Bio-Hersteller gegen eine Aufweichung der EU-Ökoverordnung

Bio-Hersteller gegen eine Aufweichung der EU-Ökoverordnung

04.05.2007

Die großen Naturkost-Hersteller im Demeter-Verband stellen sich gegen eine Aufweichung der EU-Ökoverordnung. Sie befürchten Gentechnik in Bio-Lebensmitteln, wenn zukünftig wie in Brüssel geplant auch für Bio-Lebensmittel gentechnisch veränderte Zusatzstoffe zugelassen würden.


„Das wäre der Einstieg der Gentechnik in die Bio-Lebensmittelwirtschaft durch die Hintertür“, warnt Volkmar Spielberger, Vorstand der NaturataSpielberger AG. Eine solche Änderung sei zudem gar nicht notwendig, meint der Bio-Pionier. Bio-Verarbeiter bewiesen seit Jahrzehnten, dass bei der Herstellung von hochwertigen Bio-Produkten weitgehend auf Zusatzstoffe verzichtet werden könne. Dies erfordere allerdings ein Umdenken bei den Herstellungsprozessen. Es genüge nicht, lediglich die Rohstoffe in den Rezepturen gegen solche aus Bio-Anbau auszutauschen. „Bei der Herstellung qualitativ hochwertiger und vitaler Lebensmittel gilt es, das Produkt und die menschliche Ernährung ganzheitlich zu betrachten, um so das Beste für Körper, Seele und Geist zu erzeugen. Deshalb verwendet die NaturataSpielberger AG, wo immer möglich, Rohstoffe aus bio-dynamischer Erzeugung. Bei der Herstellung wird weitestgehend auf Hilfs- und Zusatzstoffe verzichtet,“ so Spielberger.


„Viele Verbraucher wissen diese Konsequenz bei der Herstellung von Bio-Lebensmitteln zu schätzen. Die meisten Konsumenten lehnen Gentechnik im Essen grundsätzlich ab. Sie können sich derzeit bei Bio-Produkten darauf verlassen, dass sie frei sind von genmanipulierten Organismen. Und das muss so bleiben.“


Ulrich Walter von der Ulrich Walter GmbH mit der Marke Lebensbaum unterstreicht das: „Als verantwortungsvoller Hersteller fühlen wir uns den Wünschen und Ansprüchen unserer Kunden verpflichtet. Und diese wollen ganz sicher keine Gentechnik im Essen. Aus diesem Grund können wir diese Aufweichung der Bio-Verordnung nur ablehnen. Wer GVO auch in Bio-Lebensmitteln zulässt, nimmt den Verbrauchern die Wahlfreiheit, auf die sie ein Recht haben."


Für Demeter-Marktforums-Vorstand Thomas Maier von der Beutelsbacher Fruchtsaftkelterei steht fest: „Wenn die Politik jetzt dem Druck konventioneller Hersteller nachgibt, die bei Bio den guten Markt wittern, droht die ganze Bio-Branche in Verruf zu geraten. Das müssen wir verhindern.“


Die Demeter-Felderzeugnisse GmbH, älteste Bio-Erzeugergemeinschaft weltweit, produziert seit über 20 Jahren Demeter-Produkte. „Bis zum heutigen Tag haben wir keinerlei Zusatzstoffe vermisst. Für die Produktion eines hochwertigen, naturbelassenen Lebensmittels ist der Einsatz von gentechnisch manipulierten Hilfs- oder Zusatzstoffen nicht nötig,“ erklärt Geschäftsführer Klaus-Dieter Brügesch.


Verbraucher, die Gentechnik in Lebensmitteln ablehnen, würden durch die geplanten neuen Richtlinien übergangen und manipuliert, Verbraucherschutz werde zur Farce.
Für die Firma Life Food aus Freiburg, die unter dem Markennamen Taifun vielfältige Tofu-Spezialitäten anbietet, kommt eine feinstoffliche Dimension dazu: „Wir wissen, dass Essen mehr bedeutet als sich Wärme produzierende Einheiten einzuschleusen. Essen ist Information - auch im Kleinsten - und schafft Beziehung zum Umfeld, aus dem es stammt. Hinter dem materiellen Aspekt der Produkte steht auch eine geistige und energetische Komponente. Wer mit Natur in Verbindung sein möchte, isst gerne natürliche Stoffe. Gentechnisch veränderte Organismen in der Nahrung sind insofern nicht einschätzbar und für jemanden, der sich bewusst ernähren möchte, nicht beziehungsfähig,“ ist sich Geschäftsführer Wolfgang Heck sicher.


„Alle Demeter-Hersteller leisten erheblichen Mehraufwand, um immer sicher zu stellen, dass ihre Rohstoffe und die wenigen unverzichtbaren Hilfsstoffe für die Verarbeitung frei von gentechnischen Manipulationen sind. Diesen Weg wollen sie konsequent fortsetzen und hoffen auf entsprechende Voraussetzungen auch durch die Brüsseler Politik,“ lautet das Fazit von Demeter-Bund-Geschäftsführer Stephan Illi. 

04.05.2007
Bio-Hersteller gegen eine Aufweichung der EU-Ökoverordnung

Die großen Naturkost-Hersteller im Demeter-Verband stellen sich gegen eine Aufweichung der EU-Ökoverordnung. Sie befürchten Gentechnik in Bio-Lebensmitteln, wenn zukünftig wie in Brüssel geplant auch für Bio-Lebensmittel gentechnisch veränderte Zusatzstoffe zugelassen würden.


„Das wäre der Einstieg der Gentechnik in die Bio-Lebensmittelwirtschaft durch die Hintertür“, warnt Volkmar Spielberger, Vorstand der NaturataSpielberger AG. Eine solche Änderung sei zudem gar nicht notwendig, meint der Bio-Pionier. Bio-Verarbeiter bewiesen seit Jahrzehnten, dass bei der Herstellung von hochwertigen Bio-Produkten weitgehend auf Zusatzstoffe verzichtet werden könne. Dies erfordere allerdings ein Umdenken bei den Herstellungsprozessen. Es genüge nicht, lediglich die Rohstoffe in den Rezepturen gegen solche aus Bio-Anbau auszutauschen. „Bei der Herstellung qualitativ hochwertiger und vitaler Lebensmittel gilt es, das Produkt und die menschliche Ernährung ganzheitlich zu betrachten, um so das Beste für Körper, Seele und Geist zu erzeugen. Deshalb verwendet die NaturataSpielberger AG, wo immer möglich, Rohstoffe aus bio-dynamischer Erzeugung. Bei der Herstellung wird weitestgehend auf Hilfs- und Zusatzstoffe verzichtet,“ so Spielberger.


„Viele Verbraucher wissen diese Konsequenz bei der Herstellung von Bio-Lebensmitteln zu schätzen. Die meisten Konsumenten lehnen Gentechnik im Essen grundsätzlich ab. Sie können sich derzeit bei Bio-Produkten darauf verlassen, dass sie frei sind von genmanipulierten Organismen. Und das muss so bleiben.“


Ulrich Walter von der Ulrich Walter GmbH mit der Marke Lebensbaum unterstreicht das: „Als verantwortungsvoller Hersteller fühlen wir uns den Wünschen und Ansprüchen unserer Kunden verpflichtet. Und diese wollen ganz sicher keine Gentechnik im Essen. Aus diesem Grund können wir diese Aufweichung der Bio-Verordnung nur ablehnen. Wer GVO auch in Bio-Lebensmitteln zulässt, nimmt den Verbrauchern die Wahlfreiheit, auf die sie ein Recht haben."


Für Demeter-Marktforums-Vorstand Thomas Maier von der Beutelsbacher Fruchtsaftkelterei steht fest: „Wenn die Politik jetzt dem Druck konventioneller Hersteller nachgibt, die bei Bio den guten Markt wittern, droht die ganze Bio-Branche in Verruf zu geraten. Das müssen wir verhindern.“


Die Demeter-Felderzeugnisse GmbH, älteste Bio-Erzeugergemeinschaft weltweit, produziert seit über 20 Jahren Demeter-Produkte. „Bis zum heutigen Tag haben wir keinerlei Zusatzstoffe vermisst. Für die Produktion eines hochwertigen, naturbelassenen Lebensmittels ist der Einsatz von gentechnisch manipulierten Hilfs- oder Zusatzstoffen nicht nötig,“ erklärt Geschäftsführer Klaus-Dieter Brügesch.


Verbraucher, die Gentechnik in Lebensmitteln ablehnen, würden durch die geplanten neuen Richtlinien übergangen und manipuliert, Verbraucherschutz werde zur Farce.
Für die Firma Life Food aus Freiburg, die unter dem Markennamen Taifun vielfältige Tofu-Spezialitäten anbietet, kommt eine feinstoffliche Dimension dazu: „Wir wissen, dass Essen mehr bedeutet als sich Wärme produzierende Einheiten einzuschleusen. Essen ist Information - auch im Kleinsten - und schafft Beziehung zum Umfeld, aus dem es stammt. Hinter dem materiellen Aspekt der Produkte steht auch eine geistige und energetische Komponente. Wer mit Natur in Verbindung sein möchte, isst gerne natürliche Stoffe. Gentechnisch veränderte Organismen in der Nahrung sind insofern nicht einschätzbar und für jemanden, der sich bewusst ernähren möchte, nicht beziehungsfähig,“ ist sich Geschäftsführer Wolfgang Heck sicher.


„Alle Demeter-Hersteller leisten erheblichen Mehraufwand, um immer sicher zu stellen, dass ihre Rohstoffe und die wenigen unverzichtbaren Hilfsstoffe für die Verarbeitung frei von gentechnischen Manipulationen sind. Diesen Weg wollen sie konsequent fortsetzen und hoffen auf entsprechende Voraussetzungen auch durch die Brüsseler Politik,“ lautet das Fazit von Demeter-Bund-Geschäftsführer Stephan Illi.