Biologisch-dynamische Forschung

Biodynamische Landwirtschaft verstehen und verbessern

Biologisch-dynamische Forschung

05.04.2016
Bodenuntersuchung
BIld: Forschungsring e.V.

Biologisch-dynamische Forschung erstreckt sich auf alle wesentlichen Bereiche der Agrar­wissenschaften. Dabei bearbeiten biodynamische Forscher*innen auch Themen, die nicht nur für die biologisch-dynamische Landwirtschaft, sondern für den ökologischen Landbau allgemein von hoher Bedeutung sind. Bodenfruchtbarkeit, Lebensmittelqualität und Pflanzenzüchtung sind einige Beispiele. Daneben liegt ein Forschungsschwerpunkt selbstverständlich auf den biologisch-dynamischen Präparaten. Überwiegend wird mit den klassischen, naturwissenschaftlichen Methoden gearbeitet. Ansprechpartner für biologisch-dynamische Fragestellungen ist die Sektion für Landwirtschaft am Goetheanum.

Aus dem Impuls, biologisch-dynamische Landwirtschaft zu verbessern und das Verständnis über sie zu vertiefen, entstanden schon vor Jahrzehnten unabhängige Forschungseinrichtungen, z.B. 1950 das Institut für biologisch-dynamische Forschung in Deutschland. Sie waren damit zugleich die ersten Forschungsinstitute des Ökologischen Landbaus.

Mensch und Natur umfassender verstehen

Biologisch-dynamischer Landwirtschaft liegt ein erweitertes Verständnis von Mensch, Pflanze, Tier, Erde und Kosmos zugrunde. Sie ist deshalb auch eng mit der Entwicklung von Forschungsmethoden verbunden, die anstreben, Mensch und Natur umfassender zu verstehen.

Ein Kennzeichen dieser Forschungsansätze ist, den Menschen in seiner Ganzheit ernst zu nehmen, so wie er sich dem eigenen Bewusstsein erschließt. Damit verbunden ist die Wertschätzung der eigenen Sinneswahrnehmungen. Erkenntnisse sollen sich nicht aus einer (vor)schnellen Einordnung in bestehende Denkmodelle (wie den Materialismus) ergeben. Durch ein unbefangenes, d.h. modellfreies Zusammenschauen von Phänomenen wird die Möglichkeit geschaffen, Neues und auch Unerwartetes über das jeweilige Forschungsobjekt zu erfahren.

Goethe begründete in seinen naturwissenschaftlichen Arbeiten diese Methode. Rudolf Steiner entwickelte diesen Ansatz weiter und gab ihm den Namen Goetheanismus. Eine der daraus entstandenen Anwendungen ist die goetheanistische Pflanzenbetrachtung, die Pflanzen in ihrer Zeitgestalt exakt erfasst und Aussagen beispielsweise über die Harmonie ihres Wuchses erlaubt.

Die phänomenologische Beobachtung des Lebendigen führt zu einer Wertschätzung der Lebensäußerungen von Pflanzen, Tieren usw. wie ihren Rhythmen, Metamorphosen und Zusammenhängen mit Natur und Kosmos. Sie geben Orientierung für ein erweitertes Verständnis von Lebewesen und ihren Kontext.

Für die biologisch-dynamische Qualitätsforschung bedeutet dies, dass Reife, Alterung, Organbildung (z.B. von Same, Frucht, Blatt) oder Licht- und Schattenwirkung für die Beurteilung von Lebensmitteln ebenso ernst genommen werden, wie deren Inhaltsstoffe.

Bildekräfteforschung

Mittel um solche Wirkungen in Lebensmitteln indirekt wahrzunehmen, sind die sogenannten bildschaffenden Methoden wie Kupferchloridkristallisation und Steigbild. Es handelt sich dabei um bildgebende Verfahren, die die Empfindlichkeit bestimmter Metallsalze nutzen, auf die Zugabe geringer Mengen organischer Substanz in Lösung mit spezifischen Formen und Farben zu reagieren. Die beiden Methoden wurden in den letzten Jahren an der Uni Kassel wissenschaftlich validiert.

Eine Reihe wissenschaftlicher Arbeiten über sie liegen vor. Kupferchloridkristallisation und Steigbild werden unter anderem am Forschungsring e. V. in Deutschland für die Qualitätsentwicklung biodynamischer Produkte eingesetzt.

Das ganzheitliche Verständnis des Menschen führt auch dazu, Beobachtungen ernst zu nehmen, die sich nicht als sinnlich einordnen lassen, sondern seelisch-geistiger Art sind. Aus der geschulten Selbst- und Naturbeobachtung ist daraus eine Methode entstanden, Kräfte zu erfassen, die das Lebendige und ihre sinnlichen Erscheinungen konstituieren. Diese sogenannte Bildekräfteforschung nach D. Schmidt ist seit wenigen Jahren Element der biologisch-dynamischen Qualitätsforschung.

Mit ihr können unter anderem Lebensmittel in ihrer Wirkung auf den menschlichen Kräfte- bzw. Lebensleib genau beobachtet und charakterisiert werden.

Aktuelle biodynamische Forschung

Auch wenn die biodynamische Forschung aus großen Idealen schöpft, steht sie nicht für Weltabgewandtheit, sondern zielt auf die Lösung grundlegender und aktueller Fragen. Einige Beispiele:

  • Klimawandel: Durch den Klimawandel sind unsere Kulturpflanzen stärkeren Witterungsschwankungen ausgesetzt. Die durch die biodynamische Bewirtschaftung nachgewiesene bessere Durchwurzelung weist auf eine Strategie zur Minderung dieses Problems (vgl. Raupp et al. 2006).
  • Gentechnik: Welche Dimension nehmen nicht beabsichtigte Effekte gentechnischer Eingriffe an Pflanzen ein? Die exakte Beschreibung der Zeitpflanzengestalt weist auf erhebliche unbeabsichtigte Effekte, die die üblichen genanalytischen Bewertungen nicht erfassen. (vgl. Richter R, J v Damme, J Wirz 2011: Unintended phenotypic effects of single gene insertions in potatoes – assessing deveolpment dynamics and leaf morphology. Elemente der Naturwissenschaft 95, 9-24.)
  • Inhaltsstoffe: Welche Bewirtschaftung führt zu den größten Gehalten Wert gebender Inhaltsstoffe? In mehreren Untersuchungen weist biodynamische Bewirtschaftung höhere Gehalte als konventionelle und ökologische Bewirtschaftung nach. (vgl. Heimler et al 2011)
  • Wirkung von Lebensmitteln: Werden die Wirkungen von Lebensmitteln durch Inhaltsstoffe und Geschmack vollständig erfasst? Lebensmittel induzieren – unabhängig vom Genuss – Emotionen. Durch einen erweiterten Sensoriktest werden diese Effekte wissenschaftlich messbar. (vgl. Geier U, HERMANN I, MITTAG K, BUCHECKER K 2012: First steps in the development of a psychological test on the effects of food on the mental well-being. J Sci Food Agric. 13 Jun 2012. DOI: 10.1002/jsfa.5699
  • Review: Some case studies show benefit of biodynamic practises regarding soil fertility parameters.
    M. Turinek, S. Grobelnik-Mlakar, M. Bavec and F. Bavec 2009: Biodynamic agriculture research progress and priorities. Renewable Agriculture and Food Systems: 24(2); 146–154.
  • Long term trial: höhere Corg-Gehalte, bessere Durchwurzelung (Higher density of roots on plots treated with BD preparations).
    Raupp, J.; Oltmanns, M. (2006): Soil properties, crop yield and quality with farmyard manure with and without biodynamic preparations and with inorganic fertilizers. In: Raupp, J.; Pekrun, C.; Oltmanns, M.; Köpke, U. (Eds.); Long-term Field Experiments in Organic Farming. ISOFAR Scientific Series 1; Verlag Dr. Köster, Berlin; 135-155.
  • Höherer Gehalt an Mikroorganismen durch Präparate.
    Ngosong, Ch.; Jarosch, M.; Raupp, J.; Neumann, E., Ruess, L. (2010): The impact of farming practice on soil microorganisms and arbuscular mycorrhiza fungi: Crop type versus long-term mineral and organic fertilization. Applied Soil Ecology 46, 134-142.
  • Long term experiment: The biodynamic management leads to advantages in soil aggregate stability, soil pH, humus formation, soil calcium, soil biomass and faunal biomass (earthworms and arthropods) even compared to the organic system.
    Mäder, P., Fließbach, A., Dubois, D., Gunst, L., Fried, P., and Niggli, U. 2002. Soil fertility and biodiversity in organic farming. Science 296:1694–1697.
    Fließbach, A., Oberholzer, H.R., Gunst, L., and Mäder, P. 2007. Soil organic matter and biological soil quality indicators after 21 years of organic and conventional farming. Agriculture, Ecosystems and Environment 118:273–284.
  • Präparate verbessern die Kompostqualität und erhöhen die Düngerwirkung.
    Jennifer R. Reeve et al.  2010: Influence of biodynamic preparations on compost development and resultant compost extracts on wheat seedling growth, Bioresource Technology, Volume 101, Issue 14, July 2010, Pages 5658-5666, ISSN 0960-8524, 10.1016/j.biotech.2010.01.144.

 

  • Mehrjähriger Feldversuch mit Wein: Die bd Präparateanwendung führte in den Jahren 2001 bis 2003 zu einem günstigeren Verhältnis von Blattwuchs und Rebe. In einem Jahr (2003) wiesen die BD- Trauben einen signifikant höheren Brix-Wert und tendenziell höhere Phenol- und Anthocyan-Gehalte auf.
    REEVE JR, CARPENTER-BOGGS L, REGANOLD JP, YORK AL, MCGOURTY G, MCGLOSKY LP 2005: Soil and winegrape in biodynamically and organically managed vineyards. Am. J. Enol. Vitic. 56:4.
  • Langzeitversuch der Fachhochschule Geisenheim, Germany. 10 verschlüsselte Proben aus 5 Anbaumethoden konnten mit 3 bildschaffenden Methoden zu 100% korrekt zugeordnet werden. Die beiden BD Varianten mit der Anwendung beider Spritzpräprate (Hornmist und Hornkiesel) führten gegenüber der biologischen Variante zu einer höheren Substanzwirkung und einer besseren Reife.
    FRITZ J, MEISSNER G, ATHMANN M, KÖPKE U 2009: Untersuchung von Traubensaft mit den drei bildschaffenden Methoden Kupferchloridkristallisation, Steigbildmethode und Rundfilterchromatographie. In Mayer et al.: Beiträge zur 10. Wissenschaftstagung Ökologischer Landbau. Vlg. Dr. Köster Berlin
  • Höchste Gehalte an sekundären Inhaltsstoffen bei Salat aus biodynamischer Bewirtschaftung bzw. durch bd Präparate.
    HEIMLER D, VIGNOLINI P, ARFAIOLI, ISOLANI L, ROMANI A 2011: Conventional, organic and biodynamic farming: differences in polyphenol content and antioxidant activity of Batavia lettuce. J Sci Agric 2011; 91:0.

 

  • Biodynamische Bewirtschaftung erhöht den Gehalt wertvoller Fettsäuren in Kuhmilch im Vergleich zu konventionellem Management bei vergleichbarer Fütterungsintensität.
    BAARS T, KUSCHE D, WOHLERS J, MOSLER S 2011: Milchqualität biologisch-dynamisch. Lebendige Erde 1/2011, S. 42-45.
  • Der Konsum biodynamischer Milch führt bei stillenden Müttern zu den höchsten Gehalten wertvoller Fettsäuren in der Muttermilch.
    SIMOES-WÜST AP, RIST L, MUELLER A, HUBER M, STEINHART H, THIJS C 2011: Consumption of dairy products of biodynamic origin is correlated with increased contents of rumenic and trans-vaccenic acid in the breast milk of lactating women. Org. Agr. DOI 10.1007/s13165-011-0013-4.

 

  • Bei Weizen führt der bd Präparateeinsatz zu einer normalisierende (ausgleichenden) Wirkung bei Weizen hinsichtlich Morphologie und Nährstoffaufnahme.
    HAGEL I., HANEKLAUS S., SCHNUG E., SPIEß H. 2002: Mineralstoffgehalte und Kleberzugfestigkeit von Winterweizen in Abhängigkeit von Sorte und biologisch-dynamischem Kieselpräparat. Dt. Ges. Qualitätsforschung,37. Vortragstagung Hannover, S. 75-80
    SPIEß H. 2002: Die Bedeutung der biol.-dyn. Präparate bei der Optimierung acker- und pflanzenbaulicher Maßnahmen. IBDF e.V., Darmstadt, Schriftenreihe 16, S. 51-59
  • In einem dreifaktoriellen Feldversuch mit Buschbohnen (Fritz und Köpke, 2005) wurden folgende Faktoren geprüft: Licht, Mistdüngung und Termin der Hornkieselanwendung. Die Keimeigenschaften der in den Feldversuchen geernteten Samen wurden unter einheitlichen Bedingungen getestet. Der Prozentsatz der aufgelaufenen Keimlinge im war in einem der drei Versuchsjahre war durch Hornkieselanwendung gegenüber der Kontrolle hoch signifikant erhöht.

    FRITZ, J.; KÖPKE, U. (2005): Einfluss von Licht, Düngung und biologisch-dynamischem Spritzpräparat Hornkiesel bei Buschbohne (Phaseolus vulgaris L var nanus) auf die Keimeigenschaften der neu gebildeten Samen. Mitt. Ges. Pflanzenbauwissenschaften 9, 55-60

 

Biologisch-dynamische Forschung
Biodynamische Landwirtschaft verstehen und verbessern

Biologisch-dynamische Forschung erstreckt sich auf alle wesentlichen Bereiche der Agrar­wissenschaften. Dabei bearbeiten biodynamische Forscher*innen auch Themen, die nicht nur für die biologisch-dynamische Landwirtschaft, sondern für den ökologischen Landbau allgemein von hoher Bedeutung sind. Bodenfruchtbarkeit, Lebensmittelqualität und Pflanzenzüchtung sind einige Beispiele. Daneben liegt ein Forschungsschwerpunkt selbstverständlich auf den biologisch-dynamischen Präparaten. Überwiegend wird mit den klassischen, naturwissenschaftlichen Methoden gearbeitet. Ansprechpartner für biologisch-dynamische Fragestellungen ist die Sektion für Landwirtschaft am Goetheanum.

Aus dem Impuls, biologisch-dynamische Landwirtschaft zu verbessern und das Verständnis über sie zu vertiefen, entstanden schon vor Jahrzehnten unabhängige Forschungseinrichtungen, z.B. 1950 das Institut für biologisch-dynamische Forschung in Deutschland. Sie waren damit zugleich die ersten Forschungsinstitute des Ökologischen Landbaus.

Mensch und Natur umfassender verstehen

Biologisch-dynamischer Landwirtschaft liegt ein erweitertes Verständnis von Mensch, Pflanze, Tier, Erde und Kosmos zugrunde. Sie ist deshalb auch eng mit der Entwicklung von Forschungsmethoden verbunden, die anstreben, Mensch und Natur umfassender zu verstehen.

Ein Kennzeichen dieser Forschungsansätze ist, den Menschen in seiner Ganzheit ernst zu nehmen, so wie er sich dem eigenen Bewusstsein erschließt. Damit verbunden ist die Wertschätzung der eigenen Sinneswahrnehmungen. Erkenntnisse sollen sich nicht aus einer (vor)schnellen Einordnung in bestehende Denkmodelle (wie den Materialismus) ergeben. Durch ein unbefangenes, d.h. modellfreies Zusammenschauen von Phänomenen wird die Möglichkeit geschaffen, Neues und auch Unerwartetes über das jeweilige Forschungsobjekt zu erfahren.

Goethe begründete in seinen naturwissenschaftlichen Arbeiten diese Methode. Rudolf Steiner entwickelte diesen Ansatz weiter und gab ihm den Namen Goetheanismus. Eine der daraus entstandenen Anwendungen ist die goetheanistische Pflanzenbetrachtung, die Pflanzen in ihrer Zeitgestalt exakt erfasst und Aussagen beispielsweise über die Harmonie ihres Wuchses erlaubt.

Die phänomenologische Beobachtung des Lebendigen führt zu einer Wertschätzung der Lebensäußerungen von Pflanzen, Tieren usw. wie ihren Rhythmen, Metamorphosen und Zusammenhängen mit Natur und Kosmos. Sie geben Orientierung für ein erweitertes Verständnis von Lebewesen und ihren Kontext.

Für die biologisch-dynamische Qualitätsforschung bedeutet dies, dass Reife, Alterung, Organbildung (z.B. von Same, Frucht, Blatt) oder Licht- und Schattenwirkung für die Beurteilung von Lebensmitteln ebenso ernst genommen werden, wie deren Inhaltsstoffe.

Bildekräfteforschung

Mittel um solche Wirkungen in Lebensmitteln indirekt wahrzunehmen, sind die sogenannten bildschaffenden Methoden wie Kupferchloridkristallisation und Steigbild. Es handelt sich dabei um bildgebende Verfahren, die die Empfindlichkeit bestimmter Metallsalze nutzen, auf die Zugabe geringer Mengen organischer Substanz in Lösung mit spezifischen Formen und Farben zu reagieren. Die beiden Methoden wurden in den letzten Jahren an der Uni Kassel wissenschaftlich validiert.

Eine Reihe wissenschaftlicher Arbeiten über sie liegen vor. Kupferchloridkristallisation und Steigbild werden unter anderem am Forschungsring e. V. in Deutschland für die Qualitätsentwicklung biodynamischer Produkte eingesetzt.

Das ganzheitliche Verständnis des Menschen führt auch dazu, Beobachtungen ernst zu nehmen, die sich nicht als sinnlich einordnen lassen, sondern seelisch-geistiger Art sind. Aus der geschulten Selbst- und Naturbeobachtung ist daraus eine Methode entstanden, Kräfte zu erfassen, die das Lebendige und ihre sinnlichen Erscheinungen konstituieren. Diese sogenannte Bildekräfteforschung nach D. Schmidt ist seit wenigen Jahren Element der biologisch-dynamischen Qualitätsforschung.

Mit ihr können unter anderem Lebensmittel in ihrer Wirkung auf den menschlichen Kräfte- bzw. Lebensleib genau beobachtet und charakterisiert werden.

Aktuelle biodynamische Forschung

Auch wenn die biodynamische Forschung aus großen Idealen schöpft, steht sie nicht für Weltabgewandtheit, sondern zielt auf die Lösung grundlegender und aktueller Fragen. Einige Beispiele:

  • Klimawandel: Durch den Klimawandel sind unsere Kulturpflanzen stärkeren Witterungsschwankungen ausgesetzt. Die durch die biodynamische Bewirtschaftung nachgewiesene bessere Durchwurzelung weist auf eine Strategie zur Minderung dieses Problems (vgl. Raupp et al. 2006).
  • Gentechnik: Welche Dimension nehmen nicht beabsichtigte Effekte gentechnischer Eingriffe an Pflanzen ein? Die exakte Beschreibung der Zeitpflanzengestalt weist auf erhebliche unbeabsichtigte Effekte, die die üblichen genanalytischen Bewertungen nicht erfassen. (vgl. Richter R, J v Damme, J Wirz 2011: Unintended phenotypic effects of single gene insertions in potatoes – assessing deveolpment dynamics and leaf morphology. Elemente der Naturwissenschaft 95, 9-24.)
  • Inhaltsstoffe: Welche Bewirtschaftung führt zu den größten Gehalten Wert gebender Inhaltsstoffe? In mehreren Untersuchungen weist biodynamische Bewirtschaftung höhere Gehalte als konventionelle und ökologische Bewirtschaftung nach. (vgl. Heimler et al 2011)
  • Wirkung von Lebensmitteln: Werden die Wirkungen von Lebensmitteln durch Inhaltsstoffe und Geschmack vollständig erfasst? Lebensmittel induzieren – unabhängig vom Genuss – Emotionen. Durch einen erweiterten Sensoriktest werden diese Effekte wissenschaftlich messbar. (vgl. Geier U, HERMANN I, MITTAG K, BUCHECKER K 2012: First steps in the development of a psychological test on the effects of food on the mental well-being. J Sci Food Agric. 13 Jun 2012. DOI: 10.1002/jsfa.5699