Auf dem Weg zur Wir-Kultur

Soziale Aspekte rund um die biodynamische Wirtschaftsweise

Auf dem Weg zur Wir-Kultur

27.10.2011
Demeter-Betriebe als Erlebnisorte
Demeter-Betriebe als Erlebnis- und Lernort für Schulklassen

Ist biodynamische Landwirtschaft nicht per se auch sozial? Schließlich erzeugen Demeter-Bauern und –Gärtner umweltverträglich gesunde Lebensmittel. Sie sichern so die Nahrungsgrundlage für uns Menschen und zugleich eine Kulturlandschaft, die unser Auge erfreut.

Abgesehen von diesen Überlegungen, verbinden die meisten beim Thema Soziales in der Landwirtschaft am ehesten die Integration von Menschen mit Behinderungen in die Hofarbeit. Dabei weist der Biodynamische Landbau weit mehr an sozialen Aspekten auf.

Kulturelle Orte

Ein vielfältiges Kulturangebot zählt zum erweiterten Kreis sozialer Leistungen. Bei Thea und Rolf Clostermann auf dem Neuhollandshof in Wesel darf mitten in der Apfelbaumplantage Konzerten gelauscht werden. Auf dem Dottenfelderhof in Bad Vilbel erleben Kunden die Reifeprüfung als Käseverkostung mit Rahmenprogramm und bei den Aktionen Zukunft säen im Herbst verbinden sich Menschen mit der Arbeit in der Landwirtschaft und zeigen Flagge gegen Agro-Gentechnik. Um für mehrere Tage in das Leben in der Landwirtschaft eintauchen zu können, bietet sich auch ein Urlaub auf dem Demeter-Bauernhof an. Rustikale Ferienwohnungen oder Luxus-Hotel - alles ist möglich.

Erlebnisorte

Darüberhinaus laden Demeter-Betriebe Schulklassen und Kindergärtengruppen zum Erleben der biodynamischen Landwirtschaft ein. Gemeinsame Aktionen zum Aussäen und Ernten, Hecken pflanzen, Apfelsaft pressen, Tiere füttern und misten sind nur ein paar Tätigkeiten, die zeigen, dass es auf einenm Hof immer viel zum Erleben gibt. Speziell auf Kindergruppen ausgerichtete Schulbauernhöfen ermöglichen vertiefte Einblicke in die Verarbeitung von Erzeugnisse oder in ein  traditionelles Handwerk.

Lebensorte

Auf vielen Demeter-Höfen wurden Lebensräume für Menschen mit Betreuungsbedarf geschafffen - sei es in Form von größeren Lebensgemeinschaften, in den meist über 100 Menschen mit körperlicher, geistiger oder seelischer Beeinträchtigung leben und in verschiedenen Werkstätten, z.B. Landwirtschaft, Gartenbau, Holzwerkstatt, Kerzenzieherei arbeiten. Oder eher im kleinerem Umfang, wenn Menschen mit Behinderung einen dauerhaften Lebens- und Wirkungsort auf dem Hof ermöglicht wird. Andere Demeter-Höfe haben sich auf die Bedürfnisse von Arbeitslosen, Suchtkranken oder älteren Menschen spezialisiert. Die Spielarten sind vielfältig und individuell.

Orte des alternativen Wirtschaftens

Neue Formen des Miteinander Wirtschaftens spiegeln sich bei Demeter nicht nur in den Runden Tischen zu Milch und Getreide über alle Wertschöpfungsebenen und die Arbeit am Leitbild zum Gerechten Wirtschaften wider. In der Wirtschaftsform Community Supported Agriculture (CSA) versorgt ein Hof sein Umfeld mit Lebensmitteln und das Umfeld sorgt für die nötigen finanziellen Mittel, damit der Hof sicher wirtschaften kann. Diese Art der gemeinsamen Verantwortung für die Gemeingüter Boden, Wasser, Pflanzen steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Aber immerhin sind bereits einige Demeter-Höfe mit CSA dabei. Beteiligungsmodelle an biodynamischen Höfen sind vielfältig: Genussrechte wie beim Brunnenhof in Baden Württemberg, Aktien wie beim Oberfeld in Darmstadt oder dem Apfeltraum in Brandenburg, Stiftungen wie beim Landgut Pretschen im Spreewald, Rebzeilen wie beim Weingut Im Zwölberich im Rheingau. Die Regionalwert AG geht noch einen Schritt weiter. Betriebsgemeinschaften – häufig sogar getragen von gemeinnützigen Vereinen - ziehen sich von Nord nach Süd: etwa Dannwisch in der Nähe von Hamburg, Dottenfelderhof bei Frankfurt, Birkenhof im Siegerland, Schepershof im Windrather Tal, Heggelbachhof in Schönach und Boschenhof in Leutkirch.

27.10.2011
Auf dem Weg zur Wir-Kultur
Soziale Aspekte rund um die biodynamische Wirtschaftsweise

Ist biodynamische Landwirtschaft nicht per se auch sozial? Schließlich erzeugen Demeter-Bauern und –Gärtner umweltverträglich gesunde Lebensmittel. Sie sichern so die Nahrungsgrundlage für uns Menschen und zugleich eine Kulturlandschaft, die unser Auge erfreut.

Abgesehen von diesen Überlegungen, verbinden die meisten beim Thema Soziales in der Landwirtschaft am ehesten die Integration von Menschen mit Behinderungen in die Hofarbeit. Dabei weist der Biodynamische Landbau weit mehr an sozialen Aspekten auf.

Kulturelle Orte

Ein vielfältiges Kulturangebot zählt zum erweiterten Kreis sozialer Leistungen. Bei Thea und Rolf Clostermann auf dem Neuhollandshof in Wesel darf mitten in der Apfelbaumplantage Konzerten gelauscht werden. Auf dem Dottenfelderhof in Bad Vilbel erleben Kunden die Reifeprüfung als Käseverkostung mit Rahmenprogramm und bei den Aktionen Zukunft säen im Herbst verbinden sich Menschen mit der Arbeit in der Landwirtschaft und zeigen Flagge gegen Agro-Gentechnik. Um für mehrere Tage in das Leben in der Landwirtschaft eintauchen zu können, bietet sich auch ein Urlaub auf dem Demeter-Bauernhof an. Rustikale Ferienwohnungen oder Luxus-Hotel - alles ist möglich.

Erlebnisorte

Darüberhinaus laden Demeter-Betriebe Schulklassen und Kindergärtengruppen zum Erleben der biodynamischen Landwirtschaft ein. Gemeinsame Aktionen zum Aussäen und Ernten, Hecken pflanzen, Apfelsaft pressen, Tiere füttern und misten sind nur ein paar Tätigkeiten, die zeigen, dass es auf einenm Hof immer viel zum Erleben gibt. Speziell auf Kindergruppen ausgerichtete Schulbauernhöfen ermöglichen vertiefte Einblicke in die Verarbeitung von Erzeugnisse oder in ein  traditionelles Handwerk.

Lebensorte

Auf vielen Demeter-Höfen wurden Lebensräume für Menschen mit Betreuungsbedarf geschafffen - sei es in Form von größeren Lebensgemeinschaften, in den meist über 100 Menschen mit körperlicher, geistiger oder seelischer Beeinträchtigung leben und in verschiedenen Werkstätten, z.B. Landwirtschaft, Gartenbau, Holzwerkstatt, Kerzenzieherei arbeiten. Oder eher im kleinerem Umfang, wenn Menschen mit Behinderung einen dauerhaften Lebens- und Wirkungsort auf dem Hof ermöglicht wird. Andere Demeter-Höfe haben sich auf die Bedürfnisse von Arbeitslosen, Suchtkranken oder älteren Menschen spezialisiert. Die Spielarten sind vielfältig und individuell.

Orte des alternativen Wirtschaftens

Neue Formen des Miteinander Wirtschaftens spiegeln sich bei Demeter nicht nur in den Runden Tischen zu Milch und Getreide über alle Wertschöpfungsebenen und die Arbeit am Leitbild zum Gerechten Wirtschaften wider. In der Wirtschaftsform Community Supported Agriculture (CSA) versorgt ein Hof sein Umfeld mit Lebensmitteln und das Umfeld sorgt für die nötigen finanziellen Mittel, damit der Hof sicher wirtschaften kann. Diese Art der gemeinsamen Verantwortung für die Gemeingüter Boden, Wasser, Pflanzen steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Aber immerhin sind bereits einige Demeter-Höfe mit CSA dabei. Beteiligungsmodelle an biodynamischen Höfen sind vielfältig: Genussrechte wie beim Brunnenhof in Baden Württemberg, Aktien wie beim Oberfeld in Darmstadt oder dem Apfeltraum in Brandenburg, Stiftungen wie beim Landgut Pretschen im Spreewald, Rebzeilen wie beim Weingut Im Zwölberich im Rheingau. Die Regionalwert AG geht noch einen Schritt weiter. Betriebsgemeinschaften – häufig sogar getragen von gemeinnützigen Vereinen - ziehen sich von Nord nach Süd: etwa Dannwisch in der Nähe von Hamburg, Dottenfelderhof bei Frankfurt, Birkenhof im Siegerland, Schepershof im Windrather Tal, Heggelbachhof in Schönach und Boschenhof in Leutkirch.