Demeter-Bäcker in Dresden: Praxistipps für ökologische Betriebsführung

Demeter-Bäcker in Dresden: Praxistipps für ökologische Betriebsführung

30.05.2007

Die Fachgruppe der Demeter-Bäcker mit über 40 Teilnehmern konnte sich bei „Unser-Bäcker“ in Klipphausen in der Nähe von Dresden über die ökologisch optimierte Betriebsführung informieren. „Unser Bäcker“ wurde 1992 gegründet und startete damals mit 36 Beschäftigten und fünf Filialen. 15 Jahre später arbeiten 148 Menschen, davon 32 Auszubildende, in diesem erfolgreichen Demeter-Betrieb. Die Backwaren werden über 26 Filialen im Großraum Dresden, Döbeln sowie Meißen vertrieben.


Die Firmenbesitzer, Familie Hiersemann, sind seit 2003 Demeter-Vertragspartner. Das bio-dynamische Sortiment umfasst Brot und Brötchen. Schon 1995 startete die Herstellung von Bio-Backwaren, nicht zuletzt weil damit ein Beitrag zum Umweltschutz möglich war. So hat auch heute Regionalität und der Kontakt zum Erzeuger oberste Priorität. Seit 2005 arbeitet der Betrieb direkt mit den  sächsischen Demeter-Landwirten zusammen. Das Getreide wird in der nahen Mühle Miltitz im Lohn vermahlen. Die ökologische Betriebsführung wird durch die 2006 installierte Photovoltaik-Anlage mit fast 30 KW Leistung und die beiden Erdgas betriebenen Lieferfahrzeuge untermauert. Die neue Wasserbelebungsanlage nach Grander unterstützt die Qualitätsarbeit des Unternehmens. „Für die meisten Demeter-Bäcker bietet Familie Hiersemann damit wichtige Impulse über die Sortimentsgestaltung hinaus,“ ziehen die Bäckerberater Gunther Weiss und Steffen Gleich das Fazit der inzwischen zur guten Tradition gewordenen Fortbildungsveranstaltung der Fachgruppe.
Nadja Müller, Geschäftsführerin Demeter-Sachsen, nutzte die Gelegenheit, die regionale Zusammenarbeit des Sächsischen Rings vorzustellen. Gegründet wurde der „Sächsische Ring“ 1991 als Zusammenschluss landwirtschaftlicher Betriebe in Sachsen, die nach den Prinzipien des biologisch-dynamischen Landbaus arbeiten. Mitglied im „Sächsischen Ring“ sind derzeit 23 Betriebe, darunter Landwirte und Gartenbauer, Hofbäcker, Bäcker sowie eine Mühle.
Diese Mühle Miltitz stellte Geschäftsführer Alexander Bartsch den Demeter-Bäckern vor. Sie wird seit 1622 mit Wasserkraft betrieben und speist überschüssigen Strom in das öffentliche Netz ein.
Topaktuell war schließlich der Vortrag „Essen für den Klimaschutz - Der Anteil der Ernährung am Klimawandel“ von Gunther Weiss. Seine Empfehlung für ein Essverhalten, das den besten Beitrag zum Klimaschutz leistet: Überwiegend vegetarisch, konsequent ökologisch erzeugt, regional und saisonal produziert, möglichst gering verarbeitet, umweltfreundlich verpackt, fair gehandelt und – nicht zuletzt - schmackhaft zubereitet.
Dr. Thomas Modzel vom Büro für Abfall- und Umweltwirtschaft gab den engagierten bio-dynamischen Bäckern schließlich noch konkrete Tipps zur Kostenminderung im Energie- und Abfallbereich mit seinem Referat „Kostenfaktor Umweltwirtschaft – Agieren statt Reagieren bei Energie und Abfall“.


Das nächste Demeter-Bäckertreffen findet mit Brotprüfung im November in Weinheim statt. 

30.05.2007
Demeter-Bäcker in Dresden: Praxistipps für ökologische Betriebsführung

Die Fachgruppe der Demeter-Bäcker mit über 40 Teilnehmern konnte sich bei „Unser-Bäcker“ in Klipphausen in der Nähe von Dresden über die ökologisch optimierte Betriebsführung informieren. „Unser Bäcker“ wurde 1992 gegründet und startete damals mit 36 Beschäftigten und fünf Filialen. 15 Jahre später arbeiten 148 Menschen, davon 32 Auszubildende, in diesem erfolgreichen Demeter-Betrieb. Die Backwaren werden über 26 Filialen im Großraum Dresden, Döbeln sowie Meißen vertrieben.


Die Firmenbesitzer, Familie Hiersemann, sind seit 2003 Demeter-Vertragspartner. Das bio-dynamische Sortiment umfasst Brot und Brötchen. Schon 1995 startete die Herstellung von Bio-Backwaren, nicht zuletzt weil damit ein Beitrag zum Umweltschutz möglich war. So hat auch heute Regionalität und der Kontakt zum Erzeuger oberste Priorität. Seit 2005 arbeitet der Betrieb direkt mit den  sächsischen Demeter-Landwirten zusammen. Das Getreide wird in der nahen Mühle Miltitz im Lohn vermahlen. Die ökologische Betriebsführung wird durch die 2006 installierte Photovoltaik-Anlage mit fast 30 KW Leistung und die beiden Erdgas betriebenen Lieferfahrzeuge untermauert. Die neue Wasserbelebungsanlage nach Grander unterstützt die Qualitätsarbeit des Unternehmens. „Für die meisten Demeter-Bäcker bietet Familie Hiersemann damit wichtige Impulse über die Sortimentsgestaltung hinaus,“ ziehen die Bäckerberater Gunther Weiss und Steffen Gleich das Fazit der inzwischen zur guten Tradition gewordenen Fortbildungsveranstaltung der Fachgruppe.
Nadja Müller, Geschäftsführerin Demeter-Sachsen, nutzte die Gelegenheit, die regionale Zusammenarbeit des Sächsischen Rings vorzustellen. Gegründet wurde der „Sächsische Ring“ 1991 als Zusammenschluss landwirtschaftlicher Betriebe in Sachsen, die nach den Prinzipien des biologisch-dynamischen Landbaus arbeiten. Mitglied im „Sächsischen Ring“ sind derzeit 23 Betriebe, darunter Landwirte und Gartenbauer, Hofbäcker, Bäcker sowie eine Mühle.
Diese Mühle Miltitz stellte Geschäftsführer Alexander Bartsch den Demeter-Bäckern vor. Sie wird seit 1622 mit Wasserkraft betrieben und speist überschüssigen Strom in das öffentliche Netz ein.
Topaktuell war schließlich der Vortrag „Essen für den Klimaschutz - Der Anteil der Ernährung am Klimawandel“ von Gunther Weiss. Seine Empfehlung für ein Essverhalten, das den besten Beitrag zum Klimaschutz leistet: Überwiegend vegetarisch, konsequent ökologisch erzeugt, regional und saisonal produziert, möglichst gering verarbeitet, umweltfreundlich verpackt, fair gehandelt und – nicht zuletzt - schmackhaft zubereitet.
Dr. Thomas Modzel vom Büro für Abfall- und Umweltwirtschaft gab den engagierten bio-dynamischen Bäckern schließlich noch konkrete Tipps zur Kostenminderung im Energie- und Abfallbereich mit seinem Referat „Kostenfaktor Umweltwirtschaft – Agieren statt Reagieren bei Energie und Abfall“.


Das nächste Demeter-Bäckertreffen findet mit Brotprüfung im November in Weinheim statt.