Wem gehört die Landwirtschaft?

Alternative Finanzierungsformen in der Landwirtschaft

Wem gehört die Landwirtschaft?

01.10.2012

Setzt man die aktuelle Bedrohung der bäuerlichen Landwirtschaft in Beziehung mit den sozioökonomischen Folgen von Strukturänderungen im europäischen Agrarsektor, so ergibt sich - Stichworte Landgrabbing, Großinvestoren, industrieller Energiepflanzenanbau - schnell die Frage: Wem gehört die Landwirtschaft? Und die Frage nach der Zukunft. Bauern sind Gestalter und multifunktionale Nutzer von Ökosystemen, vorbildlich dabei: der Ökologische Landbau. Die ökologische und biodynamische Landwirtschaft aber muss aktuell ihre Vielfalt und kulturellen Leistungen behaupten gegen eine zunehmende Industrialisierung der Agrarproduktion mit Folgen u. a. für Biodiversität oder Arbeitsplätze auf dem Lande. Erschwert wird dies durch eine zunehmende Entfremdung zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft, und durch die Krise auf den Kapitalmärkten, die verstärkt landwirtschaftsfremde Investoren ins Spiel bringt. Die aktuelle Politik, die tendenziell große Strukturen und industrielle Landwirtschaft fördert, verschärft diese Probleme.

 

Warum sich Demeter damit beschäftigt…

Die Entwicklungen bei Bodenmarkt und Pachtpreisen in Deutschland und der sich andeutende Wandel bei den Eigentumsstrukturen werden trotz Dringlichkeit nur selten thematisiert. Zusammen mit seinen Projektpartnern möchte der Demeter e.V. neue Lösungsansätze für das Eigentum an Land und die Beteiligung an seiner nachhaltigen Nutzung & Pflege mit Vertretern von Politik und Gesellschaft diskutieren. Rückblicke der Veranstaltungen in Bad Boll, Berlin und Brüssel, die Broschüre, sowie die Studie zu Land[frei]kauf finden Sie in den folgenden Artikeln