Plädoyer für eine Landwirtschaft ohne Gentechnik

Gelungenes Erntefest "Zukunft Säen" in Offenburg

Plädoyer für eine Landwirtschaft ohne Gentechnik

01.11.2012
Die Bäcker holen biodynamisches Brot aus dem mobilen Backofen der Demeterbäckerei Wüst.
Gemeinsam Gesätes wird genießbar gemacht: Brot vom biodynamischen Weizen, für "Zukunft Säen" im März gesät.

OFFENBURG. Warme Herbstsonne begleitete das Erntefest der Aktion "Zukunft säen – Vielfalt ernten" in Offenburg. Die Initiatoren machten zum Thema, Gentechnik in der Landwirtschaft’ aufmerksam und informierten. Im März wurde auf einem nahegelegenen Feld biodynamischer Sommerweizen von Hand ausgesät gemeinsam mit vielen Menschen im Rahmen einer öffentlichen Aktion. Das Saatgut hierfür war eine Spende des Instituts für biologisch-dynamische Forschung in Darmstadt, ein Backweizen aus gentechnikfreier Züchtung.

Nun wurde das Korn zu Brot gebacken in einer "mobilen Backstube", einem Holzofen, von der Vollkornbäckerei Wüst und konnte von den Besuchern verkostet werden.

Mit der Aktion, die 2006 von einem Schweizer Getreidezüchter ins Leben gerufen wurde und mittlerweile in elf Ländern weltweit stattfindet, soll für eine gentechnikfreie Landwirtschaft geworben werden. Das Offenburger Getreide wuchs heran auf dem Feld der Familie Kaufeis, biodynamisch arbeitende Demeter-Hausgärtner in Offenburg. Innerhalb von vier Monaten reifte das Korn und konnte Ende Juli geerntet werden: ein kleiner Teil von Hand von der dritten Klasse der örtlichen Waldorfschule, der Rest maschinell mit dem Mähdrescher. Mit einer Rüttelsiebmaschine wurde das Getreide gereinigt und dann verarbeitet.

In Deutschland finden in diesem Jahr 35 solcher Aktionen unter dem Motto „Zukuft säen – Vielfalt ernten!“ statt, davon 15 in Baden-Württemberg, erläuterte Johannes Ell-Schnurr, Geschäftsführer von Demeter Baden-Württemberg. Die Sensibilität für das Thema Gentechnik sei im Südwesten besonders groß. Schon die Auswahl von bestimmten Sorten bei Aussaat und Pflanzung entscheide über die Qualität der daraus entstehenden Lebensmittel.

Der Offenburger Landtagsabgeordnete der Grünen, Thomas Marwein, unterstützt die Aktion, denn die grün-rote Landesregierung trat erst vor wenigen Tagen dem Europäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen bei.

Bäckermeister Hans Wüst schilderte, wie er sich vor über 20 Jahren entschied, ausschließlich Biogetreide in seiner Backstube zu verarbeiten. Er war frustriert von der konventionellen Bäckerei mit ihren Fertigbackmischungen und Backmitteln. Der Anfang war nicht leicht, doch inzwischen ist sein Betrieb akzeptiert. Das Abschneiden mit der Maximalzahl der Punkte bei der Brotprüfung der Bäckerinnung in der Oberrheinmesse unterstreicht die hohe Qualität seiner Backwaren.

Die gemeinsame Organisation der Ortenauer Umweltverbände: die Arbeitsgemeinschaft für biologisch-dynamischen Landbau Offenburg, das BUND-Umweltzentrum Ortenau, der Nabu Offenburg, der Förderverein Offenburger Streuobst-Apfelsaft,  die Bürgerinitiative Umweltschutz Offenburg, das Aktionsbündnis "Gentechnikfreie Ortenau" und der Biomarkt Strux ließen das Erntefest zu einer gelungenen Veranstaltung werden.

Plädoyer für eine Landwirtschaft ohne Gentechnik
Gelungenes Erntefest "Zukunft Säen" in Offenburg

OFFENBURG. Warme Herbstsonne begleitete das Erntefest der Aktion "Zukunft säen – Vielfalt ernten" in Offenburg. Die Initiatoren machten zum Thema, Gentechnik in der Landwirtschaft’ aufmerksam und informierten. Im März wurde auf einem nahegelegenen Feld biodynamischer Sommerweizen von Hand ausgesät gemeinsam mit vielen Menschen im Rahmen einer öffentlichen Aktion. Das Saatgut hierfür war eine Spende des Instituts für biologisch-dynamische Forschung in Darmstadt, ein Backweizen aus gentechnikfreier Züchtung.

Nun wurde das Korn zu Brot gebacken in einer "mobilen Backstube", einem Holzofen, von der Vollkornbäckerei Wüst und konnte von den Besuchern verkostet werden.

Mit der Aktion, die 2006 von einem Schweizer Getreidezüchter ins Leben gerufen wurde und mittlerweile in elf Ländern weltweit stattfindet, soll für eine gentechnikfreie Landwirtschaft geworben werden. Das Offenburger Getreide wuchs heran auf dem Feld der Familie Kaufeis, biodynamisch arbeitende Demeter-Hausgärtner in Offenburg. Innerhalb von vier Monaten reifte das Korn und konnte Ende Juli geerntet werden: ein kleiner Teil von Hand von der dritten Klasse der örtlichen Waldorfschule, der Rest maschinell mit dem Mähdrescher. Mit einer Rüttelsiebmaschine wurde das Getreide gereinigt und dann verarbeitet.

In Deutschland finden in diesem Jahr 35 solcher Aktionen unter dem Motto „Zukuft säen – Vielfalt ernten!“ statt, davon 15 in Baden-Württemberg, erläuterte Johannes Ell-Schnurr, Geschäftsführer von Demeter Baden-Württemberg. Die Sensibilität für das Thema Gentechnik sei im Südwesten besonders groß. Schon die Auswahl von bestimmten Sorten bei Aussaat und Pflanzung entscheide über die Qualität der daraus entstehenden Lebensmittel.

Der Offenburger Landtagsabgeordnete der Grünen, Thomas Marwein, unterstützt die Aktion, denn die grün-rote Landesregierung trat erst vor wenigen Tagen dem Europäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen bei.

Bäckermeister Hans Wüst schilderte, wie er sich vor über 20 Jahren entschied, ausschließlich Biogetreide in seiner Backstube zu verarbeiten. Er war frustriert von der konventionellen Bäckerei mit ihren Fertigbackmischungen und Backmitteln. Der Anfang war nicht leicht, doch inzwischen ist sein Betrieb akzeptiert. Das Abschneiden mit der Maximalzahl der Punkte bei der Brotprüfung der Bäckerinnung in der Oberrheinmesse unterstreicht die hohe Qualität seiner Backwaren.

Die gemeinsame Organisation der Ortenauer Umweltverbände: die Arbeitsgemeinschaft für biologisch-dynamischen Landbau Offenburg, das BUND-Umweltzentrum Ortenau, der Nabu Offenburg, der Förderverein Offenburger Streuobst-Apfelsaft,  die Bürgerinitiative Umweltschutz Offenburg, das Aktionsbündnis "Gentechnikfreie Ortenau" und der Biomarkt Strux ließen das Erntefest zu einer gelungenen Veranstaltung werden.