Imker fordern von Bundesregierung ein klares NEIN beim Gen-Mais 1507

Bundesregierung soll in der EU gegen die Zulassung stimmen

Imker fordern von Bundesregierung ein klares NEIN beim Gen-Mais 1507

23.01.2014
Ehemaliger Demeter Imker und Imkeraktivist und Sprecher des mellifera e.V. Thomas Radetzki fordert einen Schutz der Bienen vor der gentechnisch veränderte Maislinie 1507.
Bienen vor der gentechnisch veränderte Maislinie 1507 schützen - das fordern die Imkerverbände jetzt von der Politik.

Die EU-Kommission hat einen Antrag auf Anbauzulassung für den gentechnisch veränderten Mais 1507 an den Ministerrat weitergeleitet. Da der neue Mais besondere Gefahren birgt, fordern die europäischen und deutschen Imkerverbände von der Bundesregierung im EU-Ministerrat gegen die Zulassung zu stimmen. CSU und SPD hatten sich vor der Wahl gegen Gentechnik auf dem Acker ausgesprochen.

Die Agrochemie-Konzerne DuPont Pioneer und Dow Agrosciences haben auf gerichtlichen Wege erzwungen, dass die EU Kommission nun die Zulassung ihres Gen-Mais 1507 betreibt. Der Mais bildet in allen Pflanzenzellen ein Bt-Toxin, das giftig für Schadinsekten ist und sich in besonders großen Mengen auch im Pollen befindet von dem sich die Bienen und ihre Brut ernähren. Der Gehalt ist um ein vielfaches höher als z.B. im gentechnisch veränderten Mais MON810. Dessen Anbau wurde schon 2009 von der Landwirtschaftsministerin Aigner wegen ungeklärter Risiken für die Umwelt unterbunden und ist deshalb bis heute in Deutschland verboten. Deutlich giftiger als das Bt-Toxin des Mais MON810 scheint das Toxin „Cry1F“ des neuen Mais 1507 zu sein. Bei wissenschaftlichen Untersuchungen in den USA (Hanley et al. (2003), Utah) war es für einen europäischen Schmetterling zu 100 Prozent tödlich. 

„Eine Anbauzulassung für die gentechnisch veränderte Maislinie 1507 ist aus vielerlei Gründen unverantwortlich,“ so Thomas Radetzki vom Imkerverband Mellifera e.V. „besonders auch weil die Risiken für Honig- und Wildbienen nicht untersucht wurden.“

Im Koalitionsvertrag der großen Koalition steht: „Wir erkennen die Vorbehalte des Großteils der Bevölkerung gegenüber der grünen Gentechnik an.“ Darauf weist Peter Maske, Präsident des Deutschen Imkerbundes (DIB) hin. Er fordert vom Bundeslandwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich (CSU) und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), die europäische Zulassung mit einem Nein im EU-Ministerrat zu stoppen: „Vor der Wahl haben sich CSU und SPD klar gegen einen Anbau von GVO in Deutschland positioniert. Wir erwarten nun entsprechende Konsequenzen! Deutschland kann und muss einen eigenen Kurs innerhalb der EU fahren und Verbraucher, Imker und eben auch unsere Bienen zu schützen.“

 
23.01.2014
Imker fordern von Bundesregierung ein klares NEIN beim Gen-Mais 1507
Bundesregierung soll in der EU gegen die Zulassung stimmen

Die EU-Kommission hat einen Antrag auf Anbauzulassung für den gentechnisch veränderten Mais 1507 an den Ministerrat weitergeleitet. Da der neue Mais besondere Gefahren birgt, fordern die europäischen und deutschen Imkerverbände von der Bundesregierung im EU-Ministerrat gegen die Zulassung zu stimmen. CSU und SPD hatten sich vor der Wahl gegen Gentechnik auf dem Acker ausgesprochen.

Die Agrochemie-Konzerne DuPont Pioneer und Dow Agrosciences haben auf gerichtlichen Wege erzwungen, dass die EU Kommission nun die Zulassung ihres Gen-Mais 1507 betreibt. Der Mais bildet in allen Pflanzenzellen ein Bt-Toxin, das giftig für Schadinsekten ist und sich in besonders großen Mengen auch im Pollen befindet von dem sich die Bienen und ihre Brut ernähren. Der Gehalt ist um ein vielfaches höher als z.B. im gentechnisch veränderten Mais MON810. Dessen Anbau wurde schon 2009 von der Landwirtschaftsministerin Aigner wegen ungeklärter Risiken für die Umwelt unterbunden und ist deshalb bis heute in Deutschland verboten. Deutlich giftiger als das Bt-Toxin des Mais MON810 scheint das Toxin „Cry1F“ des neuen Mais 1507 zu sein. Bei wissenschaftlichen Untersuchungen in den USA (Hanley et al. (2003), Utah) war es für einen europäischen Schmetterling zu 100 Prozent tödlich. 

„Eine Anbauzulassung für die gentechnisch veränderte Maislinie 1507 ist aus vielerlei Gründen unverantwortlich,“ so Thomas Radetzki vom Imkerverband Mellifera e.V. „besonders auch weil die Risiken für Honig- und Wildbienen nicht untersucht wurden.“

Im Koalitionsvertrag der großen Koalition steht: „Wir erkennen die Vorbehalte des Großteils der Bevölkerung gegenüber der grünen Gentechnik an.“ Darauf weist Peter Maske, Präsident des Deutschen Imkerbundes (DIB) hin. Er fordert vom Bundeslandwirtschaftsminister Hans-Peter Friedrich (CSU) und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), die europäische Zulassung mit einem Nein im EU-Ministerrat zu stoppen: „Vor der Wahl haben sich CSU und SPD klar gegen einen Anbau von GVO in Deutschland positioniert. Wir erwarten nun entsprechende Konsequenzen! Deutschland kann und muss einen eigenen Kurs innerhalb der EU fahren und Verbraucher, Imker und eben auch unsere Bienen zu schützen.“