Demeter-Geflügel-Initiative auf der BioFach:

Bauer Schmid zieht auch die männlichen Eintagsküken groß

Demeter-Geflügel-Initiative auf der BioFach:

15.02.2010

Demeter-Bauer Manfred Schmid aus Westhausen setzt ein Zeichen. Neben seinen Legehennen zieht er jetzt auch die männlichen Eintagsküken groß, um sie als „Ein-Kilo-Hendl“ zum Braten anzubieten. „Damit übernehme ich die Verantwortung für die ansonsten aussortierten und getöteten männlichen Hühnerküken“, erläutert der biodynamische Erzeuger aus Baden-Württemberg. Während der BioFach 2010, der Weltleitmesse rund um das Thema Bio in Nürnberg, stellt der Direktvermarkter sein außergewöhnliches Projekt vor. Anlaufpunkt bei Demeter in Halle 7, Stand 111 ist dabei der kleine Glasauslauf mit den gelb-flauschigen Küken. Aber auch für den Gaumen sorgt Schmid, der natürlich Kostproben des Junghähne-Bratens dabei hat.

Simone Heim, Sortimentverantwortliche im Bereich Fleisch des Demeter e. V., ist stolz auf diesen ersten Schritt: „In der Facharbeitsgruppe Geflügel diskutieren wir schon länger intensiv über die Möglichkeiten, die männlichen Hühnerküken angemessen zu nutzen statt sie töten zu lassen. Bisher ist noch kein Züchtungsansatz für das so genannte Zweinutzungshuhn weit genug gediehen, um das Problem zu lösen. Die Initiative von Manfred Schmid bietet vor allem für direkt vermarktende Geflügelhalter einen interessanten Ansatz. Jetzt kommt es auf die Verbraucher an, denen Tierschutz ja ein hohes Anliegen ist. Sie finden nun ein neues Lebensmittel – gemästete Hähnchen, die nicht von einer Fleischrasse abstammen - das ihren Ansprüchen als Gourmet und als Tierschützer gleichermaßen gerecht wird.“

Schon seit letztem Sommer sammelt Schmid Erfahrungen in der Aufzucht der männlichen Küken. „Da sie nicht auf Fleischleistung gezüchtet, sondern bisher meist als Abfallprodukt der Legehennenproduktion gesehen werden, nehmen sie natürlich nur langsam zu und setzen trotz reichlich Futter nicht so viel Fleisch an.“ Als Direktvermarkter mit eigener Schlachterei kann Manfred Schmid dann im Laufe des Jahres die rund 3000 Tiere genau passend schlachten und das neue Fleischangebot präsentieren. „Die ersten Reaktionen sind durchaus positiv. Unsere Kunden kennen und schätzen ja bereits unsere Eier und Suppenhühner und wissen wie wichtig uns die gute Tierhaltung ist.“ Dafür wurde der Hof in Westhausen bereits mehrfach ausgezeichnet. Unter anderem bekam er den Preis für artgerecht Nutzierhaltung der „Allianz für Tiere“ und den „Förderpreis Ökologischer Landbau“. Besonders beeindruckt die große Vielfalt des Demeter-Betriebes, der neben Legehennen und Landgockeln auch Perlhühner, Enten, Gänse, Puten, Schweine und Kühe hält. Alle Tiere werden mit hofeigenem Futter versorgt. Wie bei Demeter konsequent geregelt, bekommen alle Tiere 100 Prozent Bio-Futter, der Demeter-Anteil beim Geflügelfutter muss zudem 70 Prozent betragen.

Weitere Demeter-Pluspunkte in der biodynamischen Geflügelhaltung sind das tägliche Körnerfutter zum Scharren und Picken, die maximal 4,5 Legehennen pro Quadratmeter Bewegungsfläche, mindestens 4 Quadratmeter Auslauffläche für jede Legehenne, der Mehrklimazonen-stall mit Tageslicht, Laufhof, Auslauf und der tägliche Zugang zum Außenklimabereich. Pro Gebäude sind maximal zwei Stallungen mit höchstens je 3000 Legehennen zugelassen. Schnäbel-Koupieren oder –Touchieren ist untersagt. In jeder Hennenherde müssen auch Hähne dabei sein. Demeter arbeitet zudem intensiv am Aufbau der biodynamischen Brüterei, Junghennenaufzucht und Entwicklung einer Zweinutzungsrasse.

Mehr Infos auch unter
www.demeterschmid.de  und
www.demeter.de .

15.02.2010
Demeter-Geflügel-Initiative auf der BioFach:
Bauer Schmid zieht auch die männlichen Eintagsküken groß

Demeter-Bauer Manfred Schmid aus Westhausen setzt ein Zeichen. Neben seinen Legehennen zieht er jetzt auch die männlichen Eintagsküken groß, um sie als „Ein-Kilo-Hendl“ zum Braten anzubieten. „Damit übernehme ich die Verantwortung für die ansonsten aussortierten und getöteten männlichen Hühnerküken“, erläutert der biodynamische Erzeuger aus Baden-Württemberg. Während der BioFach 2010, der Weltleitmesse rund um das Thema Bio in Nürnberg, stellt der Direktvermarkter sein außergewöhnliches Projekt vor. Anlaufpunkt bei Demeter in Halle 7, Stand 111 ist dabei der kleine Glasauslauf mit den gelb-flauschigen Küken. Aber auch für den Gaumen sorgt Schmid, der natürlich Kostproben des Junghähne-Bratens dabei hat.

Simone Heim, Sortimentverantwortliche im Bereich Fleisch des Demeter e. V., ist stolz auf diesen ersten Schritt: „In der Facharbeitsgruppe Geflügel diskutieren wir schon länger intensiv über die Möglichkeiten, die männlichen Hühnerküken angemessen zu nutzen statt sie töten zu lassen. Bisher ist noch kein Züchtungsansatz für das so genannte Zweinutzungshuhn weit genug gediehen, um das Problem zu lösen. Die Initiative von Manfred Schmid bietet vor allem für direkt vermarktende Geflügelhalter einen interessanten Ansatz. Jetzt kommt es auf die Verbraucher an, denen Tierschutz ja ein hohes Anliegen ist. Sie finden nun ein neues Lebensmittel – gemästete Hähnchen, die nicht von einer Fleischrasse abstammen - das ihren Ansprüchen als Gourmet und als Tierschützer gleichermaßen gerecht wird.“

Schon seit letztem Sommer sammelt Schmid Erfahrungen in der Aufzucht der männlichen Küken. „Da sie nicht auf Fleischleistung gezüchtet, sondern bisher meist als Abfallprodukt der Legehennenproduktion gesehen werden, nehmen sie natürlich nur langsam zu und setzen trotz reichlich Futter nicht so viel Fleisch an.“ Als Direktvermarkter mit eigener Schlachterei kann Manfred Schmid dann im Laufe des Jahres die rund 3000 Tiere genau passend schlachten und das neue Fleischangebot präsentieren. „Die ersten Reaktionen sind durchaus positiv. Unsere Kunden kennen und schätzen ja bereits unsere Eier und Suppenhühner und wissen wie wichtig uns die gute Tierhaltung ist.“ Dafür wurde der Hof in Westhausen bereits mehrfach ausgezeichnet. Unter anderem bekam er den Preis für artgerecht Nutzierhaltung der „Allianz für Tiere“ und den „Förderpreis Ökologischer Landbau“. Besonders beeindruckt die große Vielfalt des Demeter-Betriebes, der neben Legehennen und Landgockeln auch Perlhühner, Enten, Gänse, Puten, Schweine und Kühe hält. Alle Tiere werden mit hofeigenem Futter versorgt. Wie bei Demeter konsequent geregelt, bekommen alle Tiere 100 Prozent Bio-Futter, der Demeter-Anteil beim Geflügelfutter muss zudem 70 Prozent betragen.

Weitere Demeter-Pluspunkte in der biodynamischen Geflügelhaltung sind das tägliche Körnerfutter zum Scharren und Picken, die maximal 4,5 Legehennen pro Quadratmeter Bewegungsfläche, mindestens 4 Quadratmeter Auslauffläche für jede Legehenne, der Mehrklimazonen-stall mit Tageslicht, Laufhof, Auslauf und der tägliche Zugang zum Außenklimabereich. Pro Gebäude sind maximal zwei Stallungen mit höchstens je 3000 Legehennen zugelassen. Schnäbel-Koupieren oder –Touchieren ist untersagt. In jeder Hennenherde müssen auch Hähne dabei sein. Demeter arbeitet zudem intensiv am Aufbau der biodynamischen Brüterei, Junghennenaufzucht und Entwicklung einer Zweinutzungsrasse.

Mehr Infos auch unter
www.demeterschmid.de  und
www.demeter.de .