Passende Rasse wählen

Verantwortungsbewusste Putenhaltung

Passende Rasse wählen

03.09.2013
Puten - die sensiblen Tiere brauchen trocken warmes Klima. Foto:Bauckhof
Erschütternde Bilder über Missstände in der ökologischen Tierhaltung sorgen immer wieder für Empörung und Enttäuschung bei Verbrauchern. Demeter mit seinen Geflügelhaltern konzentriert sich auf die Frage der richtigen Putenrasse für eine angemessene Haltung, zu der 100 Prozent Bio-Fütterung ebenso passen wie Natursprung, Klima-Toleranz und robuste Gesundheit. Weil selbst optimale Haltungsbedingungen, beste Fütterung und sorgsame Betreuung durch die Landwirte zuchtbedingte Gesundheits- und Verhaltensprobleme bei der Putenmast nicht immer völlig ausgleichen können, gilt es die Weichen grundlegend neu zu stellen.
 
Die Sprecher der Facharbeitsgruppe Geflügel  im Demeter e. V.  werden der Demeter-Delegierten-Versammlung 2014 empfehlen, in den Richtlinien konsequent die Puten-Rassen auszuschließen, die aus tierschutzrechtlichen Gründen problematisch sind. Entscheidend dabei ist die Limitierung des Gewichts der Masttiere. Kaum ein Konsument macht sich beim Genuss einer knusprigen Putenbrust klar, dass dieses Fleisch meist von Tieren stammt, die letztlich bis zu 26 Kilo Lebendgewicht mit sich herumschleppen, für das weder ihre Knochenstruktur noch ihr Fundament ausgelegt sind. In der Biodynamischen Wirtschaftsweise wird deshalb als Leitlinie für Putenhähne ein Endgewicht von maximal 15 Kilo und bei Hennen von maximal zehn Kilo mit entsprechend niedrigen Tageszunahmen festgelegt.
 
Diese wenigen Zahlen zeigen bereits: Deren Mast ist teurer als bei den herkömmlichen Rassen aus konventioneller Qualzucht. Ethische Ansprüche und ein verantwortungsbewusster Genuss haben ihren Preis. Immer mehr Verbraucher sind bereit, den zu bezahlen. Für Demeter-Bäuerinnen und -Bauern sind sie die passenden Partner.
 
Abgesehen von diesen grundsätzlichen Aspekten: Es gibt keine Rechtfertigung für einen Umgang mit Tieren, der zu Zuständen wie den gefilmten führt. Die gesamte Bio-Branche arbeitet dafür, dass sich so etwas nicht wiederholen kann.
 
 
 
03.09.2013
Passende Rasse wählen
Verantwortungsbewusste Putenhaltung
Erschütternde Bilder über Missstände in der ökologischen Tierhaltung sorgen immer wieder für Empörung und Enttäuschung bei Verbrauchern. Demeter mit seinen Geflügelhaltern konzentriert sich auf die Frage der richtigen Putenrasse für eine angemessene Haltung, zu der 100 Prozent Bio-Fütterung ebenso passen wie Natursprung, Klima-Toleranz und robuste Gesundheit. Weil selbst optimale Haltungsbedingungen, beste Fütterung und sorgsame Betreuung durch die Landwirte zuchtbedingte Gesundheits- und Verhaltensprobleme bei der Putenmast nicht immer völlig ausgleichen können, gilt es die Weichen grundlegend neu zu stellen.
 
Die Sprecher der Facharbeitsgruppe Geflügel  im Demeter e. V.  werden der Demeter-Delegierten-Versammlung 2014 empfehlen, in den Richtlinien konsequent die Puten-Rassen auszuschließen, die aus tierschutzrechtlichen Gründen problematisch sind. Entscheidend dabei ist die Limitierung des Gewichts der Masttiere. Kaum ein Konsument macht sich beim Genuss einer knusprigen Putenbrust klar, dass dieses Fleisch meist von Tieren stammt, die letztlich bis zu 26 Kilo Lebendgewicht mit sich herumschleppen, für das weder ihre Knochenstruktur noch ihr Fundament ausgelegt sind. In der Biodynamischen Wirtschaftsweise wird deshalb als Leitlinie für Putenhähne ein Endgewicht von maximal 15 Kilo und bei Hennen von maximal zehn Kilo mit entsprechend niedrigen Tageszunahmen festgelegt.
 
Diese wenigen Zahlen zeigen bereits: Deren Mast ist teurer als bei den herkömmlichen Rassen aus konventioneller Qualzucht. Ethische Ansprüche und ein verantwortungsbewusster Genuss haben ihren Preis. Immer mehr Verbraucher sind bereit, den zu bezahlen. Für Demeter-Bäuerinnen und -Bauern sind sie die passenden Partner.
 
Abgesehen von diesen grundsätzlichen Aspekten: Es gibt keine Rechtfertigung für einen Umgang mit Tieren, der zu Zuständen wie den gefilmten führt. Die gesamte Bio-Branche arbeitet dafür, dass sich so etwas nicht wiederholen kann.