Demeter-Delegierte fordern politische Konsequenzen aus dem Weltagrarbericht

Nachhaltig und gerecht Ernährung weltweit sichern

Demeter-Delegierte fordern politische Konsequenzen aus dem Weltagrarbericht

30.04.2010

Die Delegiertenversammlung des Demeter-Verbandes fordert die Bundesregierung auf, Konsequenzen aus dem Weltagrarbericht zu ziehen. Der 2008 von einem internationalen Expertengremium im Auftrag der UN vorgelegte Bericht verlangt eine radikale Umkehr in der Landwirtschaftspolitik zugunsten der aktuell eine Milliarde Hungernden. Die Bundesregierung hat den Bericht nicht unterzeichnet. Sie soll nun aber zumindest die aktuelle Überarbeitung der EU-Agrarpolitik nutzen, um die Agrarwirtschaft auf nachhaltigere und gerechtere Grundlagen zu stellen, fordert die biodynamische Gemeinschaft in ihrer Resolution. Von den über eine Milliarde Hungernden leben mehr als 70 Prozent auf dem Land. Sie brauchen Unterstützung zur Selbsthilfe, keine Agrarindustrie.
Die Demeter-Delegierten erwarten von der Bundesregierung eine Antwort auf die weltweit dramatischen Probleme im Agrar- und Ernährungsbereich und ein Engagement für eine weltweit nachhaltige und faire Landwirtschaft statt eines „weiter wie bisher“. Die Demeter–Landwirte, -Händler, -Verarbeiter und -Konsumenten fordern Forschung zu standortgemäßen Methoden unter Einbezug des Wissens von Praktikern wie Landwirten. Das europäische Agrarmodell einer multifunktionalen, regionalen und nachhaltigen Landwirtschaft ohne Gentechnik sei auszubauen. Die EU-Agrarpolitik müsse sich aktuellen Herausforderungen stellen wie Klimawandel, Artensterben, Verlust der Bodenfruchtbarkeit und helfen, das Leben auf dem Land überall auf der Welt zukunftsfähig zu machen. Geld vom Staat oder der EU solle es nur noch für gesellschaftliche Leistungen geben. Folgekosten für Umwelt und Mensch seien anzurechnen. Die EU dürfe nicht durch Handel oder Subventionen, wie etwa auf so genannten Biotreibstoff, die Ernährungssouveränität in anderen Weltregionen gefährden. Der Ökolandbau erfülle die meisten gesellschaftlichen Anforderungen und sei daher stärker zu fördern, auch durch mehr Forschung.
„Das konventionelle Landwirtschaftssystem hat seine Chance gehabt, nun ist der Ökolandbau dran“, kommentierte Demeter-Vorstand Stephan Illi die Forderungen der Demeter-Vertreter. Demeter ist der älteste Öko-Landbauverband mit der weltweit umfangreichsten Erfahrung und in 45 Ländern rund um den Erdball aktiv.

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30.04.2010
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Nachhaltig und gerecht Ernährung weltweit sichern

Die Delegiertenversammlung des Demeter-Verbandes fordert die Bundesregierung auf, Konsequenzen aus dem Weltagrarbericht zu ziehen. Der 2008 von einem internationalen Expertengremium im Auftrag der UN vorgelegte Bericht verlangt eine radikale Umkehr in der Landwirtschaftspolitik zugunsten der aktuell eine Milliarde Hungernden. Die Bundesregierung hat den Bericht nicht unterzeichnet. Sie soll nun aber zumindest die aktuelle Überarbeitung der EU-Agrarpolitik nutzen, um die Agrarwirtschaft auf nachhaltigere und gerechtere Grundlagen zu stellen, fordert die biodynamische Gemeinschaft in ihrer Resolution. Von den über eine Milliarde Hungernden leben mehr als 70 Prozent auf dem Land. Sie brauchen Unterstützung zur Selbsthilfe, keine Agrarindustrie.
Die Demeter-Delegierten erwarten von der Bundesregierung eine Antwort auf die weltweit dramatischen Probleme im Agrar- und Ernährungsbereich und ein Engagement für eine weltweit nachhaltige und faire Landwirtschaft statt eines „weiter wie bisher“. Die Demeter–Landwirte, -Händler, -Verarbeiter und -Konsumenten fordern Forschung zu standortgemäßen Methoden unter Einbezug des Wissens von Praktikern wie Landwirten. Das europäische Agrarmodell einer multifunktionalen, regionalen und nachhaltigen Landwirtschaft ohne Gentechnik sei auszubauen. Die EU-Agrarpolitik müsse sich aktuellen Herausforderungen stellen wie Klimawandel, Artensterben, Verlust der Bodenfruchtbarkeit und helfen, das Leben auf dem Land überall auf der Welt zukunftsfähig zu machen. Geld vom Staat oder der EU solle es nur noch für gesellschaftliche Leistungen geben. Folgekosten für Umwelt und Mensch seien anzurechnen. Die EU dürfe nicht durch Handel oder Subventionen, wie etwa auf so genannten Biotreibstoff, die Ernährungssouveränität in anderen Weltregionen gefährden. Der Ökolandbau erfülle die meisten gesellschaftlichen Anforderungen und sei daher stärker zu fördern, auch durch mehr Forschung.
„Das konventionelle Landwirtschaftssystem hat seine Chance gehabt, nun ist der Ökolandbau dran“, kommentierte Demeter-Vorstand Stephan Illi die Forderungen der Demeter-Vertreter. Demeter ist der älteste Öko-Landbauverband mit der weltweit umfangreichsten Erfahrung und in 45 Ländern rund um den Erdball aktiv.

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