Düngung wirkt sich auf Nitratgehalt im Gemüse aus

Düngung wirkt sich auf Nitratgehalt im Gemüse aus

13.12.2005

Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Art der Düngung und der Nahrungsmittelqualität? Diese Frage stellten sich im Jahr 1980 die Forscher am Institut für Biologisch-Dynamische Forschung e.V. (IBDF) in Darmstadt. In einem Düngungsversuch erforschen sie seitdem den Einfluss verschiedener Varianten auf die Nahrungsmittelqualität. Es wurden organischer Dünger (Stallmist) mit und ohne Anwendung von Biologisch-Dynamischen Präparaten sowie mineralischer Dünger verglichen. Der Einsatz der speziellen Demeter-Präparate aus Mineralien, Heilkräutern und Kuhdung ist typisch für die Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise.
Für den Düngungsversuch wurden vier benachbarte Felder eingerichtet, um jedes Jahr vier verschiedene Kulturen (Möhren, Rote Bete, Kartoffeln und Roggen) anzubauen. Jede Düngevariante wurde in drei unterschiedlichen Dosierungen getestet. Dabei wies das Gemüse mit Mineraldüngung im Durchschnitt immer den höchsten Nitratgehalt auf. Unter ungünstigen Lagerbedingungen wie hoher Wärme oder Luftfeuchte ist der Zerfall bei Gemüse mit Mistdüngung und Anwendung der Biologisch-Dynamischen Präparate geringer. Positive Wirkungen der Biologisch-Dynamischen Präparate zeigen sich zudem sehr deutlich in derEntwicklung des Bodens. „Der Boden hat durch die Präparate einen höheren Humusgehalt, wodurch er fruchtbarer und langfristig leistungsfähiger ist,“ so Joachim Raupp vom IBDF, der das Projekt seit 1992 betreut. Es befinden sich auch mehr aktive Mikroorganismen im Boden, was zu einer Verbesserung des Bodenentwicklung führt. Im Verlauf der Jahre ergaben sich neue interessanteFragestellungen, die dazu führten, dass der Versuch nun schon mehr als zwei Jahrzehnte existiert. Joachim Raupp beschäftigt sich unter anderem mit der Frage, wie sich die organische Düngung und die Anwendung Biologisch-Dynamischer Präparate langfristig auf den Boden, die Pflanzen und die Stallmistrotte auswirken.

13.12.2005
Düngung wirkt sich auf Nitratgehalt im Gemüse aus

Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Art der Düngung und der Nahrungsmittelqualität? Diese Frage stellten sich im Jahr 1980 die Forscher am Institut für Biologisch-Dynamische Forschung e.V. (IBDF) in Darmstadt. In einem Düngungsversuch erforschen sie seitdem den Einfluss verschiedener Varianten auf die Nahrungsmittelqualität. Es wurden organischer Dünger (Stallmist) mit und ohne Anwendung von Biologisch-Dynamischen Präparaten sowie mineralischer Dünger verglichen. Der Einsatz der speziellen Demeter-Präparate aus Mineralien, Heilkräutern und Kuhdung ist typisch für die Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise.
Für den Düngungsversuch wurden vier benachbarte Felder eingerichtet, um jedes Jahr vier verschiedene Kulturen (Möhren, Rote Bete, Kartoffeln und Roggen) anzubauen. Jede Düngevariante wurde in drei unterschiedlichen Dosierungen getestet. Dabei wies das Gemüse mit Mineraldüngung im Durchschnitt immer den höchsten Nitratgehalt auf. Unter ungünstigen Lagerbedingungen wie hoher Wärme oder Luftfeuchte ist der Zerfall bei Gemüse mit Mistdüngung und Anwendung der Biologisch-Dynamischen Präparate geringer. Positive Wirkungen der Biologisch-Dynamischen Präparate zeigen sich zudem sehr deutlich in derEntwicklung des Bodens. „Der Boden hat durch die Präparate einen höheren Humusgehalt, wodurch er fruchtbarer und langfristig leistungsfähiger ist,“ so Joachim Raupp vom IBDF, der das Projekt seit 1992 betreut. Es befinden sich auch mehr aktive Mikroorganismen im Boden, was zu einer Verbesserung des Bodenentwicklung führt. Im Verlauf der Jahre ergaben sich neue interessanteFragestellungen, die dazu führten, dass der Versuch nun schon mehr als zwei Jahrzehnte existiert. Joachim Raupp beschäftigt sich unter anderem mit der Frage, wie sich die organische Düngung und die Anwendung Biologisch-Dynamischer Präparate langfristig auf den Boden, die Pflanzen und die Stallmistrotte auswirken.