffeln sollte bestens vorbereitet sein. Optimal ist die Erde, wenn sie leicht durchwärmt, gut gelockert und dank vorherigem Leguminosen-Anbau reichlich mit natürlichem Stickstoff versorgt ist. Wichtig und eine Vorbeugung gegen die gefürchteten Pilzerkrankungen, bei denen die anderen zur Kupferspritzung greifen, ist das Vorkeimen der Kartoffeln im Gewächshaus. Die passenden Sorten, großer Reihenabstand und eine bewusste Standortwahl sind weitere Faktoren, die sich als Prophylaxe bewährt haben. Pfeift der Wind durch das Kartoffelkraut, mögen die Pilzsporen das nämlich gar nicht. Demeter-Kartoffeln gibt es jetzt als Aktionsware in den Demeter-Aktiv-Partner-Läden. Das sind auf Qualität spezialisierte Naturkostfach-geschäfte, Biosupermärkte und Demeter-Hofläden oder ausgewählte Reformhäuser. Außerdem finden Verbraucher Demeter-Kartoffelprodukte zum Beispiel als Pommes oder Püree in den Bio-Regalen. Demeter-Einkaufsstätten in Ihrer Nähe finden Sie hier.

 

Kupfer für Wein- und Obstbau wichtig

Aber auch Demeter-Bauern setzen Kupfer ein. Für den Wein- und Obstbau sind Kupferspritzungen unter strengen Mengenlimitierungen in der Bio-Dynamischen Wirtschaftsweise zulässig. Anders als bei den sonstigen Ökoverbänden schließt Demeter Kupfer für Hopfen und bei Gemüse jedoch aus. „Wir arbeiten schon lange an einer Minimierungs-strategie,“ betont Vorstand Stephan Illi. Bei Demeter dürfen nur bis zu maximal drei Kilo Kupfer pro Hektar und Jahr in Wein- und Obstbau-kulturen eingesetzt werden. Je Spritzung ist die maximale Ausbringung sogar auf 500 Gramm Kupfer begrenzt. „Um irgendwann mal ganz auf Kupfer verzichten zu können müsste einfach mehr Geld in die ökologisch orientierte Forschung und das Suchen nach effektiven Alternativen fließen“, argumentiert der Agraringenieur. Kupfer ist einerseits ein unverzichtbares – essentielles – Spurenelement, das der Ernährung von Pflanze und Mensch dient. Andererseits steht es im Verdacht, sich im Boden anzureichern und Mikroorganismen zu schädigen oder sogar die Bodenfruchtbarkeit zu stören, wenn es in größeren Mengen eingesetzt wird. Allerdings sind diese Vermutungen noch nicht ausreichend belegt. Um jedoch vorsorgend so umweltver-träglich wie möglich zu handeln, besteht Demeter bei seinen Anwendern zudem auf Untersuchungen der Kupfergehalte in den betroffenen Böden. Außerdem erforschen die Öko-Pioniere des ältesten Bio-Anbauverbandes Alternativen wie potenzierte Kupferlösungen ähnlich den homöo-pathischen beziehungsweise anthroposophischen Heilmitteln oder Kompostteespritzungen. Wird Kupfer gespritzt, ergeben sich keine erhöhten Kupferwerte im Endprodukt, dem Bio-Lebensmittel. Das haben Untersuchungen des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ergeben. In der konventionellen Landwirtschaft sind sehr viel höhere Kupfermengen im Einsatz. Laut EU-Öko-Verordnung sind für den Bio-Anbau sogar sechs Kilo/Hektar und Jahr zulässig, also doppelt so viel wie bei Demeter. 

11.11.2008
Demeter-Kartoffelernte brauchen keinen Kupfereinsatz
Es geht auch ohne!

Die 1400 deutschen Demeter-Bauern sind überaus zufrieden mit der Kartoffelernte 2008. In der bio-dynamischen Demeter-Landwirtschaft ist der Einsatz des jetzt öffentlich kritisierten natürlichen Pflanzenschutz-mittels Kupfer für Kartoffeln nicht zugelassen. Das tat der Ernte keinen Abbruch. Aber auch im schlechten, weil feuchten Kartoffeljahr 2007 verzichteten die Bio-Dynamiker auf die Kupferspritzung. Sie setzen dagegen stets auf ihre eigenen Heilpflanzenpräparate aus Kamille, Löwenzahn, Baldrian, Eichenrinde, Schachtelhalm oder Kiesel. Die machen den Kompost besonders wertvoll oder stärken als feinstofflich wirksame Spritzmittel die Pflanzen. „So werden unsere Kartoffeln nicht nur besonders schmackhaft, sondern sind auch voller vitaler Nährstoffe,“ betont Demeter-Vorstand Stephan Illi, ein studierter Landwirt. Dafür muss der Demeter-Bauer ganzen Einsatz bringen. Schon das Bett der Kartoffeln sollte bestens vorbereitet sein. Optimal ist die Erde, wenn sie leicht durchwärmt, gut gelockert und dank vorherigem Leguminosen-Anbau reichlich mit natürlichem Stickstoff versorgt ist. Wichtig und eine Vorbeugung gegen die gefürchteten Pilzerkrankungen, bei denen die anderen zur Kupferspritzung greifen, ist das Vorkeimen der Kartoffeln im Gewächshaus. Die passenden Sorten, großer Reihenabstand und eine bewusste Standortwahl sind weitere Faktoren, die sich als Prophylaxe bewährt haben. Pfeift der Wind durch das Kartoffelkraut, mögen die Pilzsporen das nämlich gar nicht. Demeter-Kartoffeln gibt es jetzt als Aktionsware in den Demeter-Aktiv-Partner-Läden. Das sind auf Qualität spezialisierte Naturkostfach-geschäfte, Biosupermärkte und Demeter-Hofläden oder ausgewählte Reformhäuser. Außerdem finden Verbraucher Demeter-Kartoffelprodukte zum Beispiel als Pommes oder Püree in den Bio-Regalen. Demeter-Einkaufsstätten in Ihrer Nähe finden Sie hier.

 

Kupfer für Wein- und Obstbau wichtig

Aber auch Demeter-Bauern setzen Kupfer ein. Für den Wein- und Obstbau sind Kupferspritzungen unter strengen Mengenlimitierungen in der Bio-Dynamischen Wirtschaftsweise zulässig. Anders als bei den sonstigen Ökoverbänden schließt Demeter Kupfer für Hopfen und bei Gemüse jedoch aus. „Wir arbeiten schon lange an einer Minimierungs-strategie,“ betont Vorstand Stephan Illi. Bei Demeter dürfen nur bis zu maximal drei Kilo Kupfer pro Hektar und Jahr in Wein- und Obstbau-kulturen eingesetzt werden. Je Spritzung ist die maximale Ausbringung sogar auf 500 Gramm Kupfer begrenzt. „Um irgendwann mal ganz auf Kupfer verzichten zu können müsste einfach mehr Geld in die ökologisch orientierte Forschung und das Suchen nach effektiven Alternativen fließen“, argumentiert der Agraringenieur. Kupfer ist einerseits ein unverzichtbares – essentielles – Spurenelement, das der Ernährung von Pflanze und Mensch dient. Andererseits steht es im Verdacht, sich im Boden anzureichern und Mikroorganismen zu schädigen oder sogar die Bodenfruchtbarkeit zu stören, wenn es in größeren Mengen eingesetzt wird. Allerdings sind diese Vermutungen noch nicht ausreichend belegt. Um jedoch vorsorgend so umweltver-träglich wie möglich zu handeln, besteht Demeter bei seinen Anwendern zudem auf Untersuchungen der Kupfergehalte in den betroffenen Böden. Außerdem erforschen die Öko-Pioniere des ältesten Bio-Anbauverbandes Alternativen wie potenzierte Kupferlösungen ähnlich den homöo-pathischen beziehungsweise anthroposophischen Heilmitteln oder Kompostteespritzungen. Wird Kupfer gespritzt, ergeben sich keine erhöhten Kupferwerte im Endprodukt, dem Bio-Lebensmittel. Das haben Untersuchungen des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ergeben. In der konventionellen Landwirtschaft sind sehr viel höhere Kupfermengen im Einsatz. Laut EU-Öko-Verordnung sind für den Bio-Anbau sogar sechs Kilo/Hektar und Jahr zulässig, also doppelt so viel wie bei Demeter.