Demeter-Bauern brauchen nachhaltige Bezahlung als Existenzsicherung: Höchste Milchqualität muss sich im Preis widerspiegeln

Demeter-Bauern brauchen nachhaltige Bezahlung als Existenzsicherung: Höchste Milchqualität muss sich im Preis widerspiegeln

27.01.2010

Die Milchpreise beschäftigen immer wieder nicht nur Politik und Öffentlichkeit, sondern vor allem die betroffenen Bauern. Im Fachbeirat Milch, dem Runden Tisch von Demeter-Erzeugern und -Molkereien, wurde gemeinsam die Notwendigkeit einer wirklich nachhaltigen Bezahlung der Milchbauern diskutiert. „Nur wenn Demeter-Bauern dauerhaft und abgesichert den Auszahlungspreis für ihre Milch bekommen, den sie für die Zukunftssicherung ihrer Höfe benötigen, können Verbraucher auch in Zukunft die höchste biodynamische Milchqualität erhalten“, unterstreicht Demeter-Marketingvorstand Klemens Fischer.

„Zur Zeit kostet ein Liter Demeter-Vollmilch zwischen 89 Cent und 1,29 €. Wir brauchen aber mindestens einen Preis von 1,35 €. Erst dann wird die Arbeit der Landwirte und Hersteller ausreichend honoriert. Nur bei einem höheren Verkaufspreis gibt es am Ende auch mehr zu verteilen“, rechnet Fischer vor. Dafür würden Kunden dann auch die bestmögliche Qualität bekommen. Die Mehrarbeit des Landwirts und die besonders schonende Verarbeitung garantieren dafür. „Wir verzichten beispielsweise auf das schmerzhafte Enthornen der Kühe. Tiere mit Hörnern brauchen aber mehr Platz im Stall. Ebenso führen regelmäßiger Weidegang und eine möglichst naturnahe Fütterung dazu, dass die Kuh durchschnittlich weniger Milch gibt und dadurch die Kosten pro Liter Milch steigen. Bei uns zählt Qualität, nicht Quantität“, erklärt Rolf Holzapfel, Demeter-Landwirt vom Hofgut Voggenreute in der Nähe von Ulm. „Wir möchten keine Gnaden-Pfennige nach dem Motto ‚1 Cent mehr für den Bauern’ “, ist ihm und seinen Kollegen wichtig. Längst sei der Milchmarkt ein globaler Markt geworden, bei dem der Weltmarktpreis eine große Rolle spiele. „Der ruinöse Wettbewerb im Handel führt dazu, dass die Milch billiger verkauft wird als angemessen. Oft wird gerade Milch als Instrument dafür verwendet, um Marktanteile gegenüber dem Wettbewerber zu generieren“, sagt Klemens Fischer. Er verweist auf Professor Ulrich Hamm von der Uni Kassel, der herausgefunden hat, dass Verbraucher gar nicht so sensibel auf Preise reagierten wie oft behauptet wird. Sie überschätzten in einer repräsentativen Umfrage die Preise derjenigen Produkte, die sie vorhatten zu kaufen, um durchschnittlich 20 Prozent. Und ihre Zahlungsbereitschaft für Produkte, die authentisch und sinnhaft sind, sei noch weitaus höher. Regionalität, Tierschutz und Gerechtes Wirtschaften nannten Verbraucher als wichtigste Aspekte ihrer Kaufentscheidung. „In allen diesen Bereichen sind wir die Besten“, nimmt Klemens Fischer für Demeter in Anspruch. Forscher geben ihm Recht. Sie haben ermittelt, dass Demeter-Milch mehr bietet als konventionelle: Reichlich gesundheitsfördernde Omega-Fettsäuren, antioxidatives Vitamin E, Beta-Carotin und konjugierte Linolsäuren (CLA). Fast genau so wichtig: Gentechnik bleibt außen vor. Die Milchqualität wird überdies entscheidend durch die Verarbeitung beeinflusst. Herkömmliche Verfahren wie Homogenisierung verändern die Strukturen der Milch und können deshalb Allergien provozieren. Demeter-Milch wird nicht homogenisiert.

Bei Demeter treffen sich die Landwirte regelmäßig mit den Vertretern der Molkereien. „Wir haben uns viel vorgenommen“, sagt Gyso von Bonin, Landwirt aus Ostwestfalen, „Wichtigstes Ziel ist nun, den Auszahlungspreis für Landwirte wieder Existenz sichernd zu machen. Bei den derzeitigen Milchauszahlungspreisen können kleine bäuerliche Betriebe mittelfristig nicht weiterarbeiten und das trifft viele Demeter-Höfe. Deshalb müssen wir gemeinsam mit den Molkereien gegenüber dem Handel zusammenstehen. Wenn der Verbraucher die Vorteile der Demeter-Milch kennt und schätzt, weiß er wofür er sein Geld ausgibt.“

27.01.2010
Demeter-Bauern brauchen nachhaltige Bezahlung als Existenzsicherung: Höchste Milchqualität muss sich im Preis widerspiegeln

Die Milchpreise beschäftigen immer wieder nicht nur Politik und Öffentlichkeit, sondern vor allem die betroffenen Bauern. Im Fachbeirat Milch, dem Runden Tisch von Demeter-Erzeugern und -Molkereien, wurde gemeinsam die Notwendigkeit einer wirklich nachhaltigen Bezahlung der Milchbauern diskutiert. „Nur wenn Demeter-Bauern dauerhaft und abgesichert den Auszahlungspreis für ihre Milch bekommen, den sie für die Zukunftssicherung ihrer Höfe benötigen, können Verbraucher auch in Zukunft die höchste biodynamische Milchqualität erhalten“, unterstreicht Demeter-Marketingvorstand Klemens Fischer.

„Zur Zeit kostet ein Liter Demeter-Vollmilch zwischen 89 Cent und 1,29 €. Wir brauchen aber mindestens einen Preis von 1,35 €. Erst dann wird die Arbeit der Landwirte und Hersteller ausreichend honoriert. Nur bei einem höheren Verkaufspreis gibt es am Ende auch mehr zu verteilen“, rechnet Fischer vor. Dafür würden Kunden dann auch die bestmögliche Qualität bekommen. Die Mehrarbeit des Landwirts und die besonders schonende Verarbeitung garantieren dafür. „Wir verzichten beispielsweise auf das schmerzhafte Enthornen der Kühe. Tiere mit Hörnern brauchen aber mehr Platz im Stall. Ebenso führen regelmäßiger Weidegang und eine möglichst naturnahe Fütterung dazu, dass die Kuh durchschnittlich weniger Milch gibt und dadurch die Kosten pro Liter Milch steigen. Bei uns zählt Qualität, nicht Quantität“, erklärt Rolf Holzapfel, Demeter-Landwirt vom Hofgut Voggenreute in der Nähe von Ulm. „Wir möchten keine Gnaden-Pfennige nach dem Motto ‚1 Cent mehr für den Bauern’ “, ist ihm und seinen Kollegen wichtig. Längst sei der Milchmarkt ein globaler Markt geworden, bei dem der Weltmarktpreis eine große Rolle spiele. „Der ruinöse Wettbewerb im Handel führt dazu, dass die Milch billiger verkauft wird als angemessen. Oft wird gerade Milch als Instrument dafür verwendet, um Marktanteile gegenüber dem Wettbewerber zu generieren“, sagt Klemens Fischer. Er verweist auf Professor Ulrich Hamm von der Uni Kassel, der herausgefunden hat, dass Verbraucher gar nicht so sensibel auf Preise reagierten wie oft behauptet wird. Sie überschätzten in einer repräsentativen Umfrage die Preise derjenigen Produkte, die sie vorhatten zu kaufen, um durchschnittlich 20 Prozent. Und ihre Zahlungsbereitschaft für Produkte, die authentisch und sinnhaft sind, sei noch weitaus höher. Regionalität, Tierschutz und Gerechtes Wirtschaften nannten Verbraucher als wichtigste Aspekte ihrer Kaufentscheidung. „In allen diesen Bereichen sind wir die Besten“, nimmt Klemens Fischer für Demeter in Anspruch. Forscher geben ihm Recht. Sie haben ermittelt, dass Demeter-Milch mehr bietet als konventionelle: Reichlich gesundheitsfördernde Omega-Fettsäuren, antioxidatives Vitamin E, Beta-Carotin und konjugierte Linolsäuren (CLA). Fast genau so wichtig: Gentechnik bleibt außen vor. Die Milchqualität wird überdies entscheidend durch die Verarbeitung beeinflusst. Herkömmliche Verfahren wie Homogenisierung verändern die Strukturen der Milch und können deshalb Allergien provozieren. Demeter-Milch wird nicht homogenisiert.

Bei Demeter treffen sich die Landwirte regelmäßig mit den Vertretern der Molkereien. „Wir haben uns viel vorgenommen“, sagt Gyso von Bonin, Landwirt aus Ostwestfalen, „Wichtigstes Ziel ist nun, den Auszahlungspreis für Landwirte wieder Existenz sichernd zu machen. Bei den derzeitigen Milchauszahlungspreisen können kleine bäuerliche Betriebe mittelfristig nicht weiterarbeiten und das trifft viele Demeter-Höfe. Deshalb müssen wir gemeinsam mit den Molkereien gegenüber dem Handel zusammenstehen. Wenn der Verbraucher die Vorteile der Demeter-Milch kennt und schätzt, weiß er wofür er sein Geld ausgibt.“