BioFach Kongress-Thema: Qualität von Anfang an - Züchtung und Sortenvermarktung als Chance

BioFach Kongress-Thema: Qualität von Anfang an - Züchtung und Sortenvermarktung als Chance

16.02.2007

Gerade in Zeiten zunehmender Qualitätsdifferenzierungen im Bio-Bereich bieten bio-dynamisch gezüchtete Sorten bei Gemüse und Getreide ein neues Potential für den Naturkostfachhandel. In dieser Einschätzung waren sich die Teilnehmer der BioFach-Kongress-Veranstaltung „Qualität von Anfang an“ einig.
Übereinstimmung herrschte allerdings auch darin, dass sowohl der Bio-Handel als auch die Verbraucher für das anspruchsvolle Thema weiter sensibilisiert werden müsse.
„Die Kommunikation zu den besonderen Vorzügen dieser gerade für den Öko-Landbau entwickelten Sorten muss intensiviert werden,“ lautete ein Fazit.
Weil zum Beispiel die neuen Gemüsesorten vor allem auf aromatischen Geschmack und die Getreidesorten stark auch auf Bekömmlichkeit selektiert wurden, sei der Verbraucher durch das eigene Erleben gut zu überzeugen. Als weiterer Pluspunkt wurde der regionale Bezug der Züchtungsarbeit genannt. Das samenfeste Demeter-Saatgut entsteht im Dialog mit der Natur, während mittlerweile in der konventionellen Züchtung bei der Entwicklung neuer Sorten sehr häufig biotechnologische Verfahren eingesetzt werden.
Als Gegenpol zur Konzentration in der Saatgutbranche auf wenige Multis mit der entsprechenden Abhängigkeit für Bauern und Gärtnern und der zunehmenden Verwendung von konventionellen Sorten, die im Züchtungsgang durch bedenkliche bis abzulehnende Methoden entstanden sind, führe kein Weg vorbei an eigener Züchtung für Ökolandbau. Dafür müsse auch die Politik die nötigen Finanzmittel bereitstellen.
Das Trend-Thema Sortenvermarktung diskutierten während des BioFach-Kongresses mit Moderation durch Ulrike Höfken (Bündnis 90/Die Grünen) und Martin Fütterer (Chefredakteur Schrot & Korn) Professor Michel Haring, Molekularbiologe der Universität Amsterdam, Getreidezüchter Karl-Josef Müller aus Darzau, Gemüsezüchter Horst Ritter von der Demeter-Gärtnerei Piluweri, Oliver Willing von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft, Dr. Petra Kühne, Ernährungswissenschaftlerin beim Arbeitskreis für Ernährungsforschung, Hans-Udo Zöller vom Naturkostgroßhandel Handelskontor Willmann, Jan-Peter Bauck von Bauckhof Naturkost, Joachim Weckmann vom Märkischen Landbrot, Thomas Gutberlet von tegut und BIOSpitzenkoch Harald Hoppe.

16.02.2007
BioFach Kongress-Thema: Qualität von Anfang an - Züchtung und Sortenvermarktung als Chance

Gerade in Zeiten zunehmender Qualitätsdifferenzierungen im Bio-Bereich bieten bio-dynamisch gezüchtete Sorten bei Gemüse und Getreide ein neues Potential für den Naturkostfachhandel. In dieser Einschätzung waren sich die Teilnehmer der BioFach-Kongress-Veranstaltung „Qualität von Anfang an“ einig.
Übereinstimmung herrschte allerdings auch darin, dass sowohl der Bio-Handel als auch die Verbraucher für das anspruchsvolle Thema weiter sensibilisiert werden müsse.
„Die Kommunikation zu den besonderen Vorzügen dieser gerade für den Öko-Landbau entwickelten Sorten muss intensiviert werden,“ lautete ein Fazit.
Weil zum Beispiel die neuen Gemüsesorten vor allem auf aromatischen Geschmack und die Getreidesorten stark auch auf Bekömmlichkeit selektiert wurden, sei der Verbraucher durch das eigene Erleben gut zu überzeugen. Als weiterer Pluspunkt wurde der regionale Bezug der Züchtungsarbeit genannt. Das samenfeste Demeter-Saatgut entsteht im Dialog mit der Natur, während mittlerweile in der konventionellen Züchtung bei der Entwicklung neuer Sorten sehr häufig biotechnologische Verfahren eingesetzt werden.
Als Gegenpol zur Konzentration in der Saatgutbranche auf wenige Multis mit der entsprechenden Abhängigkeit für Bauern und Gärtnern und der zunehmenden Verwendung von konventionellen Sorten, die im Züchtungsgang durch bedenkliche bis abzulehnende Methoden entstanden sind, führe kein Weg vorbei an eigener Züchtung für Ökolandbau. Dafür müsse auch die Politik die nötigen Finanzmittel bereitstellen.
Das Trend-Thema Sortenvermarktung diskutierten während des BioFach-Kongresses mit Moderation durch Ulrike Höfken (Bündnis 90/Die Grünen) und Martin Fütterer (Chefredakteur Schrot & Korn) Professor Michel Haring, Molekularbiologe der Universität Amsterdam, Getreidezüchter Karl-Josef Müller aus Darzau, Gemüsezüchter Horst Ritter von der Demeter-Gärtnerei Piluweri, Oliver Willing von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft, Dr. Petra Kühne, Ernährungswissenschaftlerin beim Arbeitskreis für Ernährungsforschung, Hans-Udo Zöller vom Naturkostgroßhandel Handelskontor Willmann, Jan-Peter Bauck von Bauckhof Naturkost, Joachim Weckmann vom Märkischen Landbrot, Thomas Gutberlet von tegut und BIOSpitzenkoch Harald Hoppe.