Demeter gratuliert seinem 15. Preisträger

Förderpreis Ökologischer Landbau für den Dachauer Obergrashof

Demeter gratuliert seinem 15. Preisträger

27.01.2012

Zum zwölften Mal wurde der Förderpreis Ökologischer Landbau des Bundeslandwirtschaftsministeriums während der Internationalen Grünen Woche in Berlin verliehen. Für die biodynamische Demeter-Gemeinschaft steigt mit der heutigen Auszeichnung des Dachauer Obergrashof die Förderpreis-Bilanz auf stolze 15 Preisträger. „Das ist Beweis für die breite gesellschaftliche Wertschätzung der vorbildlichen Leistungen von biodynamischen Bauern, Gärtnern und Winzern“, freut sich Vorstand Stephan Illi vom Demeter e.V.

 

Bei Demeter zählt der Obergrashof längst zu den Vorzeigebetrieben. Das wurde nicht zuletzt durch die Überreichung des Preises für „Demeter Land-Wirtschaft-Kultur“ ausgedrückt, den der Demeter-Verband 2011 zum ersten Mal ausgelobt hatte. Die Laudatio von Stephan Illi klingt dabei nahezu identisch mit der Bewertung der Förderpreis-Jury: „Der Obergrashof zeichnet sich durch seine absolut vorbildliche Nachhaltigkeit und Entwicklungsqualität aus.“

 

Betriebsleiter Julian Jacobs und Peter Stinshoff blicken auf eine wahrhaft nachhaltige Entwicklung zurück. Starteten sie 1992 mit gerade mal fünf Hektar Fläche und drei Mitarbeitern, bewirtschaftet das Team von inzwischen 30 Beschäftigten über 110 Hektar Land. Dabei ist es gelungen, der Philosophie treu zu bleiben und einen überaus vielseitigen Gartenbaubetrieb zu entwickeln. „Ökologischer Landbau und im Speziellen die biodynamische Agrarkultur verstehen wir nicht als fertige Methode, sondern als einen lebenslangen Prozess, als eine kontinuierliche gemeinsame Weiterentwicklung im Zusammenspiel von Boden, Pflanzen, Tieren und Menschen“, unterstreichen die beiden Gärtner. Zu ihren Arbeitsfeldern gehören als Schwerpunkt Saatgutvermehrung und Sortenentwicklung, sowie 55 Hektar Feingemüseanbau. Hinzu kommen Wiesen und Weiden für die imposante Herde der vom Aussterben bedrohten Murnau-Werdenfelser Rinder. Zu einem ausgewogenen Betriebsorganismus gehören für den Obergrashof unbedingt die Tiere. Natürlich auch für den Mist, der durch Kompostierung und Biodynamische Präparate wertvoller Dünger wird und für gesunde und vitale Pflanzen sorgt. „Aber mit den Tieren findet auf der seelischen Ebene Begegnung statt, werden Menschen besonders berührt“, betont Peter Stinshoff. Der Bulle geht in der Herde mit und sorgt dafür, dass diese robuste Rasse mit den eindrucksvollen Hörnern weiter existieren kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

Hofladen und Seminarhaus mit umweltpädagogischen Angeboten locken Kunden und Interessierte aus der Gegend, bis nach München reicht das Einzugsgebiet. Salate reifen bis in den Spätherbst hinein. Broccoli, Blumenkohl, Kohlrabi, Rettich, Fenchel, Spinat, Chicoree und Radieschen bieten ein buntes Bild – auch in den bis zu 8000 Abokisten, die versorgt  werden. Allein 700 000 Schälchen Kresse aus Demeter-Saatgut werden pro Jahr in den Naturkosthandel geliefert. In der Vermarktung setzt der Obergrashof hauptsächlich auf den regionalen Naturkosthandel, den eigenen Hofladen und  die Ökokisten. Überregional gibt es eine beständige Zusammenarbeit mit tegut... in Fulda.

 

Julian Jacobs’ Herz schlägt für die biodynamische Gemüsezucht. Er ist seit Beginn in den 80ziger Jahren aktives Mitglied im Initiativkreis für biologisch-dynamisches Gemüsesaatgut und engagierter Kultursaat-Züchter. Die Arbeit an den samenfesten Sorten ist für ihn Berufung. „Nur wenn es gelingt, eigene Sorten für den ökologischen Anbau zu entwickeln, können wir letztlich auch die beste Qualität der Nahrungsmittel garantieren“, weiß er. Besonders wichtig ist ihm die Blumenkohl-Züchtung, aber auch an Möhren, Kohlrabi und Rettich arbeitet er erfolgreich. Wie schön, dass neben all diesen Aufgaben auch pädagogische, soziale und künstlerische Aspekte Platz haben. So tummeln sich Kindergartenkinder auf dem Gelände, werden zahllose Hofführungen angeboten und der Hof mit künstlerischen Objekten geschmückt. Die Initiativkraft der Betriebsleiter wird von der Auszeichnung mit dem Förderpreis ökologischer Landbau sicherlich bestärkt, und mit dem Preisgeld soll die Öffentlichkeitsarbeit vorangetrieben werden.

27.01.2012
Demeter gratuliert seinem 15. Preisträger
Förderpreis Ökologischer Landbau für den Dachauer Obergrashof

Zum zwölften Mal wurde der Förderpreis Ökologischer Landbau des Bundeslandwirtschaftsministeriums während der Internationalen Grünen Woche in Berlin verliehen. Für die biodynamische Demeter-Gemeinschaft steigt mit der heutigen Auszeichnung des Dachauer Obergrashof die Förderpreis-Bilanz auf stolze 15 Preisträger. „Das ist Beweis für die breite gesellschaftliche Wertschätzung der vorbildlichen Leistungen von biodynamischen Bauern, Gärtnern und Winzern“, freut sich Vorstand Stephan Illi vom Demeter e.V.

 

Bei Demeter zählt der Obergrashof längst zu den Vorzeigebetrieben. Das wurde nicht zuletzt durch die Überreichung des Preises für „Demeter Land-Wirtschaft-Kultur“ ausgedrückt, den der Demeter-Verband 2011 zum ersten Mal ausgelobt hatte. Die Laudatio von Stephan Illi klingt dabei nahezu identisch mit der Bewertung der Förderpreis-Jury: „Der Obergrashof zeichnet sich durch seine absolut vorbildliche Nachhaltigkeit und Entwicklungsqualität aus.“

 

Betriebsleiter Julian Jacobs und Peter Stinshoff blicken auf eine wahrhaft nachhaltige Entwicklung zurück. Starteten sie 1992 mit gerade mal fünf Hektar Fläche und drei Mitarbeitern, bewirtschaftet das Team von inzwischen 30 Beschäftigten über 110 Hektar Land. Dabei ist es gelungen, der Philosophie treu zu bleiben und einen überaus vielseitigen Gartenbaubetrieb zu entwickeln. „Ökologischer Landbau und im Speziellen die biodynamische Agrarkultur verstehen wir nicht als fertige Methode, sondern als einen lebenslangen Prozess, als eine kontinuierliche gemeinsame Weiterentwicklung im Zusammenspiel von Boden, Pflanzen, Tieren und Menschen“, unterstreichen die beiden Gärtner. Zu ihren Arbeitsfeldern gehören als Schwerpunkt Saatgutvermehrung und Sortenentwicklung, sowie 55 Hektar Feingemüseanbau. Hinzu kommen Wiesen und Weiden für die imposante Herde der vom Aussterben bedrohten Murnau-Werdenfelser Rinder. Zu einem ausgewogenen Betriebsorganismus gehören für den Obergrashof unbedingt die Tiere. Natürlich auch für den Mist, der durch Kompostierung und Biodynamische Präparate wertvoller Dünger wird und für gesunde und vitale Pflanzen sorgt. „Aber mit den Tieren findet auf der seelischen Ebene Begegnung statt, werden Menschen besonders berührt“, betont Peter Stinshoff. Der Bulle geht in der Herde mit und sorgt dafür, dass diese robuste Rasse mit den eindrucksvollen Hörnern weiter existieren kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

Hofladen und Seminarhaus mit umweltpädagogischen Angeboten locken Kunden und Interessierte aus der Gegend, bis nach München reicht das Einzugsgebiet. Salate reifen bis in den Spätherbst hinein. Broccoli, Blumenkohl, Kohlrabi, Rettich, Fenchel, Spinat, Chicoree und Radieschen bieten ein buntes Bild – auch in den bis zu 8000 Abokisten, die versorgt  werden. Allein 700 000 Schälchen Kresse aus Demeter-Saatgut werden pro Jahr in den Naturkosthandel geliefert. In der Vermarktung setzt der Obergrashof hauptsächlich auf den regionalen Naturkosthandel, den eigenen Hofladen und  die Ökokisten. Überregional gibt es eine beständige Zusammenarbeit mit tegut... in Fulda.

 

Julian Jacobs’ Herz schlägt für die biodynamische Gemüsezucht. Er ist seit Beginn in den 80ziger Jahren aktives Mitglied im Initiativkreis für biologisch-dynamisches Gemüsesaatgut und engagierter Kultursaat-Züchter. Die Arbeit an den samenfesten Sorten ist für ihn Berufung. „Nur wenn es gelingt, eigene Sorten für den ökologischen Anbau zu entwickeln, können wir letztlich auch die beste Qualität der Nahrungsmittel garantieren“, weiß er. Besonders wichtig ist ihm die Blumenkohl-Züchtung, aber auch an Möhren, Kohlrabi und Rettich arbeitet er erfolgreich. Wie schön, dass neben all diesen Aufgaben auch pädagogische, soziale und künstlerische Aspekte Platz haben. So tummeln sich Kindergartenkinder auf dem Gelände, werden zahllose Hofführungen angeboten und der Hof mit künstlerischen Objekten geschmückt. Die Initiativkraft der Betriebsleiter wird von der Auszeichnung mit dem Förderpreis ökologischer Landbau sicherlich bestärkt, und mit dem Preisgeld soll die Öffentlichkeitsarbeit vorangetrieben werden.