Böden schützen – Siedlungsflächenrecycling vorantreiben

Böden schützen – Siedlungsflächenrecycling vorantreiben

05.12.2011

Eine rasche und effiziente Eindämmung des Flächenverbrauchs in Deutschland fordert Demeter-Vorstand Stephan Illi von der Politik.

 

Täglich werden in Deutschland durch Bauaktivitäten mehr als 100 Hektar Boden zerstört. Der auf der jährlich zerstörten Fläche von 365 Quadratkilometern erzielbare Weizenertrag von etwa zwei Millionen Tonnen könnte eine Großstadt wie Bochum ernähren. „Dieser Umgang mit dem Boden und seinem Potenzial für die Lebensmittelerzeugung ist verantwortungslos“, kritisiert der Agraringenieur Stephan Illi im Namen der biodynamischen Gemeinschaft. Es gehe nicht an, sich einerseits mit Forderungen und Technologietransfer an weniger entwickelte Staaten zu profilieren und andererseits daheim die grundlegenden Hausaufgaben für eine weltweite Sicherung der Ernährung zu versäumen. Boden als endliche Ressource ist nicht wieder herstellbar, so der Demeter-Vorstand. Daher müsse er europa- und weltweit nachhaltig und konsequent  geschützt werden.

 

Wie das am optimalsten gelinge, zeigten gerade biodynamische Projekte etwa in Sekem, wo ägyptischer Wüstenboden dank Biologisch-Dynamischer Wirtschaftsweise fruchtbar gemacht wird. Demeter-Landwirte und -Gärtner erhöhen mit biodynamischen Maßnahmen am nachhaltigsten und erfolgreich die Bodenfruchtbarkeit. Das zeigen Langzeitstudien wie beispielsweise der  2002 in Science präsentierte DOK-Versuch. Biodynamische Landwirtschaft erzeuge so positive Effekte, die angesichts des Klimawandels modellhaft seien: der Humusaufbau ermögliche effektive CO2-Bindung oder verbesserten Hochwasserschutz durch intensivere Versickerung von Niederschlägen. Im Systemvergleich von konventioneller, ökologischer und biodynamischer Wirtschaftsweise schneidet Demeter hinsichtlich lebendiger Böden am besten ab. „An diesem Potenzial sollten sich Politik und Forschung orientieren, um sowohl die natürlichen Ressourcen wie auch die Nahrungsqualität  zu erhalten bzw. weiter zu entwickeln“,  betont der Vorstand des Demeter-Verbandes.

05.12.2011
Böden schützen – Siedlungsflächenrecycling vorantreiben

Eine rasche und effiziente Eindämmung des Flächenverbrauchs in Deutschland fordert Demeter-Vorstand Stephan Illi von der Politik.

 

Täglich werden in Deutschland durch Bauaktivitäten mehr als 100 Hektar Boden zerstört. Der auf der jährlich zerstörten Fläche von 365 Quadratkilometern erzielbare Weizenertrag von etwa zwei Millionen Tonnen könnte eine Großstadt wie Bochum ernähren. „Dieser Umgang mit dem Boden und seinem Potenzial für die Lebensmittelerzeugung ist verantwortungslos“, kritisiert der Agraringenieur Stephan Illi im Namen der biodynamischen Gemeinschaft. Es gehe nicht an, sich einerseits mit Forderungen und Technologietransfer an weniger entwickelte Staaten zu profilieren und andererseits daheim die grundlegenden Hausaufgaben für eine weltweite Sicherung der Ernährung zu versäumen. Boden als endliche Ressource ist nicht wieder herstellbar, so der Demeter-Vorstand. Daher müsse er europa- und weltweit nachhaltig und konsequent  geschützt werden.

 

Wie das am optimalsten gelinge, zeigten gerade biodynamische Projekte etwa in Sekem, wo ägyptischer Wüstenboden dank Biologisch-Dynamischer Wirtschaftsweise fruchtbar gemacht wird. Demeter-Landwirte und -Gärtner erhöhen mit biodynamischen Maßnahmen am nachhaltigsten und erfolgreich die Bodenfruchtbarkeit. Das zeigen Langzeitstudien wie beispielsweise der  2002 in Science präsentierte DOK-Versuch. Biodynamische Landwirtschaft erzeuge so positive Effekte, die angesichts des Klimawandels modellhaft seien: der Humusaufbau ermögliche effektive CO2-Bindung oder verbesserten Hochwasserschutz durch intensivere Versickerung von Niederschlägen. Im Systemvergleich von konventioneller, ökologischer und biodynamischer Wirtschaftsweise schneidet Demeter hinsichtlich lebendiger Böden am besten ab. „An diesem Potenzial sollten sich Politik und Forschung orientieren, um sowohl die natürlichen Ressourcen wie auch die Nahrungsqualität  zu erhalten bzw. weiter zu entwickeln“,  betont der Vorstand des Demeter-Verbandes.