Appell des IASS und der Kampagne „Rettet unsere Böden“

Versiegelung stoppen und Böden in Städten wieder fruchtbar machen!

Appell des IASS und der Kampagne „Rettet unsere Böden“

29.10.2013
Prof. Klaus Töpfer gemeinsam mit Volkert Engelsman und Vandana Shiva von der Kampagne „Rettet unsere Böden“ brechen versiegelten Boden am Potsdamer Platz auf, um Gemüse zu pflanzen.
Prof. Klaus Töpfer gemeinsam mit Volkert Engelsman und Vandana Shiva von der Kampagne „Rettet unsere Böden“ brechen versiegelten Boden am Potsdamer Platz auf, um Gemüse zu pflanzen.
Zum Auftakt der 2. Global Soil Week (27.10. - 31.10.2013) hat IASS-Exekutivdirektor Prof. Klaus Töpfer gemeinsam mit Volkert Engelsman und Vandana Shiva von der Kampagne „Rettet unsere Böden“ versiegelten Boden am Potsdamer Platz aufgebrochen und Gemüse gepflanzt. Mit ihrer symbolischen Aktion machten sie auf gravierende Konsequenzen der zunehmenden Versiegelung aufmerksam: Böden verschwinden, die lebenswichtig sind für unsere Nahrungsproduktion, die Aufnahme und Filterung von Wasser, die Speicherung von Kohlenstoff sowie - besonders in Städten – für die Filterung von Schadstoffen aus der Luft.
 
„Die globale Stadtfläche wird sich in den nächsten 20 Jahren unter gegenwärtigen Wachstumsraten weltweit verdoppeln, damit würde eine Bodenfläche von der Größe Südafrikas versiegelt. Deshalb liegt im städtischen Raum einer der Schlüssel für nachhaltige Bodennutzung. Wir müssen die fortschreitende Versiegelung bremsen und Wege finden, die Böden wieder fruchtbar zu machen, damit wir unterbrochene Ressourcen-Kreisläufe schließen können“, sagte IASS-Exekutivdirektor Prof. Klaus Töpfer.
 
In Europa sind pro Einwohner bereits 200 m2 versiegelt. Allein in Deutschland kommen täglich insgesamt etwa 27 Hektar versiegelter Boden hinzu, vor allem durch den Ausbau des Verkehrsnetzes. Um im Nachhinein nur 2,5 Zentimeter degradierten Bodens wiederherzustellen, braucht es bis zu 500 Jahre.
 
Volkert Engelsman, Initiator der Kampagne „Rettet unsere Böden“, erklärte anlässlich der gemeinsamen symbolischen Entsiegelungs-Aktion: „Die Menschen brauchen viel mehr Information und Aufklärung über die Bodenproblematik. Die von Soil & More mit der FAO und vielen Partnern ins Leben gerufene Kampagne „Rettet unsere Böden“ leistet hierzu einen wichtigen Beitrag und zeigt dabei auch, wo die Lösungen liegen.“ Vandana Shiva, Umweltaktivistin und Patin der Kampagne, warnte: „Die Zerstörung des Boden betrifft uns alle, aber die Länder des Süden leiden schon jetzt am stärksten unter den Folgen. Deshalb müssen wir uns weltweit im Kampf gegen die Bodenzerstörung zusammenschließen. Millionen von Bio-Bauer/innen leisten bereits einen wichtigen Beitrag zur Rettung des Bodens.“
 
Das IASS führt zusammen mit Politik und Zivilgesellschaft vom 27. - 31. Oktober – aufbauend auf dem Erfolg von 2012 – die Global Soil Week 2013 „Bodenlose Zukunft?“ in Berlin durch. Das IASS bietet mit der Global Soil Week eine Plattform, um den Schutz der Böden in den globalen Nachhaltigkeitszielen zu verankern. Zu den nationalen und internationalen Partnern zählen die Europäischen Kommission, die FAO, UNEP, das Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung, BMZ und Umweltbundesamt. Rund 400 Teilnehmer aus mehr als 60 Ländern werden in diesem Jahr erwartet. www.globalsoilweek.org.
29.10.2013
Appell des IASS und der Kampagne „Rettet unsere Böden“
Versiegelung stoppen und Böden in Städten wieder fruchtbar machen!
Zum Auftakt der 2. Global Soil Week (27.10. - 31.10.2013) hat IASS-Exekutivdirektor Prof. Klaus Töpfer gemeinsam mit Volkert Engelsman und Vandana Shiva von der Kampagne „Rettet unsere Böden“ versiegelten Boden am Potsdamer Platz aufgebrochen und Gemüse gepflanzt. Mit ihrer symbolischen Aktion machten sie auf gravierende Konsequenzen der zunehmenden Versiegelung aufmerksam: Böden verschwinden, die lebenswichtig sind für unsere Nahrungsproduktion, die Aufnahme und Filterung von Wasser, die Speicherung von Kohlenstoff sowie - besonders in Städten – für die Filterung von Schadstoffen aus der Luft.
 
„Die globale Stadtfläche wird sich in den nächsten 20 Jahren unter gegenwärtigen Wachstumsraten weltweit verdoppeln, damit würde eine Bodenfläche von der Größe Südafrikas versiegelt. Deshalb liegt im städtischen Raum einer der Schlüssel für nachhaltige Bodennutzung. Wir müssen die fortschreitende Versiegelung bremsen und Wege finden, die Böden wieder fruchtbar zu machen, damit wir unterbrochene Ressourcen-Kreisläufe schließen können“, sagte IASS-Exekutivdirektor Prof. Klaus Töpfer.
 
In Europa sind pro Einwohner bereits 200 m2 versiegelt. Allein in Deutschland kommen täglich insgesamt etwa 27 Hektar versiegelter Boden hinzu, vor allem durch den Ausbau des Verkehrsnetzes. Um im Nachhinein nur 2,5 Zentimeter degradierten Bodens wiederherzustellen, braucht es bis zu 500 Jahre.
 
Volkert Engelsman, Initiator der Kampagne „Rettet unsere Böden“, erklärte anlässlich der gemeinsamen symbolischen Entsiegelungs-Aktion: „Die Menschen brauchen viel mehr Information und Aufklärung über die Bodenproblematik. Die von Soil & More mit der FAO und vielen Partnern ins Leben gerufene Kampagne „Rettet unsere Böden“ leistet hierzu einen wichtigen Beitrag und zeigt dabei auch, wo die Lösungen liegen.“ Vandana Shiva, Umweltaktivistin und Patin der Kampagne, warnte: „Die Zerstörung des Boden betrifft uns alle, aber die Länder des Süden leiden schon jetzt am stärksten unter den Folgen. Deshalb müssen wir uns weltweit im Kampf gegen die Bodenzerstörung zusammenschließen. Millionen von Bio-Bauer/innen leisten bereits einen wichtigen Beitrag zur Rettung des Bodens.“
 
Das IASS führt zusammen mit Politik und Zivilgesellschaft vom 27. - 31. Oktober – aufbauend auf dem Erfolg von 2012 – die Global Soil Week 2013 „Bodenlose Zukunft?“ in Berlin durch. Das IASS bietet mit der Global Soil Week eine Plattform, um den Schutz der Böden in den globalen Nachhaltigkeitszielen zu verankern. Zu den nationalen und internationalen Partnern zählen die Europäischen Kommission, die FAO, UNEP, das Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung, BMZ und Umweltbundesamt. Rund 400 Teilnehmer aus mehr als 60 Ländern werden in diesem Jahr erwartet. www.globalsoilweek.org.