Biodynamisch Zukunft säen statt Agro-Gentechnik

Offenburger Demeter-Gärtner starten diesjährige Aussaatkampagne

Biodynamisch Zukunft säen statt Agro-Gentechnik

21.03.2012

Sechzig Menschen nahmen am vergangenen Sonntag die Zukunft der Landwirtschaft in die eigene Hand: Sie säten biodynamisch gezüchteten Sommerweizen, garantiert gentechnikfrei, im Rahmen einer fröhlich-festlichen Protestaktion gegen Gentechnik in der Agrarkultur. Die Familie Kaufeis, biodynamisch arbeitende Demeter-Hausgärtner in Offenburg, hat dafür einen Morgen Acker zur Verfügung gestellt, auf dem die Getreidesorte Helios des Züchters Hartmut Spieß nun heranwachsen kann. „Der Demeter-Verband lehnt Züchtungsmethoden ab, welche die Kräfteorganisation der Pflanze nachhaltig schwächen oder schädigen, und damit auch Agro-Gentechnik“, so Demeter-Landesgeschäftsführer Johannes Ell-Schnurr zum Auftakt der ersten Zukunft-Säen-Veranstaltung des Jahres.

Thomas Marwein, umweltpolitischer Sprecher der Grünen Landtagsfraktion in Baden-Württemberg und Abgeordneter des Ortenaukreises, der an der Aktion teilnahm, bekräftigte vor Ort die Absicht der neuen Landesregierung, als ganzes Bundesland dem Bündnis für gentechnikfreie Regionen beizutreten. Außerdem sollen die Bestimmungen des Qualitätszeichens Baden-Württemberg um GVO-Freiheit auch der Futtermittel erweitert werden, kündigte er an. Weitere „Saathelfer“ kamen vom Offenburger Biomarkt Strux, dem BUND-Kreisverband und dem Fördervereins Offenburger Streuobst-Apfelsaft.

„Wir brauchen keine Gentechnik in der Natur, auch nicht um die Welt zu ernähren: Eine Handvoll biodynamische Züchter führt vor, dass nahrhafte und gesunde Pflanzen nur entstehen, wenn schon bei der Züchtung die Integrität der Pflanze geachtet und auf Vitalität und Geschmack hin selektiert wird,“ so Demeter-Bundesvorstand Stephan Illi am Montag zur gelungenen Aktion. „Mit Öko-Züchtung und Öko-Landbau wäre viel mehr möglich, wenn Forschung und Politik sich darauf konzentrieren würden, statt einseitig Landwirtschaft aus dem Labor zu fördern.“

Die Idee des praktischen Protestes gegen Gentechnik stammt von zwei Schweizern: dem Züchter Peter Kunz und dem Demeter-Landwirt Ueli Hurter. In inzwischen über 13 Ländern finden seit mehreren Jahren Aktionen mit gemeinsamer Aussaat statt, in diesem Jahr werden allein 30 auf Demeter-Höfen im Bundesgebiet mit der öffentlichen Aussaat biodynamischer Sorten ein Zeichen gegen Gentechnik setzen. Die meisten Termine finden im Rahmen der Herbstaussaat statt und sind auf der Website des Demeter-Bundesverbandes: www.demeter.de für Deutschland bzw. unter  www.avenirsem.ch für die Aktionen in anderen Ländern einsehbar.

 

21.03.2012
Biodynamisch Zukunft säen statt Agro-Gentechnik
Offenburger Demeter-Gärtner starten diesjährige Aussaatkampagne

Sechzig Menschen nahmen am vergangenen Sonntag die Zukunft der Landwirtschaft in die eigene Hand: Sie säten biodynamisch gezüchteten Sommerweizen, garantiert gentechnikfrei, im Rahmen einer fröhlich-festlichen Protestaktion gegen Gentechnik in der Agrarkultur. Die Familie Kaufeis, biodynamisch arbeitende Demeter-Hausgärtner in Offenburg, hat dafür einen Morgen Acker zur Verfügung gestellt, auf dem die Getreidesorte Helios des Züchters Hartmut Spieß nun heranwachsen kann. „Der Demeter-Verband lehnt Züchtungsmethoden ab, welche die Kräfteorganisation der Pflanze nachhaltig schwächen oder schädigen, und damit auch Agro-Gentechnik“, so Demeter-Landesgeschäftsführer Johannes Ell-Schnurr zum Auftakt der ersten Zukunft-Säen-Veranstaltung des Jahres.

Thomas Marwein, umweltpolitischer Sprecher der Grünen Landtagsfraktion in Baden-Württemberg und Abgeordneter des Ortenaukreises, der an der Aktion teilnahm, bekräftigte vor Ort die Absicht der neuen Landesregierung, als ganzes Bundesland dem Bündnis für gentechnikfreie Regionen beizutreten. Außerdem sollen die Bestimmungen des Qualitätszeichens Baden-Württemberg um GVO-Freiheit auch der Futtermittel erweitert werden, kündigte er an. Weitere „Saathelfer“ kamen vom Offenburger Biomarkt Strux, dem BUND-Kreisverband und dem Fördervereins Offenburger Streuobst-Apfelsaft.

„Wir brauchen keine Gentechnik in der Natur, auch nicht um die Welt zu ernähren: Eine Handvoll biodynamische Züchter führt vor, dass nahrhafte und gesunde Pflanzen nur entstehen, wenn schon bei der Züchtung die Integrität der Pflanze geachtet und auf Vitalität und Geschmack hin selektiert wird,“ so Demeter-Bundesvorstand Stephan Illi am Montag zur gelungenen Aktion. „Mit Öko-Züchtung und Öko-Landbau wäre viel mehr möglich, wenn Forschung und Politik sich darauf konzentrieren würden, statt einseitig Landwirtschaft aus dem Labor zu fördern.“

Die Idee des praktischen Protestes gegen Gentechnik stammt von zwei Schweizern: dem Züchter Peter Kunz und dem Demeter-Landwirt Ueli Hurter. In inzwischen über 13 Ländern finden seit mehreren Jahren Aktionen mit gemeinsamer Aussaat statt, in diesem Jahr werden allein 30 auf Demeter-Höfen im Bundesgebiet mit der öffentlichen Aussaat biodynamischer Sorten ein Zeichen gegen Gentechnik setzen. Die meisten Termine finden im Rahmen der Herbstaussaat statt und sind auf der Website des Demeter-Bundesverbandes: www.demeter.de für Deutschland bzw. unter  www.avenirsem.ch für die Aktionen in anderen Ländern einsehbar.