Bio fehlt - Demeter kritisiert Nationalen Aktionsplan für Ernährung und Bewegung

Bio fehlt - Demeter kritisiert Nationalen Aktionsplan für Ernährung und Bewegung

17.07.2008

Mit dem „Nationalen Aktionsplan für Ernährung und Bewegung“ will die Bundesregierung Weichen stellen für eine Wende im Lebensstil vieler Menschen. Das hält auch der älteste Bio-Verband Demeter für den richtigen Ansatz. Dennoch üben die Öko-Pioniere Kritik. Die Bio-Dynamiker vermissen den Aspekt Bio-Lebensmittel im Konzept. „Man wagt nicht einmal die Vorbild-funktion der Bio-Landwirtschaft und Bio-Lebensmittelverarbeitung zu benennen,“ bemängelt Demeter-Vorstand Stephan Illi. Diese Wirtschaftsweise mit vielen positiven Zusatzeffekten für Tier-, Boden-, Klima- und Gewässer-schutz und nicht zuletzt für den Arbeitsmarkt werde aus Angst vor den Lobbyisten der konventionellen Seite schlicht ignoriert.
„Wenn zu diesen Zukunftsfragen der Gesellschaft nicht wirklich mutig Visionen entwor-fen werden, ist das Ganze zum Scheitern verurteilt,“ meint der Agraringenieur. Er verweist auf die besonders hohe Qualität der bio-dynamischen Produkte, die sich durch authentischen Geschmack auszeichnen und in einem wirklich nachhaltigen System ganz ohne Pestizide und ohne fragwürdige Zusatzstoffe erzeugt würden. „Demeter und Bio bieten den wahren gesellschaftlichen Fitnessplan – von der Esskultur bis zur zukunftsfähigen Landbewirtschaftung.“
Dennoch werde der Öko-Bereich ausgeklammert. Auch der aktuelle Fortschrittbericht zur Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung zeige, dass jede ernst-hafte Anstrengung der deutschen Politik fehle, dem selbst gesetzten Ziel von 20 Prozent Ökolandbau näher zu kommen. „Ein bundesweiter Aktionsplan Ökolandbau analog zum gleichnamigen Programm der EU ist überfällig, damit aus Lippenbekenntnis-sen Taten werden,“ fordert Illi für die rund 1400 Demeter-Bauern und mehr als 300 Hersteller in Deutschland.

17.07.2008
Bio fehlt - Demeter kritisiert Nationalen Aktionsplan für Ernährung und Bewegung

Mit dem „Nationalen Aktionsplan für Ernährung und Bewegung“ will die Bundesregierung Weichen stellen für eine Wende im Lebensstil vieler Menschen. Das hält auch der älteste Bio-Verband Demeter für den richtigen Ansatz. Dennoch üben die Öko-Pioniere Kritik. Die Bio-Dynamiker vermissen den Aspekt Bio-Lebensmittel im Konzept. „Man wagt nicht einmal die Vorbild-funktion der Bio-Landwirtschaft und Bio-Lebensmittelverarbeitung zu benennen,“ bemängelt Demeter-Vorstand Stephan Illi. Diese Wirtschaftsweise mit vielen positiven Zusatzeffekten für Tier-, Boden-, Klima- und Gewässer-schutz und nicht zuletzt für den Arbeitsmarkt werde aus Angst vor den Lobbyisten der konventionellen Seite schlicht ignoriert.
„Wenn zu diesen Zukunftsfragen der Gesellschaft nicht wirklich mutig Visionen entwor-fen werden, ist das Ganze zum Scheitern verurteilt,“ meint der Agraringenieur. Er verweist auf die besonders hohe Qualität der bio-dynamischen Produkte, die sich durch authentischen Geschmack auszeichnen und in einem wirklich nachhaltigen System ganz ohne Pestizide und ohne fragwürdige Zusatzstoffe erzeugt würden. „Demeter und Bio bieten den wahren gesellschaftlichen Fitnessplan – von der Esskultur bis zur zukunftsfähigen Landbewirtschaftung.“
Dennoch werde der Öko-Bereich ausgeklammert. Auch der aktuelle Fortschrittbericht zur Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung zeige, dass jede ernst-hafte Anstrengung der deutschen Politik fehle, dem selbst gesetzten Ziel von 20 Prozent Ökolandbau näher zu kommen. „Ein bundesweiter Aktionsplan Ökolandbau analog zum gleichnamigen Programm der EU ist überfällig, damit aus Lippenbekenntnis-sen Taten werden,“ fordert Illi für die rund 1400 Demeter-Bauern und mehr als 300 Hersteller in Deutschland.