Demeter-Bayern beschließt Aktionsprogramm für Kühe mit Hörnern

Gruppenvertreterkonferenz in Beilngries

Demeter-Bayern beschließt Aktionsprogramm für Kühe mit Hörnern

26.11.2015

Auf ihrer jährlichen Konferenz in Beilngries befassten sich die Vertreterinnen und Vertreter der 21 regionalen Arbeitsgruppen von Demeter Bayern mit der zunehmenden Enthornung und der forcierten Zucht auf genetische Hornlosigkeit bei Kühen. Die Hornbildung bei diesen Wiederkäuern ist besonders bei der auf Demeter-Betrieben praktizierten artgerechten Fütterung mit rohfaserreichem Grundfutter wie Gras, Klee und Heu für den Stoffwechsel besonders wichtig. Außerdem werden die Hörner für die hofeigene Herstellung der Kuhhornpräparate benötigt.

Akuten Handlungsbedarf für den Verband sahen die Teilnehmenden auf vielen Feldern:
In der Vermarktung ist ein Ausgleich für die teuren Haltungsformen nötig, denn Rinder mit Hörnern brauchen mehr Platz und speziell gestaltete Ställe. In der Öffentlichkeitsarbeit gilt es die Bedeutung der Hörner darzustellen - und dass die genetische Hornlosigkeit nur ein fauler Kompromiss ist, bei dem den Tieren nur weniger offensichtlich ein Organ und Kommunikationsmittel genommen wird.

Demeter muss nach Allianzpartnern bei Tierschutz und (ökologischen) Zuchtverbänden suchen, um nicht allein als "gallisches Dorf" Widerstand gegen die derzeit von vielen Seiten vorangetriebene Enthornung aller Kälber leisten zu müssen.

Vorantreiben will man außerdem die Qualitätsforschung zu besserer Verträglichkeit von Hörnermilch und die Unterstützung der Betriebe in der eigenen Stierhaltung. Daneben muss durch Kooperationen mit Besamungsstationen auch weiterhin Sperma hörnertragender Linien verfügbar sein. Nicht zuletzt bevorzugen auch immer noch viele konventionelle Landwirte hörnertragende Vererber - hier will man über die Öko-Landwirtschaft hinaus zum Wohl der Tiere zusammenarbeiten. Ein weiteres Ziel muss sein, dass  auf Demeter-Milchbetrieben geborene männliche Kälber  auf diesen oder anderen Demeterhöfen weitergefüttert werden können und so nicht enthornt werden müssen, dazu ist eine kostendeckende Fleischvermarktung erforderlich.

Demeter-Bayern beschließt Aktionsprogramm für Kühe mit Hörnern
Gruppenvertreterkonferenz in Beilngries

Auf ihrer jährlichen Konferenz in Beilngries befassten sich die Vertreterinnen und Vertreter der 21 regionalen Arbeitsgruppen von Demeter Bayern mit der zunehmenden Enthornung und der forcierten Zucht auf genetische Hornlosigkeit bei Kühen. Die Hornbildung bei diesen Wiederkäuern ist besonders bei der auf Demeter-Betrieben praktizierten artgerechten Fütterung mit rohfaserreichem Grundfutter wie Gras, Klee und Heu für den Stoffwechsel besonders wichtig. Außerdem werden die Hörner für die hofeigene Herstellung der Kuhhornpräparate benötigt.

Akuten Handlungsbedarf für den Verband sahen die Teilnehmenden auf vielen Feldern:
In der Vermarktung ist ein Ausgleich für die teuren Haltungsformen nötig, denn Rinder mit Hörnern brauchen mehr Platz und speziell gestaltete Ställe. In der Öffentlichkeitsarbeit gilt es die Bedeutung der Hörner darzustellen - und dass die genetische Hornlosigkeit nur ein fauler Kompromiss ist, bei dem den Tieren nur weniger offensichtlich ein Organ und Kommunikationsmittel genommen wird.

Demeter muss nach Allianzpartnern bei Tierschutz und (ökologischen) Zuchtverbänden suchen, um nicht allein als "gallisches Dorf" Widerstand gegen die derzeit von vielen Seiten vorangetriebene Enthornung aller Kälber leisten zu müssen.

Vorantreiben will man außerdem die Qualitätsforschung zu besserer Verträglichkeit von Hörnermilch und die Unterstützung der Betriebe in der eigenen Stierhaltung. Daneben muss durch Kooperationen mit Besamungsstationen auch weiterhin Sperma hörnertragender Linien verfügbar sein. Nicht zuletzt bevorzugen auch immer noch viele konventionelle Landwirte hörnertragende Vererber - hier will man über die Öko-Landwirtschaft hinaus zum Wohl der Tiere zusammenarbeiten. Ein weiteres Ziel muss sein, dass  auf Demeter-Milchbetrieben geborene männliche Kälber  auf diesen oder anderen Demeterhöfen weitergefüttert werden können und so nicht enthornt werden müssen, dazu ist eine kostendeckende Fleischvermarktung erforderlich.