Gärtnerei Obergrashof erhält Förderpreis Ökologischer Landbau 2012

Gemüsevielfalt und Saatgutzüchtung mit nachhaltiger Bewirtschaftung

Gärtnerei Obergrashof erhält Förderpreis Ökologischer Landbau 2012

07.03.2012

Die Demeter-Gärtnerei Obergrashof in Bayern erhält den Förderpreis Ökologischer Landbau 2012 für ihre innovative gesamtbetriebliche Konzeption.

Vielfalt, Nachhaltigkeit und das Wirtschaften in Kreisläufen – für die Leiter der Demeter-Gärtnerei Obergrashof in Dachau, Julian Jacobs und Peter Stinshoff, haben diese Ziele oberste Priorität. Dass es den Betriebsleitern gelungen ist, diesen Anspruch auch auf den großflächigen, intensiven Anbau von Frischgemüse zu übertragen, ist ihr großer Verdienst. Für diese Leistung wurde der Biobetrieb mit dem Förderpreis Ökologischer Landbau 2012 ausgezeichnet.

Vielfalt heißt für die Betriebsleiter vor allem aktive Züchtungsarbeit bei den unterschiedlichsten Gemüsearten. Neben einem eigenen Nachbau werden ständig neue Sorten entwickelt, von denen bereits einige die Zulassung durch das Bundessortenamt erhalten haben. Ein besonderes Anliegen ist es, samenfeste Sorten zu entwickeln, die, anders als die üblicherweise in der Gemüseerzeugung genutzten Hybridsorten, weiter nachgebaut werden können. Damit auch andere Gemüseanbauer von diesem Vorteil profitieren, wird jede neue Sorte dem Verein Kultursaat e.V. übertragen. "Sorten sind ein Kulturgut", sagt Julian Jacobs dazu, "sie müssen allen Menschen zur Verfügung stehen".

Den Kreislaufgedanken verwirklichte der Betrieb auch über den Aufbau einer knapp 70-köpfige Rinderherde und durch die Haltung von etwa 40 Milchschafen. Die Herden wurden ganz bewusst in den Betrieb integriert, um den anfallenden Mist für den Gemüseanbau nutzen zu können. Dieser wird zusammen mit Ernteabfällen und Gesteinsmehlen sorgfältig kompostiert und anschließend als nährstoffreicher Dünger ausgebracht. Die Wirkung des Kompostes ist so gut, dass pro Hektar nur noch zehn Kilogramm Stickstoff zusätzlich gedüngt werden muss – für einen Gemüsebetrieb ein beeindruckend niedriger Wert. Das Thema Vielfalt spiegelt sich auch in der Wahl der Rinderrasse wider. Die Betriebsleiter entschieden sich für das vom Aussterben bedrohte Werdenfelser Rind. Heute führt der Betrieb den zweitgrößten Bestand dieser Rasse.

Der Anspruch auf Nachhaltigkeit setzt sich auch bei den Mitarbeitern des Betriebes fort, vor allem im Bereich der Ausbildung. Die Betriebsleiter führen den Obergrashof als lernendes System, in dem Lehrlinge immer im Team mit erfahrenen Mitarbeitern zusammenarbeiten. In den letzten 20 Jahren wurden auf diese Weise über 40 Lehrlinge auf dem Hof ausgebildet. Hinzu kommen 25 Vollzeitarbeitskräfte, mit deren Hilfe der Betrieb zum wichtigsten Lieferanten von Demeter-Frischgemüse in der Region München aufgestiegen ist.

 Um das gesammelte Wissen weiterzugeben, bildet der Betrieb jedes Jahr fünf bis sechs Lehrlinge aus. Außerdem bietet er regelmäßig Hofführungen und Seminare an.

http://obergrashof.de/

Gärtnerei Obergrashof erhält Förderpreis Ökologischer Landbau 2012
Gemüsevielfalt und Saatgutzüchtung mit nachhaltiger Bewirtschaftung

Die Demeter-Gärtnerei Obergrashof in Bayern erhält den Förderpreis Ökologischer Landbau 2012 für ihre innovative gesamtbetriebliche Konzeption.

Vielfalt, Nachhaltigkeit und das Wirtschaften in Kreisläufen – für die Leiter der Demeter-Gärtnerei Obergrashof in Dachau, Julian Jacobs und Peter Stinshoff, haben diese Ziele oberste Priorität. Dass es den Betriebsleitern gelungen ist, diesen Anspruch auch auf den großflächigen, intensiven Anbau von Frischgemüse zu übertragen, ist ihr großer Verdienst. Für diese Leistung wurde der Biobetrieb mit dem Förderpreis Ökologischer Landbau 2012 ausgezeichnet.

Vielfalt heißt für die Betriebsleiter vor allem aktive Züchtungsarbeit bei den unterschiedlichsten Gemüsearten. Neben einem eigenen Nachbau werden ständig neue Sorten entwickelt, von denen bereits einige die Zulassung durch das Bundessortenamt erhalten haben. Ein besonderes Anliegen ist es, samenfeste Sorten zu entwickeln, die, anders als die üblicherweise in der Gemüseerzeugung genutzten Hybridsorten, weiter nachgebaut werden können. Damit auch andere Gemüseanbauer von diesem Vorteil profitieren, wird jede neue Sorte dem Verein Kultursaat e.V. übertragen. "Sorten sind ein Kulturgut", sagt Julian Jacobs dazu, "sie müssen allen Menschen zur Verfügung stehen".

Den Kreislaufgedanken verwirklichte der Betrieb auch über den Aufbau einer knapp 70-köpfige Rinderherde und durch die Haltung von etwa 40 Milchschafen. Die Herden wurden ganz bewusst in den Betrieb integriert, um den anfallenden Mist für den Gemüseanbau nutzen zu können. Dieser wird zusammen mit Ernteabfällen und Gesteinsmehlen sorgfältig kompostiert und anschließend als nährstoffreicher Dünger ausgebracht. Die Wirkung des Kompostes ist so gut, dass pro Hektar nur noch zehn Kilogramm Stickstoff zusätzlich gedüngt werden muss – für einen Gemüsebetrieb ein beeindruckend niedriger Wert. Das Thema Vielfalt spiegelt sich auch in der Wahl der Rinderrasse wider. Die Betriebsleiter entschieden sich für das vom Aussterben bedrohte Werdenfelser Rind. Heute führt der Betrieb den zweitgrößten Bestand dieser Rasse.

Der Anspruch auf Nachhaltigkeit setzt sich auch bei den Mitarbeitern des Betriebes fort, vor allem im Bereich der Ausbildung. Die Betriebsleiter führen den Obergrashof als lernendes System, in dem Lehrlinge immer im Team mit erfahrenen Mitarbeitern zusammenarbeiten. In den letzten 20 Jahren wurden auf diese Weise über 40 Lehrlinge auf dem Hof ausgebildet. Hinzu kommen 25 Vollzeitarbeitskräfte, mit deren Hilfe der Betrieb zum wichtigsten Lieferanten von Demeter-Frischgemüse in der Region München aufgestiegen ist.

 Um das gesammelte Wissen weiterzugeben, bildet der Betrieb jedes Jahr fünf bis sechs Lehrlinge aus. Außerdem bietet er regelmäßig Hofführungen und Seminare an.

http://obergrashof.de/