Bäuerinnentagung im Chiemgau

"Kräfte bündeln- Grenzen achten" Die feine Kunst im Umgang der Generationen

Bäuerinnentagung im Chiemgau

02.04.2012

Fast 40 Frauen waren am Samstag, den 24. März der Einladung zum inzwischen vierten DEMETER- Frauentag zum „Alten Wirt“ in Seeon gefolgt. Referentin war diesmal Margarete Hospach, Sozialpädagogin, systemische Familientherapeutin und Mediatorin mit der Approbation zur Kinder- und Jugendpsychotherapeutin. Sie arbeitet seit Anfang der 90er Jahre als Supervisorin in der Einzel- und Gruppenarbeit und als Referentin in der Erwachsenenbildung. Einer ihrer Themenschwerpunkte sind Familien- und Generationskonflikte gerade in landwirtschaftlichen Betrieben.

Ein tiefgreifenden Wandel in der Gesellschaft und eine Veränderung des Familienleitbildes bricht traditionelle Formen des Zusammenlebens auch auf den Höfen immer mehr auf.  Früher war „Bäuerin“ ein Lebensberuf, heute kommen nur noch 35% der jungen Frauen auf den Höfen aus der Landwirtschaft. Dadurch entsteht eine zunehmende Vielfalt an „Lebensoptionen“; vieles funktioniert nicht mehr so wie früher, wo die Vorgaben relativ beengt waren, es gab „richtig“ und „falsch“, alles wurde dem Betrieb untergeordnet. Heute ist vieles denkbar und verhandelbar geworden, bringt oft aber auch Entscheidungsnöte mit sich. Wie sich der Umgang zwischen „Jung“ und „Alt“ mit gutem Willen, viel Achtsamkeit und gegenseitigem Respekt, gegenseitiger Würdigung und Wertschätzung zu einem zufriedenem und bereicherndem Miteinander entwickeln kann war der Schwerpunkt des Referates. Dabei wurden die Einheirat in einen Hof und die Betriebsübergabe als spezielle Herausforderungen näher betrachtet und mit Hilfe einer „Aufstellung“ der beteiligten Personen richtiggehend „erlebbar“ und „erfahrbar“ gemacht.  Durch diese „Anschaulichkeit“ entstand dann auch eine lebhafte Diskussion mit vielen weiterführenden Fragen…

Wunderschönes Frühlingswetter, eine hervorragende Bewirtung, ein hochinteressantes Thema, bei dem auch der Humor nicht zu kurz kam und ein gutes Miteinander ließen den DEMETER- Frauentag wieder zu einem echten Erlebnis werden!

Bäuerinnentagung im Chiemgau
"Kräfte bündeln- Grenzen achten" Die feine Kunst im Umgang der Generationen

Fast 40 Frauen waren am Samstag, den 24. März der Einladung zum inzwischen vierten DEMETER- Frauentag zum „Alten Wirt“ in Seeon gefolgt. Referentin war diesmal Margarete Hospach, Sozialpädagogin, systemische Familientherapeutin und Mediatorin mit der Approbation zur Kinder- und Jugendpsychotherapeutin. Sie arbeitet seit Anfang der 90er Jahre als Supervisorin in der Einzel- und Gruppenarbeit und als Referentin in der Erwachsenenbildung. Einer ihrer Themenschwerpunkte sind Familien- und Generationskonflikte gerade in landwirtschaftlichen Betrieben.

Ein tiefgreifenden Wandel in der Gesellschaft und eine Veränderung des Familienleitbildes bricht traditionelle Formen des Zusammenlebens auch auf den Höfen immer mehr auf.  Früher war „Bäuerin“ ein Lebensberuf, heute kommen nur noch 35% der jungen Frauen auf den Höfen aus der Landwirtschaft. Dadurch entsteht eine zunehmende Vielfalt an „Lebensoptionen“; vieles funktioniert nicht mehr so wie früher, wo die Vorgaben relativ beengt waren, es gab „richtig“ und „falsch“, alles wurde dem Betrieb untergeordnet. Heute ist vieles denkbar und verhandelbar geworden, bringt oft aber auch Entscheidungsnöte mit sich. Wie sich der Umgang zwischen „Jung“ und „Alt“ mit gutem Willen, viel Achtsamkeit und gegenseitigem Respekt, gegenseitiger Würdigung und Wertschätzung zu einem zufriedenem und bereicherndem Miteinander entwickeln kann war der Schwerpunkt des Referates. Dabei wurden die Einheirat in einen Hof und die Betriebsübergabe als spezielle Herausforderungen näher betrachtet und mit Hilfe einer „Aufstellung“ der beteiligten Personen richtiggehend „erlebbar“ und „erfahrbar“ gemacht.  Durch diese „Anschaulichkeit“ entstand dann auch eine lebhafte Diskussion mit vielen weiterführenden Fragen…

Wunderschönes Frühlingswetter, eine hervorragende Bewirtung, ein hochinteressantes Thema, bei dem auch der Humor nicht zu kurz kam und ein gutes Miteinander ließen den DEMETER- Frauentag wieder zu einem echten Erlebnis werden!